Unsere Blumenerden enthalten keinen Torf aus Mooren oder entwässerten Mooren.

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Torffreie Erde: Mit heimischen Rohstoffen gärtnern
Boden, Dünger & Kompost
9 Min. Lesezeit
Torf stammt aus Mooren, wertvollen Lebensräumen, die seit Jahrtausenden gewachsen sind und vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause bieten. Beim Abbau werden diese einzigartigen Ökosysteme unwiederbringlich zerstört. Neudorff verzichtet deshalb seit 2003 komplett auf Torf.


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Über Torf und seinen Abbau
Warum sollte ich torffreie Erde verwenden?
Torf kommt aus dem Moor
Moore sind einzigartige Ökosysteme, die seit Jahrtausenden gewachsen sind. Im ständig nassen Boden ohne Sauerstoff zersetzen sich abgestorbene Pflanzen, hauptsächlich spezielle Moose, sehr, sehr langsam. Die schlecht verrottete organische Substanz wird zu Torf und reichert sich über Jahrtausende an.
Diese Moore beherbergen eine außergewöhnliche Artenvielfalt: fleischfressende Pflanzen, Heiden, Gräser und seltene Insekten, die es sonst nirgends gibt. Sie sind Lebensräume, die sich über Jahrtausende natürlich entwickelt haben. Allerdings wächst die Torfschicht extrem langsam - nur etwa einen Millimeter pro Jahr.
Der Abbau von Torf zerstört einzigartige Lebensräume
Der Einsatz von Torf in Blumenerden für Topf und Garten ist mit dem Abbau von Mooren verbunden. Der Torfabbau zerstört diese einzigartigen Lebensräume unwiederbringlich und das in großem Ausmaß. Um an den Torf zu gelangen, wird das Moor entwässert. Wenn ein Moor trocken fällt, verliert die dort heimische Flora und Fauna ihre Lebensgrundlage.
Diese Entwässerung hat zudem weitreichende Folgen: Der trockengelegte Boden verändert sich grundlegend, und die biologischen Prozesse, die über Jahrtausende stattgefunden haben, werden unterbrochen. Renaturierungsmaßnahmen sind äußerst komplex und langwierig, es kann Jahrhunderte dauern, bis ein Moor wieder hergestellt ist, wenn dies überhaupt möglich ist
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Wer Moore schützt, schützt Lebensräume
Moore sind komplexe Ökosysteme, die eine außergewöhnliche Artenvielfalt beherbergen. Sie spielen auch eine Rolle bei der Wasserspeicherung und dem Hochwasserschutz: Sie fangen Starkregen-Ereignisse ab und geben das Wasser bei Trockenheit wieder an die Umgebung ab. Das macht sie zu wertvollen Lebensräumen und zu einer Ressource, die es zu schützen gilt.
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In herkömmlichen Erden ist immer noch Torf
Der Torfabbau zerstört diese Moorlandschaften unwiederbringlich. Meistens kommt der Torf für die Blumenerden über weite Strecken per LKW nach Deutschland vor allem aus den Mooren im Baltikum.
In Mitteleuropa sind Moore mittlerweile selten geworden. In Deutschland gibt es nur noch wenige Torfvorkommen, die noch abgebaut werden dürfen. Die Renaturierung entwässerter Moorlandschaften ist äußerst kompliziert und langwierig: Die Böden müssen erneut dauerhaft vernässen und es müssen sich die richtigen Pflanzen wieder ansiedeln. Ob eine vollständige Wiederherstellung gelingt, werden wir erst in Jahrhunderten wissen.
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Neudorff handelt schon seit 2003
Trotz dieser Problematik gibt es im Handel immer noch Blumenerden mit Torf. Manchmal steht „torfreduziert" auf dem Erdensack das bedeutet, dass trotzdem noch Torf enthalten ist.
Neudorff setzt seit 2003 konsequent auf torffreie Erden. Torf kam bei uns noch nie in die Tüte! Damals waren wir das erste Unternehmen, das bundesweit ein komplettes Sortiment von torffreien Erden für den Hobbygärtner entwickelte und auf den Markt brachte.
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Darum sind sie so gut
Torffreie Erden
Torffreie Erden setzen auf einen Mix verschiedener schnell nachwachsender Inhaltsstoffe, überwiegend aus heimischer Produktion. Diese bieten ideale Bedingungen für Wurzeln und Pflanzenwachstum. Sie lassen sich durch sorgfältige Auswahl der Rohstoffe und fachliche Erfahrung beim Mischen auf die Bedürfnisse verschiedener Kulturen anpassen.

1. Torffreie Erde kaufen und lagern
In torffreier Erde arbeiten Mikroorganismen auf Hochtouren. Das fördert das Pflanzenwachstum, bedeutet aber auch, dass sich die Blumenerde bei längerem Lagern verändert. Erde hat kein Verfallsdatum und wird nicht „schlecht" - sie verliert aber an Qualität, wenn ihr sie zu lange aufhebt. Kauft daher besser immer nur die Menge, die ihr sicher verbraucht.
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2. Vor dem Gießen: Fingerprobe machen
Die Oberfläche torffreier Erden trocknet schnell ab. Deshalb wirken sie gelegentlich trockener, als sie sind. Vor dem Gießen erst mit dem Finger prüfen, wie nass die Erde im Topfinneren tatsächlich ist. Oder den Topf etwas anheben und prüfen, wie schwer er ist.
3. Erde ohne Torf schneller nachdüngen
Der Nährstoff-Vorrat in unseren NeudoHumErden versorgt die Pflanzen etwa vier Wochen. Das ist kürzer, als bei den mit mineralischen Langzeitdünger aufgedüngten Erden mit Torf.
Wir empfehlen euch, beim Einpflanzen einen unserer organischen Azet-Dünger mit langsam fließenden Nährstoffquellen unterzumischen, oder nach vier Wochen die Azet DüngeSticks zu verwenden, beziehungsweise mit dem Flüssigdüngen zu beginnen.
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Inhalt unserer NeudoHum Erden
Das ist drin in torffreier Erde von Neudorff


Zuschlagstoffe
Außerdem findet ihr in manchen unserer Erden Sand oder Ton, Lava, Blähton, Pinienrinde, Pflanzenkohle oder eine extra Portion Mykorrhiza. Mit diesen Zuschlagstoffen stimmen wir unsere torffreien Erden auf spezielle Bedürfnisse bestimmter Pflanzen ab.
Sand sorgt in unserer NeudoHum Aussaat- und KräuterErde für optimale Keim- und Anwachsbedingungen bei der Anzucht.
Die Pinienrinde in der NeudoHum OrchideenErde lässt die Wurzeln von Orchideen atmen und schützt sie vor Staunässe.
Die NeudoHum RosenErde fördert die Wurzelentwicklung durch Mykorrhiza-Pilze und trägt zu kräftigem Pflanzenwachstum bei.
Die NeudoHum RasenErde fungiert als dauerhafter Wasser- und Nährstoffspeicher, das schafft optimale Bedingungen für die Keimung der Rasensaat und das Wachstum der Gräser.
Und das sind nur einige Beispiele aus unserem großen Erden-Sortiment.


Was unsere NeudoHum-Erden so besonders macht
Die torffreien NeudoHum-Erden von Neudorff gibt es in vielen Varianten. Denn verschiedene Pflanzengruppen haben unterschiedliche Ansprüche an die Erde, in der sie wurzeln.
Orchideen benötigen ein lockeres Substrat mit vielen groben Anteilen, während eine Aussaaterde fein sein muss und Kübelpflanzen-Erde extra strukturstabil. Das erreichen wir durch Zuschlagsstoffe wie Sand, Ton, Pinienrinde oder Blähton.
Gedüngt sind unsere torffreien Erden bedarfsgerecht mit organischem NPK-Dünger.

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Unser Erdvolumen Rechner
Wie viel Erde braucht ihr?


Wähle die Form deines Pflanzengefäßes


So pflanzt ihr richtig ein
5 Profi-Tricks zum Bepflanzen von Gefäßen mit torffreier Erde
1. Läuft überflüssiges Wasser ab?
Schaut nach, ob euer Gefäß im Boden Wasserabzugslöcher besitzt (es sei denn, es ist ein Wasserspeicher-Kasten). Wenn nicht: aufschneiden oder Löcher reinbohren!
2. Nie mehr zu nass - dank Drainage
Abzugslöcher sind wichtig, doch erst eine Drainageschicht wirkt eventueller Vernässung entgegen. Legt den Boden mit einem Stück Gartenvlies aus, damit die Erde beim Gießen nicht rausläuft. Zwei Zentimeter Blähton ins Gefäß füllen (damit verhindert ihr Staunässe). Bevor ihr das Gefäß mit Erde füllt, eine Schicht Vlies darauflegen.
3. Erst tauchen, dann pflanzen
Wichtig für gutes Anwachsen: Stellt die Pflanzen in ihren Kulturtöpfen vor dem Einpflanzen in einen Eimer Wasser. Lasst sie so lange darin stehen, bis keine Blasen mehr aus der Erde kommen. Jetzt könnt ihr sicher sein, dass das Innerste des Ballens feucht ist.
4. Erde und Dünger im Drei-Schicht-System
Füllt zunächst eine Schicht NeudoHum-Erde in das Gefäß. Darauf gebt ihr den Azet-Dünger, der zu eurer Pflanze passt. Setzt sie dann ein, füllt das Gefäß mit Erde und drückt die Erde leicht an. Eure Pflanze sollte nicht tiefer im Topf stehen, als sie vorher im Topf gestanden war. Die Wurzelballen liegen zwei Zentimeter unterhalb der Gefäßkante. So entsteht ein Gießrand und das Gießwasser kann nicht über den Topf laufen.
5. Angießen
Am Schluss dürft ihr das Angießen nicht vergessen. Gut ist’s, wenn das Wasser unten rausläuft. Warum? Durch das Angießen bekommt der Wurzelballen den Kontakt zur Blumenerde, den er zum Weiterwachsen braucht. Am besten, ihr stellt das Gefäß erst an seinen Bestimmungsort und greift dann zur Gießkanne. Das spart Gewicht beim Rumtragen.
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