
Schädlinge, Krankheiten & Co.
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Warme, feuchte Wetterbedingungen sind für Gärtnerinnen und Gärtner ein zweischneidiges Schwert: Pflanzen wachsen prächtig, aber auch Pilzkrankheiten gedeihen unter diesen Bedingungen besonders gut. Erfahre hier, welche Pilze bei welchen Bedingungen auftreten, wie du sie erkennst und wie du effektiv gegensteuern kannst.


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Das Wichtigste auf einen Blick
Feuchtigkeit ist der wichtigste Auslöser: Fast alle Pilzkrankheiten brauchen Nässe auf Blättern oder in der Luft
Verschiedene Pilze bevorzugen verschiedene Klimabedingungen: Warm-feucht, kühl-feucht oder wechselnd
Frühzeitiges Erkennen ist entscheidend: Je früher du handelst, desto besser
Vorbeugung durch Belüftung, Hygiene und Standortwahl ist immer besser als Bekämpfung
Unsere Pflanzenschutzmittel helfen bei akutem Befall
Warum steigt das Pilzrisiko bei bestimmten Wetterbedingungen?
Pilzsporen sind nahezu überall im Garten vorhanden: im Boden, in der Luft, auf Pflanzenresten. Unter normalen Bedingungen halten sie sich unauffällig. Erst wenn die Witterung ihnen günstige Bedingungen bietet, keimen sie aus, breiten sich im Blattgewebe aus und bilden innerhalb weniger Tage neue Sporen. Diese breiten sich durch Wind, Wasser oder Insekten auf Nachbarpflanzen aus.
Der gemeinsame Nenner: Feuchtigkeit. Ob auf dem Blatt, in der Luft oder im Boden, erhöhte Feuchtigkeit ist bei fast allen Pilzkrankheiten der entscheidende Auslöser.
Die optimale Temperatur unterscheidet sich dabei je nach Pilzart: Manche gedeihen bei warmem Wetter, andere bevorzugen eher kühlere Bedingungen. Welche Pilzkrankheit gerade das größte Risiko darstellt, hängt also immer von der Kombination aus Feuchtigkeit und der aktuellen Temperatur ab.

Die häufigsten Pilzkrankheiten im Überblick
Echter Mehltau: Der Schönwetterpilz
Erkennungszeichen:
Weißer, pudrig-mehlig wirkender Belag auf der Blattoberseite
Lässt sich zunächst noch abwischen, wird später fest
Befällt auch Stängel, Knospen und Blüten
Tritt typischerweise bei warm-wechselfeuchten Bedingungen auf. Bei hoher Luftfeuchtigkeit nachts, trockener Luft tagsüber
Besonders gefährdete Pflanzen: Rosen (Rosa spp.), Gurken (Cucumis sativus), Zucchini (Cucurbita pepo), Stachelbeeren (Ribes uva-crispa)
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Falscher Mehltau: Der Regenwetterpilz
Erkennungszeichen:
Hellgrüne bis gelbliche, eckige Flecken auf der Blattoberseite
Grau-violetter, flaumiger Sporenbelag auf der Blattunterseite
Lässt sich nicht abwischen
Tritt bei kühl-feuchter Witterung mit Tau und Regen auf
Besonders gefährdete Pflanzen: Gurken (Cucumis sativus), Salat (Lactuca sativa), Zwiebeln (Allium cepa), Weinreben (Vitis vinifera)
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Grauschimmel (Botrytis cinerea)
Erkennungszeichen:
Graubrauner, pelziger Schimmelbelag auf Blättern, Blüten und Früchten
Betroffene Pflanzenteile werden weich und faulen
Besonders bei warm-feuchten Bedingungen und mangelnder Belüftung
Häufig nach Regenphasen oder in zu eng gepflanzten Beeten
Besonders gefährdete Pflanzen: Erdbeeren (Fragaria spp.), Tomaten (Solanum lycopersicum), Rosen (Rosa spp.), Weintrauben, Salate
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Rostpilze (Pucciniales)
Erkennungszeichen:
Orangefarbene bis rostbraune Pusteln, meist auf der Blattunterseite
Gelbliche Flecken auf der Blattoberseite direkt über den Pusteln
Befallene Blätter fallen frühzeitig ab
Tritt verstärkt bei mild-feuchtem Wetter mit Blattnässe auf
Besonders gefährdete Pflanzen: Rosen (Rosa spp.), Malven (Malva spp.), Stockrosen (Alcea rosea), Buchsbaum (Buxus sempervirens)
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Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)
Erkennungszeichen:
Dunkelbraune, wässrige Flecken auf Blättern, Stängeln und Früchten
Charakteristischer, muffig-fauler Geruch
Breitet sich bei kühl- bis mild-feuchter Witterung extrem schnell aus
Kann eine ganze Tomatenpflanze innerhalb weniger Tage vernichten
Besonders gefährdete Pflanzen: Tomaten (Solanum lycopersicum), Kartoffeln (Solanum tuberosum)
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Pilzkrankheiten vorbeugen
Der beste Schutz gegen Pilzkrankheiten beginnt lange bevor der erste Befall sichtbar wird. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich das Pilzrisiko deutlich senken.
Belüftung und Pflanzabstände
Ausreichend Abstand zwischen Pflanzen halten. Luft muss zwischen den Pflanzen zirkulieren können
Regelmäßig auslichten: Dichte Sträucher und Gemüsepflanzen (besonders Tomaten) von überschüssigem Laub befreien
Keine Überkopfbewässerung: Immer bodennah gießen, Blätter möglichst trocken halten
Gewächshaus regelmäßig lüften: Besonders morgens, wenn Kondensat an den Scheiben steht
Gartenhygiene
Befallenes Pflanzenmaterial sofort entfernen und in den Hausmüll, nicht kompostieren! Sporen überleben im Kompost
Falllaub im Herbst wegräumen. Besonders bei Rosen (Sternrußtau)
Werkzeug reinigen nach dem Schneiden befallener Pflanzen
Fruchtfolge beachten im Gemüsebeet. Nicht jedes Jahr Tomaten oder Gurken an denselben Platz
Standortwahl und Sortenwahl
Sonnige, gut belüftete Standorte bevorzugen
Resistente Sorten wählen: Bei Rosen auf das ADR-Siegel achten; bei Tomaten und Gurken auf mehltautolerante Sorten
Nicht zu nah an Wänden oder Zäunen pflanzen, denn dort staut sich Feuchtigkeit
Nährstoffversorgung
Eine ausreichende und ausgewogene Nährstoffversorgung ist entscheidend für die Widerstandskraft deiner Pflanzen. Gut versorgte Pflanzen haben eine stabilere Zellstruktur und können Pilzbefall besser abwehren als unterversorgte Exemplare.
Regelmäßige Düngung mit hochwertigem, organischem Dünger
Ausreichend Kalium fördert die Zellstabilität und Widerstandskraft
Ausreichend Magnesium unterstützt die Bildung von Chlorophyll und Abwehrstoffen

Pilzkrankheiten behandeln
Wenn der Befall bereits sichtbar ist, zählt schnelles Handeln. Je früher du eingreifst, desto besser, denn ein leichter Befall lässt sich deutlich einfacher in den Griff bekommen als eine fortgeschrittene Infektion.
Grundregel: Befallene Pflanzenteile zunächst entfernen, dann behandeln.
Pilzkrankheiten an Zierpflanzen und Rosen bekämpfen
Fungisan Rosen- und Buxus-Pilzfrei bekämpft Rostpilze an Rosen, Malven und Stockrosen sowie Buchsbaumsterben, Blattfleckenkrankheiten an Buchsbaum, Rhododendron und Kirschlorbeer sowie Trieb- und Zweigsterben an Zypressen, Lebensbaum und Wacholder.
Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei (Konzentrat) Wirkt gegen Rostpilze, Echten und Falschen Mehltau, Sternrußtau an Rosen sowie Kraut- und Braunfäule, Mehltau und Blattfleckenkrankheiten an Gemüse und Zierpflanzen.
Zugelassene Anwendungsgebiete (Auswahl):
Tomaten/Gurken/Zucchini: Kraut-/Braunfäule, Echter und Falscher Mehltau
Kartoffeln: Kraut- und Braunfäule
Salat: Falscher Mehltau
Pilzkrankheiten im Gemüsebeet bekämpfen
Nutze dafür Fungisan Gemüse-Pilzfrei.
Das Mittel ist anwendungsfertig und wirksam gegen Kraut- und Braunfäule an Tomaten, Echten und Falschen Mehltau an Gurken sowie Falschen Mehltau an Salat.
Zugelassene Anwendungsgebiete:
Tomate (Gewächshaus): Kraut- und Braunfäule, Echter Mehltau
Gurke (Freiland & Gewächshaus): Echter und Falscher Mehltau
Zucchini (Freiland): Echter Mehltau
Salat (Freiland): Falscher Mehltau
Wartezeiten: Gurken, Tomaten, Zucchini: 3 Tage. Salat: 14 Tage
Max. 2 Anwendungen im Abstand von 8–12 Tagen
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Fazit
Erhöhtes Pilzrisiko entsteht immer dann, wenn Feuchtigkeit auf empfängliches Pflanzengewebe trifft, je nach Pilzart bei warm-feuchten, kühl-feuchten oder wechselnd feuchten Bedingungen.
Die wichtigste Waffe ist frühzeitiges Handeln: vorbeugend mit guter Gartenhygiene, ausreichend Belüftung und wenn nötig mit zugelassenen Pflanzenstärkungsmitteln. Zeigt sich ein erster Befall, sollte schnell mit einem geeigneten, zugelassenen Mittel reagiert werden. Natürlich immer entsprechend der Zulassung für die jeweilige Kultur und Pilzkrankheit.
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