Eure Beiträge

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Name: Anna
Beitrag vom: 30.07.2019
Ich bin gerade total verzweifelt, wir haben vor ein paar Tagen angefangen ein Beet zu entfernen, weil wir dort anstatt dessen Rasen sähen wollen. In dem Beet hat ein Igel gewohnt, der jedoch durch die Umbau Maßnahmen umgezogen ist. Jetzt haben wir seit gestern drei Flöhe entdeckt. Ich bin mir sicher, dass es Flöhe sind weil ich früher eine Katze hatte und Flöhe daher kenne. Den ersten Floh hatte ich gestern auf dem Arm. Heute haben meine Söhne draußen gespielt und als einer der beiden rein kam und ich ihn umarmt habe hatte ich auf einmal wieder einen Floh auf dem Arm und eben hatte mein Mann noch einen auf denn Arm. Kann es sein dass die Viecher sich in dem Beet befinden und da ihr Wirt nun nicht mehr da ist, sich auf uns setzen, und was können wir dagegen tun? Ich habe richtig Angst dass die Viecher sich jetzt im Haus verbreiten.

Ich hoffe sehr Hilfe zu bekommen
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Name: Neudorff
Beitrag vom: 06.08.2019
Hallo Anna,

die Vermutung, dass die Flöhe von dem Igel stammen, ist vollkommen begründet.

Zu verschiedenen Jahreszeiten können Flöhe im Garten auftreten. Im Frühjahr handelt sich dabei meist um Vogelflöhe, die in alten Vogelnestern überwintert haben. Sie sind nach dem langen Winter ausgehungert, finden in den Nestern aber noch keine Jungvögel vor, die sie normalerweise befallen.
Den Sommer über sind es auch anderer Tiere - Igel sind hier besonders zu nennen - die zur Verbreitung von Flöhen beitragen.

Werden die Flöhe dann durch Gartenarbeit o. Ä. aus ihrem Ruhezustand geweckt, machen sie sich in Beeten und Rasenflächen auf die Suche nach Nahrungsquellen. Dabei befallen sie gerne auch andere Warmblüter wie den Menschen. Die Flöhe können jedoch ihre Entwicklung mit Menschenblut nicht vollenden und sterben später ab.

Durch die Anwendung des Zecken- und GrasmilbenKonzentrats* wird der Befall deutlich vermindert. Eine vollständige und dauerhafte Abtötung kann jedoch nicht garantiert werden, da Flöhe durch Wildtiere immer wieder neu eingeschleppt werden können.
Der Rasen sollte möglichst kurz vor der Anwendung gemäht werden, um einen direkten Kontakt mit dem Spritzmittel zu gewährleisten. Das Konzentrat wird 1%ig gespritzt (10 ml in 1 Liter Wasser). Da es sich um ein Kontaktmittel handelt, ist gründliches Spritzen wichtig. Die Behandlung wird nach 7-10 Tagen wiederholt.
Der Rasen kann nach Antrocknen sofort wieder betreten werden. Auch Haustiere können nach Antrocknen des Belags wieder auf die behandelten Flächen.

Entfernen Sie zusätzlich bereits im Herbst nach der Brut alte Vogelnester und reinigen Sie alle Nistkästen und sprühen diese mit Permanent UngezieferSpray** aus*. Werfen Sie die alten Nester in die Mülltonne, niemals auf den Kompost.

Um sich selbst vor Flohbissen zu schützen, verwenden Sie ein Mückenschutzmittel aus der Apotheke.


Da Sie Sorge haben, sich die Flöhe ins Haus zu holen, hier zuerst einmal Informationen zur Lebensweise von Flöhen und dann zur Flohbekämpfung im Haus.

Flöhe sind seitlich abgeplattete, sprungfähige Insekten, die parasitär an Menschen und Haustieren leben können. Sie besitzen einen harten Panzer und können sehr schnell durch Kleidung oder Fell laufen. Bei Flohbefall in der Wohnung handelt es sich meist um Katzenflöhe (Ctenophalides felis). Hundeflöhe (Ctenophalides canis) sind seltener in Wohnungen zu finden. Der Menschenfloh (Pulex irritans) ist kaum noch verbreitet. Auf Dachböden und in Gärten sind häufig auch Taubenflöhe (Ceratophyllus columbae) und andere Vogelflöhe lästig.

Die erwachsenen Flöhe saugen Blut und stechen mehrmals in einer Reihe die Haut an. Flöhe können verschiedene Bakterien, Viren und Bandwürmer übertragen. Erwachsene Flöhe werden etwa 1-1,5 Jahre alt. Ein Weibchen kann bis zu 1000 Eier ablegen. Nach jedem Saugvorgang legen die Weibchen bis zu 8 Eier ins Fell des Tieres ab. Da sie nicht festgeklebt werden, fallen sie häufig in der Umgebung der Liegestelle des Tieres zu Boden.
Dort schlüpfen die Larven innerhalb von 1 bis 10 Tagen. Die Jungtiere (Larven) sind bis 5 mm lang und weißlich. Sie haben keine Beine und können nur kurze Wege zurücklegen.
Sie meiden das Licht und verkriechen sich in Ritzen, Spalten und Textilien. Die Larven ernähren sich von organischem Material wie Haaren, Hautschuppen und Kot der erwachsenen Flöhe. Gut versteckt, spinnen sich die ausgewachsenen Larven in eine Puppenhülle, in der die Verwandlung zum erwachsenen Floh geschieht. Durch die klebrige Oberfläche haftet dieser Kokon fest an der Unterlage und ist auch durch Staubsaugen kaum zu entfernen. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert unter günstigen Bedingungen ungefähr 21 bis 30 Tage.

Diese Verwandlung von der Puppe zum erwachsenen Tier geschieht allerdings erst dann, wenn Erschütterungen, Kohlendioxid oder Wärmestrahlung signalisieren, dass ein möglicher Wirt in die Nähe kommt. Auch Vibrationen des Staubsaugers können die Puppen zum Schlupf veranlassen. Ansonsten können die Puppen ohne Schlupfreiz monatelang verharren. Eingesetzte Insektizide erfassen die Puppen nicht. Deshalb müssen Sie die Behandlung oft über einen längeren Zeitraum hinweg durchführen, bis die Puppen alle geschlüpft sind.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hatten Sie mal ein Katze, haben aber aktuell kein Haustier. Dann ist der folgende Abschnitt für Sie natürlich uninteressant.

Die erfolgreiche Bekämpfung der Flöhe muss immer Haustier und Umgebung mit einbeziehen.
Bitte berücksichtigen Sie folgende Empfehlungen zur Vorbeugung eines Flohbefalls am Tier:

• Kämmen Sie regelmäßig und gründlich das Fell Ihrer Tiere. Dabei entdeckt man Flöhe bzw. ihren Kot gut.
• Aus dem Fell gebürsteter Flohkot lässt sich auf befeuchtetem Küchenpapier nachweisen. Der Kot verfärbt sich blutrot durch das nicht verdaute Blut.
• Legen Sie Ihrem Tier ein Flohschutzhalsband um.

Vor einer Behandlung saugen Sie die Schlaf- und Liegeplätze Ihres Tieres gründlich. So regen Sie die Flohpuppen zum Schlupf an, diese werden dann bei einer Behandlung mit Insektiziden besser erfasst. Neben der Behandlung des Tieres mit Präparaten gegen Flöhe, die Sie beim Tierarzt erhalten, müssen Sie unbedingt alle Plätze mitbehandeln, an denen sich Ihr Tier aufhäl

Bekämpfung der Flöhe in der Wohnung:
Wenn Sie oder die Kinder Flöhe mit in die Wohnung gebracht haben, so können sich später Puppen und Eier von Flöhen überall in der Wohnung befinden und sich nach kurzer Zeit zu erwachsenen Flöhen entwickeln.

Wir raten Ihnen zu folgender Vorgehensweise:
• Waschen Sie regelmäßig alle Textilien, mit denen Ihr Tier in Berührung kommt. Temperaturen über 60 °C töten die Larven ab.
• Sie können das Permanent® Floh- & UngezieferFrei* verwenden. Ein zusätzliches Sprühröhrchen ermöglicht eine gezielte Behandlung von Ritzen und Fugen im Fußboden und an Fußleisten.
• Bei stärkerem Befall empfiehlt sich der Permanent® Floh- & UngezieferRaumVernebler*. Dabei schließen Sie vor der Behandlung Türen und Fenster. Während sich die Spraydose selbsttätig innerhalb von 3 Minuten entleert, sollten Sie das Zimmer verlassen. Nach Antrocknung des Spritzbelages kann der Raum 2 Stunden später wieder betreten werden. Der RaumVernebler ist für Räume bis zu 50 qm ausreichend.
Beide Produkte enthalten 2 Wirkstoffe. Der Wirkstoff Natur-Pyrethrum tötet erwachsene Flöhe, Eier und Larven ab. Zusätzlich hindert der zweite Wirkstoff Methopren alle Larven an der Weiterentwicklung. Das Permanent® Floh- & UngezieferFrei* und der Permanent® Floh- & UngezieferRaumVernebler* haben eine Langzeitwirkung von bis zu 6 Monaten gegen Flohlarven. Wiederholen Sie die Behandlung nach 14 Tagen. Eine weitere Wiederholung der Behandlung erfolgt nach 3 - 4 Monaten, um später geschlüpfte erwachsene Flöhe ebenfalls zu erfassen.
Sollte die gesamte Wohnung stark von Flöhen befallen sein oder sich der Befall schon über einen längeren Zeitraum hinziehen, ist es sinnvoll, einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu Rate zu ziehen.

Inwieweit diese Maßnahmen tatsächlichnotwendig sind, hängt davon ab, ob Sie bereits Flöhe in der Wohnung gefunden haben oder ob Sie bereits in der Wohnung Flohstiche bekommen haben.

*Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Freundliche Grüße
W. Neudorff GmbH KG
i.A. Katharina Fasse






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Name: Rose
Beitrag vom: 03.05.2023
Also wir haben leider nachweislich Nestflöhe oder auch Menschenflöhe genannt (Laboranalyse ist erfolgt.) Leider findet man nirgends wirklich Hilfe. Wir haben unseren ganzen Hausrat in den Garten geschafft weil wir sie im Haus hatten und gehofft haben dass sie bei den Minusgrade im Winter draußen nicht überleben. Aber leider kommen sie mit Frost sehr gut klar. Es hilft eigentlich nur 2h 60 Grad im Trockner, Backofen oder Waschmaschine. Gestern habe ich im Garten geräumt und wurde gebissen ich bin nun wirklich ratlos wie ich die Plagegeister im Garten loswerden kann…
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Name: Neudorff
Beitrag vom: 03.05.2023
Hallo Rose,

gerade im Frühjahr treten in Gärten oft Probleme mit Flöhen auf. Es handelt sich dabei meist um Vogelflöhe, die in alten Vogelnestern überwintert haben.
Sie sind nach dem langen Winter ausgehungert, finden in den Nestern aber noch keine Jungvögel vor, die sie normalerweise befallen.
Werden die Flöhe dann durch Gartenarbeit o. Ä. aus ihrem Ruhezustand geweckt, machen sie sich in Beeten und Rasenflächen auf die Suche nach Nahrungsquellen. Dabei befallen sie gerne auch andere Warmblüter wie den Menschen. Die Flöhe können jedoch ihre Entwicklung mit Menschenblut nicht vollenden und sterben später ab.

Durch die Anwendung des Zecken- & GrasmilbenKonzentrats* wird der Befall deutlich vermindert. Eine vollständige und dauerhafte Abtötung kann jedoch nicht garantiert werden, da Flöhe durch Wildtiere immer wieder neu eingeschleppt werden können.
Der Rasen sollte möglichst kurz vor der Anwendung gemäht werden, um einen direkten Kontakt mit dem Spritzmittel zu gewährleisten. Das Konzentrat wird 1%ig gespritzt (10 ml in 1 Liter Wasser). Da es sich um ein Kontaktmittel handelt, ist gründliches Spritzen wichtig. Die Behandlung wird nach 7-10 Tagen wiederholt.
Der Rasen kann nach Antrocknen sofort wieder betreten werden. Auch Haustiere können nach Antrocknen des Belags wieder auf die behandelten Flächen.

Entfernen Sie zusätzlich bereits im Herbst nach der Brut alte Vogelnester und reinigen Sie alle Nistkästen. Werfen Sie die alten Nester in die Mülltonne, niemals auf den Kompost.

Um sich selbst vor Flohbissen zu schützen, verwenden Sie ein Mückenschutzmittel aus der Apotheke.

Freundliche Grüße
W. Neudorff GmbH KG
i.A. Nicole Führer
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