Rasen vertikutieren: Was du wissen musst

Rasenpflege

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Bei Rasen voller Moos und Filz, aber auch generell zum Start in die Rasensaison, heißt die übliche Empfehlung: Rasen vertikutieren. Aber ist diese Maßnahme wirklich hilfreich bzw. überhaupt notwendig?

Vertikutierer auf dem Rasen

Was ist Vertikutieren überhaupt?

Vertikutieren – was für ein Wort! Es setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern für senkrecht („vertical“) und Schnitt („cut“). Damit gemeint ist, dass dabei die Grasnarbe mit rotierenden, scharfen Messern angeritzt wird, was die Rasenwurzeln stärken kann. Vertikutiert wird mit einem speziellen Gerät, dem Vertikutierer. Diesen kannst du zum Beispiel bei einem Baumarkt mieten. Es gibt sowohl Handgeräte um kleine Flächen zu vertikutieren, als auch Elektro Vertikutierer mit Akku oder Motor für größere Flächen. 

Was bringt Vertikutieren?

Wer zum Vertikutierer greift erwartet, dass zum einen Moos und zum anderen der aus abgestorbenen Pflanzenresten entstandene Filz entfernt wird. Außerdem sollen als Folge vom Vertikutieren die Gräserwurzeln wieder „mehr Luft“ bekommen und besser wachsen. Aber stimmt das denn auch? Hier ist unser Faktencheck:

1. Vertikutieren entfernt Unkraut und Moos

Stimmt! Wenn du jedoch einfach nur mit dem Vertikutierer über den Rasen in deinem Garten fährst, sind damit zwar die Symptome, nicht aber die Ursachen behoben. Es bleibt die Frage, warum du überhaupt so viel Moos und Unkraut in deinem Rasen hast. Denn Unkräuter tauchen im Rasen meist nur dann auf, wenn die Pflege des grünen Teppichs vernachlässigt wurde oder ein Nährstoffmangel vorliegt. Wie du längerfristig Unkraut bekämpfen und deinen Rasen und die Wurzeln stärken kannst, kannst du hier nachlesen:

Moos und Unkraut nachhaltig entfernen
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2. Vertikutieren entfernt Rasenfilz

Stimmt auch, doch auch hier gilt es zu überlegen, warum der Rasen überhaupt verfilzt ist. In einem biologisch aktiven Boden, in dem viele Mikroorganismen alle abgestorbenen Pflanzenreste ganz schnell zu Humus verarbeiten, entsteht nämlich erst gar kein Rasenfilz. Stattdessen sorgt der ständig nachgeschobene Humus für lockeren Boden im Garten.

Das Beste: Fleißige Mikroorganismen bekommst du mit dem richtigen, organischen Dünger wie Azet RasenDünger gleich mit dazu! So fügt sich, wie in der Natur, eines zum anderen: Das Ausgangsmaterial für den Humus bleibt an Ort und Stelle und hilft, den Boden zu verbessern.

Du kannst also vertikutieren, um den Rasenfilz loszuwerden, wir empfehlen aber gleichzeitig, die Ursache zu bekämpfen und deinen Rasen zu pflegen.

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3. Vertikutieren belüftet den Rasen

Das stimmt so nicht wirklich, zumindest wird es damit nach dem Vertikutieren nicht entscheidend oder gar auf Dauer besser. Hier ist Vertikutieren also wieder nur eine kurzfristige Lösung. Denn schließlich wird die Grasnarbe beim Vertikutieren nur ganz oberflächlich, nämlich nur 2-3 Millimeter tief, angeritzt.

Ist der Boden luftarm und verdichtet, hilft nur die richtige Rasenpflege und Bodenpflege, wie einmal im Jahr Neudorff Terra Preta BodenVerbessererausbringen. Am besten im Frühjahr - den Rasen zu vertikutieren wirkt hier keine Wunder.

Rasen vertikutieren

Rasen vertikutieren - so geht's


Wenn du dich also regelmäßig gut um deinen Rasen, sprich seine Nährstoffversorgung und die Bodenpflege, kümmerst, wird Vertikutieren quasi unnötig. Es ist keine Standard Maßnahme zur Rasenpflege! Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann die Methode jedoch durchaus einmal sinnvoll für die Gräser sein. Ein paar Punkte solltest du dabei unbedingt beachten, damit dein Rasen keinen Schaden nimmt:

1. Wann vertikutieren?

Der richtige Zeitpunkt zum vertikutieren ist der Frühling, frühestens Ende April. Du solltest immer erst nach der Frühjahrsdüngung vertikutieren, am besten wenn diese mindestens zwei Wochen zurückliegt. Grund dafür ist, dass der Rasen dann schon gut am Wachsen ist und die Rasengräser genug Kraft haben - sie sind also in einem guten Zustand. Oft wird es genau anders herum empfohlen – erst vertikutieren, dann düngen. Aber nach dem Winter ist der Rasen im Frühling noch geschwächt und verträgt das Vertikutieren schlecht. Eine andere Möglichkeit ist es, im Herbst zu Vertikutieren, ebenfalls nach der Düngung.

2. Wie vertikutieren?

Der Boden sollte nur leicht angeritzt und das Vertikutieren nicht als Bodenbearbeitungsmaßnahme oder zum Entfernen von Moos missverstanden werden! Vor dem Rasen vertikutieren solltest du einmal mähen und Laub vom Gras entfernen. Wenn du den Vertikutierer einstellst, achte darauf dass er nur 2-3 Millimeter tief den Rasen anritzt. Führe das Gerät beim Vertikutieren in Quer oder Längsbahnen über deinen Rasen, damit du die ganze Fläche bearbeitest.

3. Wie oft vertikutieren?

Es ist völlig ausreichend, einmal im Jahr im Frühling nach der Düngung zu vertikutieren. Wenn es denn überhaupt nötig ist. Besser ist es, den Boden und den Rasen das ganze Jahr zu pflegen und den Graswurzeln die nötige Kraft zu geben:

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Rasenpflege nach dem Vertikutieren

Nach dem Vertikutieren sieht das, was vom Rasen übrig ist, meist wenig ansehnlich und ziemlich schütter in deinem Garten aus. Das vorläufige Ergebnis ist keine schöne, grüne Rasenfläche. Entferne zunächst den gelockerten Rasenfilz mit einer Hake vom Rasen. Dann kannst du dich um die Versorgung mit Nährstoffen kümmern: Ohne Nachhilfe durch Düngen und Rasenpflege würde sich die Grasnarbe nur langsam und zögerlich wieder begrünen. Meist ist sogar das Wachstum der Unkräuter schneller als der Rasen und besiedeln die Fläche als Erste. Schneller geht es mit dem TerraVital RasenSanierer, einem anwendungsfertigen Vertikutier-Mix, der neben RSM-gelisteten, schnell keimenden Gräsern auch das bodenverbesserndeNeudorff Terra Preta enthält.

Also: Du kannst deinen Rasen als Pflegemaßnahme Vertikutieren, wenn du das Gefühl hast, dass die Rasenfläche einen Boost braucht. Wenn du deinen Rasen zwei Mal pro Jahr, im Frühjahr und im Herbst, mit Rasendünger versorgst, kannst du dir das Vertikutieren in der Regel sparen und du hast trotzdem einen Rasen, der kräftig und grün ist!

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FAQs zum Vertikutieren

Häufig gefragt, schnell erklärt!

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