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Garten-Lexikon

Gartenlaubkäfer/Engerlinge

Gartenlaubkäfer/Engerlinge

Rasen wird stellenweise gelb, kann dort wie ein Teppich abgezogen werden.→Engerlinge (Larven) der Käfer, ca. 15 mm lang und cremigweiß mit braunem Kopf, sitzen im Boden und fressen an den Wurzeln. Erwachsene Käfer 7 bis 11 mm lang, metallisch schwarz und braun gefärbt. Käfer erscheinen meist im Mai/Juni in der Mittagszeit und fressen an Laub bzw. Blüten von Gehölzen.

Bekämpfung

HM-Nematoden ausbringen. Bester Ausbringungszeitraum ist Juli bis September. Erhältlich über Bestell-Sets im Gartenfachhandel.

Geiltriebe

Überlange, instabile, bleiche Triebe, die meist unter Lichtmangel, z. B. im Winter, gebildet werden. Geiltriebe sind besonders anfällig für Schädlinge. Geiltriebe sollten zurückgeschnitten werden, um den Schädlingsbefall zu verringern und eine gesunde Wuchsform der Pflanzen zu erhalten.

Gemüsefliegen/Gemüsemaden

Gemüsefliegen/Gemüsemaden

An Möhre, Kohl, Sellerie, Rettich, Radieschen. Pflanzen welken. Im Inneren fressen weißliche Maden. In Möhren treten in den Wurzeln rostbraune Fraßgänge auf. Überwinterung als Puppe im Boden.

Vorbeugung

- Durch sehr frühe oder sehr späte Saat wird die gefährliche zweite Generation der Möhrenfliege im Juli/August umgangen. - Keine alten Kohlstrünke stehen lassen. - Befallene Pflanzen mit umgebener Erde entfernen und vernichten. - Pflanzen ab Keimung/Pflanzung mit SchädlingsschutzNetz (→Biotechnischer Pflanzenschutz) abdecken. Bis kurz vor der Ernte liegen lassen.

Grauschimmel an Erdbeere

Grauschimmel an Erdbeere

Vor allem bei feuchtwarmer Witterung. Früchte an befallenen Stellen glasig und sehr schnell von mausgrauem Pilzgeflecht überzogen. Überwinterung an Pflanzenresten und im Boden.

Vorbeugung

- Widerstandsfähige Sorten pflanzen. - Weitgestellte →Fruchtfolge beachten: Im dritten Jahr Beet und Pflanzen wechseln. - Weiten Pflanzenabstand wählen, damit das Laub schnell abtrocknen kann. - Spätestens während der Blüte mit Stroh →mulchen, um schnelle Abtrocknung zu gewährleisten. - Zu starke →Stickstoffdüngung insbesondere im Frühjahr vermeiden. Ausgewogene Pflanzenernährung mit Azet Beeren- & ObstDünger (→Dünger) nach der Ernte bzw. bei der Pflanzung. - Nach dem Winter abgestorbene Pflanzenteile entfernen und vernichten. - Ab Blühbeginn mit Neudo-Vital Obst-Spritzmittel mehrmals spritzen. Denn vitale Pflanzen sind weniger anfällig für Pilzkrankheiten.

Gründüngung

Gründüngung

Gezielter Anbau bestimmter Pflanzen zur →Bodenverbesserung. Pflanzen werden ausgesät und bleiben oft bis zum Frost oder auch über den Winter stehen. Danach werden sie in der Regel in den Boden eingearbeitet.

Die Gründüngung hat für den Boden viele Vorteile:

- Anreicherung des Bodens mit organischer Substanz (→Humus),

- Aufbrechen von Verdichtungen in tieferen Bodenschichten, z.B. bei einem Neubau,

- Verhinderung von →Bodenmüdigkeit (als Vor- und Nachkultur),

- Schutz des Bodens vor Austrocknung, starken Temperaturschwankungen und Verunkrautung,

- Verhindert das Abtragen der obersten Bodenschicht durch Wind und Wasser,

- Verhindert die Auswaschung von →Düngern (vor allem →Stickstoff),

- Reichert den Boden mit →Stickstoff aus der Luft an, wenn Schmetterlingsblütler wie Lupine, Wicke, Erbse angebaut werden. Denn diese leben in Gemeinschaft mit →Knöllchenbakterien. Neben verschiedenen Mischungen, die im Fachhandel angeboten werden, können auch einzelne Pflanzenarten ausgesät werden.

Gründüngung - Geeignete Pflanzen und ihre Eigenschaften
PflanzeAussaatwinterhartBemerkungen
AckerbohneII bis VIIneinStickstoffsammler, Tiefwurzler
FuttererbsenIV bis VIIIneinStickstoffsammler
GelbsenfIV bis IXneinschnellwüchsig, liebt schweren Boden
InkarnatkleeV bis VIjaStickstoffsammler, für leichte Böden
LupineIV bis VIIIneinStickstoffsammler, Tiefwurzler
LuzerneIV bis VIIIjaStickstoffsammler, Tiefwurzler, für verdichtete Böden
ÖlrettichVIII bis IXneinTiefwurzler mit kräftiger Pfahlwurzel für verdichtete Böden
PerserkleeIV bis VIIIjaStickstoffsammler
Phacelia (Bienenfreund)IV bis IXneinleicht wachsend
SommerwickeVI bis VIIneinStickstoffsammler
TagetesV bis VIIIneinwirkt gegen schädigende →Nematoden
WinterroggenII bis XIjagute Konkurrenz gegen Quecke

Gummifluss

Gummifluss

Austritt von Pflanzensaft am Stamm holziger Pflanzen, der nach dem Abtrocknen gummiartig klumpt. Folge von Wasserüberschuss im Rindengewebe. Vor allem an Steinobst wie Kirschen, Aprikosen und Pfirsichen.

Folge verschiedener Wachstumsstörungen, →Bakterienerkrankungen, zu starker →Stickstoffdüngung, zu starker Rückschnitt zum ungünstigen Zeitpunkt, Frostschaden, →Staunässe oder auch Mangel an →Kalk.