Kompost richtig anlegen und verwenden

Kompost macht jeden Boden besser. Selbst schlechte Böden werden nachhaltig fruchtbar, wenn ihr sie mit Kompost versorgt. In einem Komposthaufen produziert ihr wertvollen Humus. Den Stoff, der eure Pflanzen kräftig und gesund wachsen lässt. Nährhumus ersetzt Dünger, weil er eine Menge Nährstoffe mitbringt. Dauerhumus macht den Boden locker, sodass ihr ihn leichter bearbeiten könnt und seltener gießen müsst. Kompost kann viel Wasser speichern und dient, als Mulch eingesetzt, als Verdunstungsschutz. Und ganz nebenbei haltet ihr mit der Kompostierung von organischem Abfall den natürlichen Nährstoffkreislauf im Garten in Schwung.

Wie kompostiere ich – einen Kompost anlegen

Beim Kompostieren machen sich Asseln, Würmer und andere Bodenorganismen über die Gartenabfälle her. Sie setzen sie wieder und wieder um, bis nichts als Humus und Nährstoffe übrig bleiben. Je besser die Umstände für das Bodenleben sind und je mehr Bodenlebewesen mithelfen, desto zügiger läuft der Prozess, desto schneller ist der Kompost fertig.

Ob das richtige Kompostieren beim naturgemäßgen Gärtnern wichtig ist? Ja! So wichtig, dass Paula und Sabine in der allerersten Folge unseres Podcasts „Einfach natürlich gärtnern“ darüber sprechen.

Kompost

Podcast: Folge 1

In unserer ersten Podcast Folge "Einfach natürlich Gärtnern" geht es darum, organische Abfälle einfach zu kompostieren. Was darf auf den Kompost, wie geht es schnell und einfach, was mache ich mit dem fertigen Kompost.

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So lange dauert Kompost

Wirft man Pflanzenreste auf einen Haufen und lässt sie liegen, dauert es Jahre, bis die schöne, krümelige Komposterde fertig ist, die wir für unsere Gärten haben wollen.

Etwas schneller geht es mit der Drei-Kammer-Methode. Dabei setzt man den Kompost mit dem Rohmaterial an, schichtet nach zwei Monaten in eine zweite Kammer um und nach drei Monaten in eine dritte. Nach weiteren drei Monaten ist der erste Kompost fertig. Acht Monate – das ist schneller als Jahre, aber trotzdem noch eine ganze Gartensaison lang. Und dann noch die viele Arbeit mit dem Umsetzen!

In einem Thermo-Komposter kann der Kompost schon in drei Monaten bereit fürs Beet sein. Richtig gelesen: drei Monate! Und das Umsetzen könnt ihr euch ebenfalls sparen.

Wie ihr in nur drei Monaten richtig guten Kompost macht

Für den Schnell-Kompost braucht ihr:

Außerdem benötigt der Kompostiervorgang Wärme. Startet deshalb am besten im Frühjahr. Es funktioniert jedoch bis in den September hinein. Später soll es nicht sein. Weil sich bei Frost die Bodenorganismen in tiefere Bodenschichten zurückziehen und dann kaum noch Zersetzung passiert.

Den Komposter richtig aufbauen

Schritt 1: Einen guten Platz finden

Platziert den Thermokomposter Neudorff DuoTherm an einer schattigen Stelle im Garten, die ihr selbst bei schlechtem Wetter gut erreicht. Stellt den Komposter waagrecht direkt auf die Erde (nicht auf Steinplatten). So wandern Asseln, Würmer und all die anderen nützlichen Bodenlebewesen hinein und überschüssige Flüssigkeit versickert (bei lehmigem Boden eine Drainageschicht aus Sand in Betracht ziehen). Bei Gefahr von Nagern das Silo auf ein Mäusegitter stellen. Lasst daneben Platz zum Lagern von Material und zum Arbeiten.

Schritt 2: Das Material zerkleinern

Schneidet das Kompostmaterial mit dem Schredder oder der Gartenschere klein. Je kleinteiliger es ist, umso schneller verrottet es.

Schritt 3: Die Abfälle mischen

Mischt trockene, nährstoffarme Materialien wie Laub und gehäckselten Baumschnitt mit strukturschwachen, nährstoffreichen Materialien wie Rasenschnitt und Küchenabfällen. Mindestens 80 bis 100 Liter organische Abfälle sollten es beim ersten Befüllen sein. Wenn die Mixtur so feucht ist wie ein ausgedrückter Schwamm, habt ihr alles richtig gemacht.

Schritt 4: Den Kompost impfen

Schaufelt eure Mischung in den Thermokomposter und streut über jede Schicht Neudorff Radivit Kompost-Beschleuniger. Ein paar Handvoll reifen Komposts fördern den Beginn der Zersetzung des frischen Materials ebenfalls.

Schritt 5: Den Kompost durchmischen

Nach zwei bis drei Wochen mischt ihr mit der Grabegabel den Inhalt des Thermokomposters gut durch. Das bringt Luft hinein und beschleunigt die Rotte. Entdeckt ihr trockene Nester, müsst ihr den Kompost gießen. Nach ein paar Wochen das Ganze wiederholen.

Mischen ist wichtig, weil die Mikroben für ihre Arbeit Sauerstoff brauchen. Fehlt Sauerstoff, verrottet das organische Material unvollständig. Der Kompost würde gären und faulen und stinken. Dabei wollen wir viel lieber geruchlos kompostieren. Achtet also darauf, dass im Komposter nichts in dicken Schichten aneinander klebt.

Schritt 6: Den Kompost entnehmen

Nach acht bis zwölf Wochen könnt ihr den ersten Mulchkompost durch die Bodenklappe herausnehmen. Oder baut ein Seitenteil ab und entnehmt den Kompost dort.

Der grobe Mulchkompost ist nährstoffreich und schützt den Boden vor Austrocknung und Starkregen. Verteilt ihn auf euren Gemüsebeeten, zwischen den Stauden und um die Obstbäume und –sträucher. Grabt den Mulchkompost nicht ein. Die Regenwürmer holen ihn sich schon nach unten!

Dazu ist Radivit Kompost-Beschleuniger gut

Neudorff Radivit Kompost-Beschleuniger ist eine natürliche Kompostierungshilfe mit lebenden Mikroorganismen. Er setzt die Rotte schnell in Gang. Das merkt ihr an den hohen Temperaturen, die im Kompostmaterial entstehen. Radivit Kompost-Beschleuniger bringt vom ersten Moment an Milliarden von hilfreichen Kompostbakterien und Pilzkulturen in euren Kompost. Die wertvollen Helfer sorgen dafür, dass sich das Material viel schneller zersetzt. Zusätzlich in Radivit Kompost-Beschleuniger enthaltene Nährstoffe füttern das Bodenleben. Sie ermöglichen das rasche Verrotten von nährstoffarmem Material wie Herbstlaub, Baum- und Heckenschnitt.

Was darf (nicht) auf den Kompost?

Guter Stoff: Das darf in den Kompost rein

Kompost bedeutet „Zusammengesetztes". Je vielfältiger die Zutaten, desto besser gelingt er. Zum Kompostieren eignen sich fast alle organischen Abfälle aus Haus und Garten. Zum Beispiel:

  • rohe Gemüseabfälle und Obstreste
  • angetrockneter Rasenschnitt in Maßen
  • Laub
  • andere pflanzliche Gartenabfälle
  • holziges Schreddermaterial
  • zerkrümelte Eierschalen
  • Kaffeesatz/Teebeutel
  • alte Blumenerde aus Töpfen und Balkonkästen

Noch mehr Tipps für guten Kompost

  1. Wer in kurzer Zeit guten Kompost produzieren will, mischt den Haufen ab und zu durch und checkt dabei seinen Zustand. Gibt’s Probleme? Hier findet ihr die Lösung
  2. Zerkleinert alles, was ihr reinschmeißt. Je holziger das Material, desto kleiner die Stücke.
  3. Manche Abfälle wie Pfirsichkerne oder ähnliches brauchen lange, um sich zu zersetzen. Werft diese groben Bestandteile zurück in den Komposter, wenn sie euch auf den Beeten stören.
  4. Setzt bitte niemals große Mengen eines einzigen Rohstoffs zu. Das kann zu Problemen führen.
  5. Zeitungspapier hilft beim Feuchtigkeitsmanagement: Küchenabfälle sind feucht. Das finden Kompostwürmer nicht schlimm. Trotzdem empfehlen wir euch, auf die Feuchtigkeit im Kompost zu achten. Mehrere Lagen Zeitungspapier im Sammelbehälter für die Küchenabfälle nehmen die überschüssige Feuchtigkeit auf. Auf dem Kompost gewährleisten sie später ein lockeres Gefüge. Müffelt der Komposteimer in der Küche trotzdem mal, beseitigt Neudorff Permanent BiotonnenGeruchsFrei unangenehme Gerüche.
  6. Den Komposter leeren: Sollte der Komposter schneller voll sein, als ihr den Wurmhumus verbrauchen könnt: Stellt die Einzelsegmente neben dem ersten Haufen neu auf! Schaufelt die noch unverdaute, obere Schicht vom alten Haufen in den Komposter an den neuen Platz. Es werden genug Würmer umgesiedelt, dass die Wurmkompost-Produktion unverzüglich weitergeht.
  7. Herbstlaub und Rasenschnitt im Komposter: Für das Kompostieren von Herbstlaub und Rasenschnitt eignet sich eine Mischung dieser feuchten und trockenen Materialien. Zerkleinert das Laub auf dem Rasen beim letzten Schnitt mit dem Rasenmäher und fangt es im Fangkorb auf. Füllt das gemischte Material in den Thermokomposter, impft es mit Radivit Kompost-Beschleuniger und mischt nach drei Wochen noch mal durch. Je wärmer der Herbst, desto schneller zersetzen sich Blätter und Gras.
  8. Flächenkompostierung mit Laub und Rasenschnitt: Frischer Rasenschnitt und Laub funktionieren gut als Flächenmulch zwischen Gemüsepflanzen oder im Staudenbeet. Der Rasenschnitt kann pur in einer dünnen Schicht auf der Erde verteilt werden (so, dass ihr den Boden noch sehen könnt), das Laub in einer 10 bis 15 Zentimeter dicken Schicht. Streut Radivit Kompost-Beschleuniger über das Laub und arbeitet es leicht in die obere Bodenkrume ein. So können Laub und Rasenschnitt optimal über den Winter zersetzt werden und der Humus ist im Frühjahr gleich da, wo man ihn braucht.

Schlechter Stoff: Das hat im Kompost nichts verloren

Nicht geeignet zum Kompostieren sind Materialien, die sich nicht zersetzen oder die den Boden mit unerwünschten Stoffen anreichern. Zum Beispiel:

  • Glas und Metall
  • Steine
  • Plastik
  • Biomüllbeutel
  • Steinkohlenasche
  • Knochen/Fleisch/gekochte Essensreste
  • kranke Pflanzen
  • samentragende Unkräuter
  • hartnäckige Wurzelunkräuter, wie Giersch, Disteln oder Ackerwinde
  • farbig bedrucktes Papier
  • Schalen von behandelten Zitrusfrüchten und Bananen
  • abgestochene Grassoden mit viel Erde (weil die Erde nicht kompostiert)

Kompostwürmer - fleißige Helfer im Verborgenen

Kompostwürmer fressen am liebsten weiches, organisches Material wie pflanzliche Küchenabfälle. Sie konsumieren Unmengen davon und produzieren im Gegenzug wertvollen Wurmhumus, mit dem ihr euren Gartenboden verbessern könnt. Kompostwürmer leben jahrelang und vermehren sich schnell. Keine Sorge, wenn ihr im Winter keine seht: Bei Frost verziehen sie sich in den Boden. Wenn es warm wird, tauchen sie wieder auf.

Kompostwürmer bestellen

Im Bestell-Set „Kompostwürmer“ kommen innerhalb weniger Tage per Paketdienst rund 500 lebende Kompostwürmer mit Gebrauchsanweisung zu euch nach Hause. Eine Portion reicht für den Erstbesatz des Thermokomposters Neudorff DuoTherm beziehungsweise für ein Kompostervolumen von rund 500 Litern. Ihr habt eine Wurmkiste auf dem Balkon? Auch da fühlen sich Neudorffs Kompostwürmer wohl. Details zum Gebrauch findet ihr hier.

Kompostwürmer und Kompostbeschleuniger vertragen sich nicht

Wer Kompostwürmer einsetzt, darf keinen Kompostbeschleuniger wie Radivit Kompost-Beschleuniger verwenden. Durch Kompostbeschleuniger entstehen hohe Temperaturen, die die Kompostwürmer schädigen oder zumindest vertreiben könnten.

Kompostwürmer bleiben oben – kein Umsetzen nötig

Es ist nicht nötig, den Kompost zu durchmischen. Die Kompostwürmer halten sich stets in der oberen, frischen Schicht auf. Genau dort, wo wir sie brauchen. Den fertigen Wurmkompost könnt ihr durch die Entnahmeklappe unten am Thermokomposter laufend ernten. Ganz ohne umschaufeln.

Häufige Fragen und Probleme zum Kompostieren

Der Kompost ist zu nass und stinkt. Was tun?

Die Ursache für den schlechten Geruch ist meistens zu viel Feuchtigkeit. Kommen zum Beispiel viele Küchenabfälle oder Rasenschnitt zusammen, klebt das Material wahrscheinlich so dicht aneinander, dass keine Luft dazwischenkommt. Ohne Sauerstoff zersetzt sich das organische Material nicht vollständig. Der Kompost beginnt zu gären und zu faulen.

Natürlich fallen ständig weitere Garten- und Küchenabfälle an. Deswegen ist es eher die Ausnahme, dass der Thermokomposter ein Mal optimal befüllt in Ruhe arbeiten kann. Im Prinzip spricht nichts dagegen, immer wieder neues Material nachzufüllen. Achtet darauf, was es ist. Schlechte Gerüche entstehen, wenn die Kompostierung nicht richtig abläuft.

Wenn das Material gut gemischt ist, nicht zu feucht ist und genug Luftiges enthält, riecht Kompost nicht unangenehm, sondern erdig. Denkt dran: Ein Kompost soll so feucht sein, wie ein ausgedrückter Schwamm. Das merkt ihr am besten, wenn ihr euren Haufen alle zwei, drei Wochen durchmischt.

So löst ihr das Problem, wenn der Kompost stinkt:

Mischt trockene Sachen dazwischen! Grobes Schreddermaterial ist gut, Stroh, Rindenmulch, unbedruckte Pappe oder Zeitungspapier (nicht zu viel) auch. Bentonit SandbodenVerbesserer bindet ebenfalls überschüssige Feuchtigkeit. In schweren Fällen hilft es nur, den Kompost umzusetzen, ordentlich durchzumischen und gröberes Rohmaterial dazuzugeben. Auf diese Weise gelangt ausreichend Sauerstoff hinein. Rasenschnitt lasst ihr nach dieser Großaktion besser antrocknen, bevor er ihn auf den Kompost werft.

Hilfe! Der Kompost ist zu trocken

Wenn der Kompost zu trocken ist, arbeiten die zersetzenden Mikroorganismen nicht gut. Zu trockener Kompost kommt vor allem in offenen Komposthaufen vor. Und vor allem dann, wenn sie an sonnigen Standorten liegen. Ameisen im Kompost sind ein untrügliches Zeichen für Wassermangel.

So bringt ihr die Kompostierung wieder in Schwung:

Gießt euren Kompost mit Wasser oder noch besser mit einer 0,5 %igen BioTrissol BlumenDünger-Lösung. Die richtige Menge erkennt ihr daran, dass der Kompost danach so feucht ist wie ein ausgedrückter Schwamm. Wird der Kompost immer wieder zu trocken, mischt regelmäßig mehr nasses, nährstoffreiches Material hinein. Obst- und Gemüseschnittreste eignen sich gut, ebenso Kaffeefilter und Rasenschnitt.

Falls der Komposter sehr sonnig steht, sucht für ihn nach dem nächsten Leeren einen schattigeren Platz. Bei Thermokompostern passiert es durch die bessere Isolierung übrigens seltener, dass sie austrocknen.

Der Kompost kompostiert nicht gleichmäßig. Was ist los?

Findet ihr im Kompost Nester, die sich schlecht zersetzen, sind diese Stellen vielleicht zu wenig durchlüftet. Zum Beispiel, weil die Kompostmaterialien aneinanderkleben. Gut möglich, dass der Kompost stinkt!

Man kann es nicht oft genug sagen: Ein Kompost soll so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Rührt den Kompost kräftig durch oder setzt ihn gleich komplett um. Achtet darauf, dass die Mixtur aus trockenen und feuchten Materialien passt.

Was, wenn sich das Kompostmaterial trotz idealer Bedingungen schlecht zersetzt?

Auch das passiert manchmal: Obwohl der Kompost gut belüftet und optimal befeuchtet ist, zersetzt sich das Kompostmaterial schlecht. Meistens liegt es daran, dass das Verhältnis von Stickstoff zu Kohlenstoff (C/N-Verhältnis) in den Ausgangsstoffen ungünstig ist. Die Bodenorganismen arbeiten deswegen nicht richtig.

Viel holziges Material oder Blätter im Haufen? Dann fehlt vermutlich Stickstoff. Mischt Material darunter, das eine ordentliche Portion davon mitbringt. Rasenschnitt oder Ernterückstände von Gemüse zum Beispiel. Radivit Kompost-Beschleuniger löst das Problem ebenfalls.

Einige Pflanzenarten lagern Gerbstoffe in die Blätter ein. Deshalb zersetzen sich Blätter von zum Beispiel Walnussbäumen sehr langsam. Geht sparsam damit beim Kompostieren um!

Kompostieren im Winter

Bei Frost stellen die Bodenorganismen ihre Arbeit vollkommen. Zum Glück gibt es Maßnahmen, die die Aktivität im Kompost verlängern.

Setzt einen doppelwandigen, isolierten Thermokomposter, wie den von Neudorff ein, damit in der kalten Jahreszeit die Kompostierung möglichst lange läuft. Bei Frost kommt der Prozess jedoch auch hier zur Ruhe. Im Frühjahr hilft eine Portion Radivit Kompost-Beschleuniger den Bodenorganismen auf die Sprünge.

Kompost richtig verwenden

Mulchkompost und Reifekompost – das ist der Unterschied

Mulchkompost oder auch Schnellkompost entsteht innerhalb weniger Wochen im Thermokomposter und macht euren Boden schnell fruchtbar. Er ist grob und voller Nährstoffe.

Eigenschaften von Mulchkompost

  • grobe Struktur
  • erdiger Geruch
  • nährstoffreich (spart Dünger)
  • reichert den Boden mit Humus an
  • ideal zum Mulchen
  • lässt sich zeit- und platzsparend produzieren
  • fördert das Bodenleben

Mulchkompost eignet sich nicht zum Vorbereiten von Aussaatbeeten, weil er zu nährstoffreich ist für die zarten Keimlinge. Aushub von Pflanzlöchern mischt ihr besser auch nicht damit. Denn tief in der Erde gibt es wenig Sauerstoff und die groben Stücke könnten faulen. Oberflächlich einarbeiten ist ok.

Deckt ihr den Boden mit Mulchkompost ab, trocknet die Erde nicht so schnell aus. Die Bodentemperatur bleibt gleichmäßiger als ohne, was gut für das Wachstum eurer Pflanzen ist. Weil er das Bodenleben fördert, lässt sich mit Mulchkompost versorgter Boden von Jahr zu Jahr leichter bearbeiten. Und Dünger spart ihr auch.

Reifekompost bringt jede Menge Humus in den Boden

Reifekompost entsteht, wenn Mulchkompost weiter kompostiert. Nach einem Jahr ist er einsatzbereit. Sein größter Nutzen: Er reichert den Boden mit Humus an, der Essenz der organischen Materie. Reifekompost lockert den Boden auf. Und weil Humus eine große Oberfläche besitzt, speichert ein humusreicher Boden Wasser und Nährstoffe besser als ein humusarmer.

Eigenschaften von Reifekompost

  • sieht aus wie Erde
  • nährstoffarm, geringere Düngewirkung
  • reichert den Boden mit Humus an
  • geeignet als Erdenzusatz
  • braucht bei der Produktion viel Zeit und Platz
  • fördert das Bodenleben im geringen Umfang

Reifer Kompost eignet sich gut, um die Aussaatbeete im Gemüsegarten zu bereiten. Auch den Aushub von Pflanzlöchern verbessert ihr damit. Beim Sieben holt ihr die letzten groben Bestandteile aus dem Kompost raus.

Der Kressetest zeigt, ob Kompost reif ist

Ob euer Reifekompost gut genug ist für die Aussaat, findet ihr mit dem Kressetest heraus. Dafür sät ihr in einen Blumentopf Kressesamen auf eurem Kompost aus, in einem zweiten Blumentopf auf normaler Blumenerde. Nach einigen Tagen vergleicht ihr das Ergebnis: Wachsen beide Varianten kräftig, ist der Kompost „reif“. Kümmern die Sämlinge im Komposttopf, ist der Kompost noch zu scharf, also zu nährstoffreich.

Wann Kompost als Gartendünger einsetzen?

Im Prinzip geht es das ganze Jahr. Sinnvoll ist es, im Frühling das erste Mal großflächig Kompost auszubringen. Prächtige Zierpflanzen und starkzehrendes Gemüse vertragen viel, Schwachzehrer und Pflanzen, die karge Böden mögen, wenig oder gar keinen. Erdbeeren vertragen zwar keinen Gartenkompost, aber reifer Laubkompost füllt den Humusspeicher im Erdbeerbeet trotzdem auf. Kalkempfindliche Pflanzen wie Rhododendron oder Hortensien mögen Kompost gar nicht.

Wie viel Kompost brauchen die Pflanzen?

Das kommt auf den Zustand des Bodens an und darauf, aus welchen Rohstoffen der Kompost entstand. Als Faustregeln gelten folgende Werte:

Ziergarten, bestehende Pflanzungen:

  • Prachtstauden: zwei Liter pro Quadratmeter, verteilt auf mehrere Gaben
  • Ziergehölze: ein Liter pro Quadratmeter

Ziergarten, Neuanlage:

Erdaushub mit einem Drittel Mulchkompost mischen

Nutzgarten:

  • Starkzehrer: bis zu fünf Liter pro Quadratmeter
  • Mittelzehrer: bis zu vier Liter pro Quadratmeter
  • Schwachzehrer: maximal ein Liter
  • Erdbeeren: nicht mit Gartenkompost, sondern ausschließlich mit Laubkompost versorgen
  • Obstbäume und Beerensträuchern: im Herbst mit Mulchkompost mulchen
  • für alle Beete gilt: zur Humusanreicherung Mulchkompost im Frühjahr ausbringen

Topfgarten, Ein- und Umtopfen:

  • Reifekompost, Sand und Gartenerde zu je einem Drittel mischen

Gewächshaus

  • jährlich mindestens einmal Kompost ausbringen; Gewächshauserde wird intensiv beansprucht!

Kompost, der ins Gewächshaus soll, muss besonders sorgfältig produziert sein. Kein Unkraut, keine kranken Pflanzenteile, nicht zu feucht.

Kurz erklärt: Das passiert beim Kompostieren

In der Natur zersetzen Lebewesen abgestorbene organische Stoffe wie Laub, Zweige oder andere Pflanzenreste. Beteiligt sind etwa Regenwürmer, Tausendfüßler, Asseln und Mikroorganismen, die ihr mit dem bloßen Auge nicht seht. Sie machen die in den organischen Abfällen enthaltenen Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar. Das Gleiche passiert auch bei der Kompostierung in eurem Garten.

Darum wird der Kompost warm

Zunächst zersetzen wärmeliebende Bakterien das Material. Die Temperatur im Kompost steigt. Insbesondere, wenn ihr eine große Menge Kompostmaterial gleichzeitig startet. Durch die Hitze werden in dieser Phase der Wärmerotte viele Unkrautsamen und Krankheitserreger abgetötet. Die beim Verrotten entstehende Wärme fördert das Gedeihen der zersetzenden Organismen, sodass der Umsetzungsprozess schneller geht.

So entsteht der Waldgeruch

Nach der Wärmerotte setzt die kühlere Humusrotte ein. Kleintiere vermischen die organische Substanz. Huminstoffe entstehen, Mikroorganismen setzen Nährstoffe frei. Pilze bauen Lignin, eine Holzsubstanz, und Zellulose ab. Bakterien wie Actinomyceten helfen ebenfalls bei der Humusrotte mit. Sie sorgen dafür, dass Komposterde am Ende nach Waldboden duftet.

Vorteile des Thermokomposters

Organische Abfälle setzen sich im Thermokomposter DuoTherm in nur zehn bis zwölf Wochen um. Am besten impft ihr sie mit Radivit Kompost-Beschleuniger und rührt sie alle paar Wochen mit der Grabegabel um. Der fertige Mulchkompost ist nährstoffreich, besitzt eine grobe Struktur und einen erdigen Geruch. Ihr könnt ihn sofort auf Beeten und Baumscheiben verteilen. Er fördert das Bodenleben, verfeinert die Bodenstruktur und bringt Nährstoffe an die Wurzeln.

Schneller kompostieren mit dem Thermokomposter Neudorff DuoTherm 530 L

Der Thermokomposter Neudorff DuoTherm 530 L ist ein leicht aufzubauendes, geschlossenes Kompostsilo aus stabilem, wetterfestem, UV-beständigem Recycling-Kunststoff mit großen Entnahmeklappen und Belüftungsschlitzen. Anders als ein Komposter aus Holz verrottet er nicht mit den Jahren.

Der Komposter ist komplett doppelwandig isoliert, sogar die beiden Deckelklappen. Er hält die bei der Zersetzung entstehende Wärme viel länger als ein offenes Kompostsilo oder ein Holzkomposter. Deswegen zersetzen sich in einem Thermokomposter wie dem Thermokomposter Neudorff DuoTherm 530 L die Gartenabfälle wesentlich schneller als in einer offenen Miete. Die Wärmerotte erreicht Temperaturen bis 70 Grad Celsius!

Der Platzbedarf für die Kompostierung ist deutlich geringer als bei einem offenen Haufen, weil sich das Material schneller zersetzt.

Katzen und andere Tiere gelangen, anders als bei einem offenen Komposter, nicht an die Abfälle. Der Kompostplatz sieht stets ordentlich aus. Und das Ansetzen, Umschichten und Entnahme des Kompostes sind im Kompostsilo Neudorff DuoTherm 530 L einfach. Dafür gibt es einen großen Deckel, Klappen und abnehmbare Seitenteile.

Eigenschaften des Thermokomposters Neudorff DuoTherm 530 L auf einen Blick:

  • Einfache Montage ohne Werkzeug
  • Hält die Wärme
  • Braucht weniger Platz als eine offene Miete
  • Tiere bleiben draußen
  • Einfache Kompost-Entnahme durch die integrierte Bodenklappe

FAQs

  • Was tun gegen stinkenden Kompost?

    Schlechte Gerüche entstehen nur dann, wenn die Kompostierung nicht richtig abläuft. Wenn das Material gut gemischt ist und genug Luftiges enthält, riecht Kompost nicht unangenehm, sondern erdig. Mischen Sie daher trockenes, holziges Material (Gehölzschnittreste, Sägespäne, Stroh, Rindenmulch) mit nassen, nährstoffreichem Material (Obst- und Gemüseschnittreste, Kaffeefilter und Rasenschnitt)

  • Kann man Küchenabfälle kompostieren?

    Das geht sehr gut mit Neudorffs Kompostwürmern, die Sie über Bestell-Sets im Fachhandel bekommen. Sie wandeln das ganze Material in feinkrümelige Erde um. Beachten Sie aber, dass gekochte Essensreste oder Fleischabfälle Ungeziefer anziehen und nicht auf den Kompost gehören.

  • Kompost zu nass oder zu trocken, was tun?

    Bei zu viel Feuchtigkeit können Sie Eierpappen, trockenes Schreddermaterial oder Rindenmulch untermischen. Zusätzlich hilft Bentonit SandbodenVerbesserer. Ist der Kompost zu trocken, gießen Sie Wasser hinein. Kompost sollte immer so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm.

  • Was passiert im Winter im Thermokomposter?

    Bei anhaltendem Frost findet keine Umsetzung statt. Daher sollten Sie im Winter zu den Küchenabfällen ausreichend trockenes Material wie Laub oder Schreddermaterial einfüllen, das die Feuchtigkeit aufsaugt. Kompostwürmer ziehen sich in den frostfreien Boden zurück. Sie kommen wieder, sobald es wärmer wird.

  • Kann ich Radivit Kompost-Beschleuniger und Kompostwürmer gemeinsam einsetzen?

    Das geht nicht. Durch das Radivit steigen die Temperaturen so hoch an, dass die Kompostwürmer abgetötet oder zumindest vertrieben werden.

  • Muss ich das Material im Thermokomposter auch umschichten?

    Ja, das ist notwendig, damit genügend Sauerstoff an die organische Substanz gelangt. Nur bei ausreichend Feuchtigkeit und Sauerstoff können die Mikroorganismen ihre Arbeit tun.

  • Was mache ich mit Herbstlaub?

    Bringen Sie es in einer etwa 20 cm dicken Schicht auf Beete und Baumscheiben aus und streuen Sie Radivit Kompost-Beschleuniger darüber. Bis zum Frühjahr hat es sich gut zersetzt und verbessert Ihren Gartenboden.

  • Was sind kompostierbare Gartenabfälle?

    Nicht alles eignet sich zum Kompostieren. Samentragende Unkräuter eignen sich ebenso wenig zur Kompostierung wie Pflanzenteile, die mit Krankheiten befallen sind. Gekochte Essensreste und Fleischabfälle ziehen Ungeziefer an und gehören ebenfalls nicht auf den Kompost.

  • Was tue ich gegen Ameisen im Kompost?

    Das Auftreten von Ameisen ist ein Zeichen dafür, dass der Kompost zu trocken ist. Kompost sollte so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Gießen Sie Wasser hinein, und das Problem wird sich erledigen.

Braucht ihr Beratung?

Ihr erreicht uns unter 05155-62 44 888 
oder per E-Mail an beratung@neudorff.de

Mo-Do von 8°° - 16°° und Fr. von 8°° bis 14°° Uhr sind unsere Gartenbau-Ingenieurinnen gern für euch da!


Wir freuen uns auf eure Fragen!