Garten-Lexikon

Fadenwürmer

Fadenwürmer

Nematoden

Fernhaltemittel

Auf Geruchs- oder Geschmacksbasis wirkende Substanzen. Schrecken Zielorganismen durch spezielle Aromen ab, so dass diese das behandelte Gebiet meiden. Da Ausbreitung der Aromen von der Witterung abhängig ist, muss die Anwendung nach starken Niederschlägen wiederholt werden.

Fernhaltemittel für die entsprechenden Tiere sind Katzen-Schreck*, Maulwurf-Schreck*, Maulwurf-Stopp*, Kaninchen-Stopp*, Hunde-Schreck*, WühlmausGas* und WildStopp#.

Fingerprobe

Fingerprobe

Um den Bodentyp festzustellen, reicht die sogenannte „Fingerprobe“: dazu nimmt man etwas angefeuchtete Gartenerde in die Hand und rollt sie zwischen den Handflächen.

Je nach Verhalten der Erde kann man unterscheiden:

- Sandig: Lässt sich nicht zu einer „Wurst“ rollen, sondern zerbröselt wegen der körnigen Struktur und rieselt zwischen den Fingern hindurch.

- Lehmig: Lässt sich zu einer bröckeligen „Wurst“ von etwa halber Fingerdicke ausrollen. Gröbere Bestandteile sind fühlbar. Es knirscht beim Zerreiben.

- Tonig: Lässt sich leicht zu einer kompakten, halbfingerdicken „Wurst“ ausrollen. Tonteilchen bleiben wie ein Film auf der Hand kleben.

→Boden

Flechten

Flechten

Gemeinschaftliche Lebensform von Pilzen und Algen, die in ihrer Existenz aufeinander angewiesen sind. Die Pilze dringen mit ihrem Geflecht in die Algen ein und erhalten von diesen u.a. Zucker. Dafür versorgen sie die Algen mit Wasser und Mineralstoffen. Flechten besiedeln Felsen, Baumrinde, Erdboden u. a. Da sie nicht pflanzenschädigend wirken, brauchen sie nicht entfernt zu werden. Sie sind oft ein Zeichen für besonders reine Luft und erfreulicherweise in den letzten Jahren wieder häufiger anzutreffen. Zum Problem werden Flechten auf Pflanzen nur dann, wenn sie sehr dicht wachsen, dadurch die Pflanze dauerhaft feucht halten und Schädlingen Unterschlupf bieten.

Florfliegen

Florfliegen

Heimische →Nützlinge, die vor allem gegen →Blattläuse und →Thripse insbesondere in geschlossenen Räumen eingesetzt werden. Die Larven der Florfliegen (Chrysoperla carnea) packen die Schädlinge mit ihren Mundwerkzeugen und saugen sie aus. Eine Larve lebt etwa 2-3 Wochen und vertilgt in dieser Zeit bis zu 300-400 Blattläuse. Danach verpuppt sie sich und aus der Puppe schlüpft das erwachsene Tier. Da sich die erwachsenen Florfliegen von Pollen und Nektar ernähren, fliegen sie meist davon und suchen Blüten auf. Im Sommer können CC-Florfliegen auch im Freien eingesetzt werden. Erhältlich über Bestell-Sets für Nützlinge gegen Schadinsekten im Gartenfachhandel.

Um Florfliegen im Garten anzusiedeln kann ein →Insektenhotel aufgestellt werden.

Frosthärte

Frosthärte

Ausdruck für die Widerstandsfähigkeit einer mehrjährigen Pflanze gegenüber Frost. Viele Stauden, Gehölze und Zwiebelpflanzen sind frosthart. Sie überleben mit Hilfe biologischer Strategien wie Laubabwurf, Zurückziehen in den Boden und vermindertem Zelldruck bei Frost. Die Frosthärte hängt neben den pflanzenspezifischen Eigenschaften auch von der Ernährung ab. →Kalium bewirkt eine deutlich verbesserte Frosthärte, da es den Wasserhaushalt in den Zellen reguliert.

Fruchtfolge

Fruchtfolge

Aufeinander abgestimmte Abfolge im Anbau von Kulturpflanzen. Dabei werden die jeweiligen Ansprüche der Pflanzen an →Nährstoffe und Bodenbeschaffenheit berücksichtigt. Auf den Anbau einer stark zehrenden Kulturpflanze wie Tomate folgt der Anbau eines Mittelzehrers wie Möhre, dem ein Schwachzehrer wie Salat folgt. So wird die einseitige Verarmung des Bodens vermieden.

Ein weiterer Aspekt der Fruchtfolge ist die Gesunderhaltung der Pflanzen. Viele Schaderreger überwintern dort wo ihre Wirtspflanzen standen. Hierzu gehören →Gemüsefliegen, →Drahtwürmer, schädliche →Nematoden, →Falscher Mehltau, →Kraut- und Braunfäule.

Durch die Fruchtfolge wird der →Bodenmüdigkeit, einseitigem Nährstoffentzug sowie der Übertragung von Schädlingen und Krankheiten entgegen gewirkt. Die F. zählt daher zu den wichtigsten naturgemäßen Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Pflanzen.