Die beste Zeit zur Bekämpfung von Wühlmäusen ist vom Spätherbst bis in den März hinein, bevor die Fortpflanzungszeit beginnt.

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Wühlmäuse bekämpfen und erkennen
Schädlinge, Krankheiten & Co.
5 Min. Lesezeit
von Neudorffs Gartenexperten
Wühlmäuse sind pflanzenfressende Nager, die Wurzeln, Knollen und Rinde schädigen. Typische Anzeichen sind flache, seitlich versetzte Erdhügel und plötzlich welkende Pflanzen im Garten. Bekämpfen oder vertreiben lassen sich Wühlmäuse durch spezielle Fallen oder Fernhaltemittel. Hier erfährst du alles, was du wissen musst.


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Woran erkenne ich Wühlmäuse?
Wenn Pflanzen im Garten, insbesondere im Frühjahr plötzlich welken, nur kümmerlich austreiben oder gar umfallen, findet man meist in unmittelbarer Nähe die Gänge von Wühlmäusen. Die Wühlmaus, auch als Erdratte oder Schermaus bezeichnet, ist ca. 7 bis 22 cm lang. Ihr Fell ist graubraun, der Schwanz relativ kurz und kaum behaart. Die unbeliebten Gartenbesucher sind sehr geruchsempfindlich und lichtscheu. Die Wühler graben ihre Gänge 5 – 100 cm tief durch den Boden, besonders in leichten bis mittelschweren Böden.
Erdhaufen
Auf Rasenflächen erkennt man den Wühlmausbefall als leichte Aufwerfungen oder durch flache Erdhaufen. In Beeten, Rabatten oder Strauchpflanzungen bleibt der unterirdisch fressende Nager meist so lange unerkannt, bis er Schäden angerichtet hat. Die Pflanze sitzt nur noch locker im Boden. Wenn ihr die Pflanzen nach oben zieht, erkennt ihr an den abgefressenen Wurzeln, dass ihr Wühlmäuse im Garten habt.
Wühlmausgänge
Die unterirdischen Gänge der Wühlmaus laufen in einer Tiefe von 5cm bis zu 100cm parallel zur Erdoberfläche. Die Wege sind eher hochoval und immer mehr als 5cm breit. Vereinzelt befinden sich Vorratskammern, wo die Nager ihre Beute aus dem Garten lagern. Man kann diese Gänge oftmals schon an den leicht angehobenen, welligen Linien an der Erdoberfläche oder auf dem Rasen erkennen. Im Verlauf der Gänge finden sich an der Erdoberfläche häufig kleine, längliche Haufen.
Wühlmausgänge kann man leicht aufspüren, indem man mit einem spitzen Stock an verdächtigen Stellen in den Boden sticht. Sinkt der Stab ruckartig ein, deutet dies auf vorhandene Gänge hin.

Welche Schäden verursachen Wühlmäuse?
Wühlmäuse wirken im Untergrund und graben dort ihre Gänge, um an Wurzeln, Knollen, Rhizome oder Zwiebeln zu gelangen. An diesen fressen sie dann, sodass es dazu kommt, dass die Pflanzen eingehen, vertrocknen oder gar nicht erst austreiben. Befinden die Wühlmäuse sich unterhalb einer Rasenfläche, können sie die Grasnarbe zerstören. Diese Lücken im Rasen werden dann schnell von Unkraut belagert.
Wer Wühlmäuse im Garten oder auf dem Grundstück hat, muss auch um seine Obstbäume fürchten. Diese befallen sie vorzugsweise im Winter. Im Frühjahr sind die Bäume oder Sträucher dann schwach oder treiben aufgrund der geschädigten Wurzeln gar nicht mehr aus. Und, wenn sie gerade im Weg liegen, wühlen Wühlmäuse sich auch unter Wegen oder Terrassen durch.
Was fressen Wühlmäuse?
Wühlmäuse sind reine Vegetarier und fühlen sich in Beeten sehr wohl. Sie fressen sehr gerne an dickfleischigen Knollen und Wurzeln. In den Sommermonaten finden sie in Gemüsegärten reichlich Nahrung und fressen z. B. an Möhren, Rote Beten, Kartoffeln und Topinambur. Auf ihrem Speiseplan stehen aber auch Tulpenzwiebeln oder anderen Frühlingsblühern. Im Winter fressen die Erdratten eher an Wurzeln von Rosen, Ziersträuchern oder Pflanzenteilen von jungen Gehölzen und Stauden mit dickfleischigen oder holzartigem Wurzelstock.
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Wühlmäusen vorbeugen
Bevor du Wühlmäuse bekämpfen musst, ist es sinnvoller, diese erstmal vorzubeugen:
Die sicherste Methode, Gemüsepflanzen oder Blumen zuhause vor Wühlmausfraß zu schützen, sind Drahtkörbe, in die du die Wurzelballen setzt: Nutze engmaschigen Draht aus Metall (Kaninchendraht) mit einer Maschenweite von 13-16mm und lege damit das Pflanzloch so aus, dass der Draht ca. 10 cm über dem Erdreich steht. Fülle etwas Erde vom Aushub ein und pflanze die Pflanze dann wie gewohnt ein. Fülle die Erde nur bis 5 cm unter den Rand auf. Schlage den Draht nach innen ein und fülle die restliche Erde auf, so dass der Draht nicht mehr zu sehen ist.
Kunststoffkörbe, die es für Blumenzwiebeln gibt, sind ungeeignet, da Wühlmäuse diese durchbeißen können. Auch hier empfehlen wir den Maschendraht. Narzissenzwiebeln werden von den Tieren nicht angefressen.
Katzen fangen gelegentlich Wühlmäuse. Auch wildlebende Mauswiesel, die deinen Garten besuchen, fressen die unbeliebten Plagegeister. Mit einem Totholz- oder Steinhaufen in einer geschützten Ecke des Gartens bietest du Mauswieseln einen Unterschlupf. Wühlmäuse haben auch andere natürliche Feinde wie Fuchs und Marder oder Greifvögel wie der Mäusebussard. Maulwürfe fressen den noch kleinen Nachwuchs der Wühlmäuse.
Der Einsatz von aromatischen Pflanzen wie Knoblauch oder Kaiserkronen kann Wühlmäuse vertreiben. Der Erfolg kann bei diesem Hausmittel aber ausbleiben.
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Wühlmäuse bekämpfen
Eine Wühlmaus kann innerhalb eines halben Jahres bis zu 25 Nachkommen zeugen. Greife ein, sobald du einen Befall entdeckt hast. Besonders aktiv ist die Wühlmaus im Frühjahr. Die beste Zeit zur Bekämpfung von Wühlmäusen ist vom Spätherbst bis in den März hinein, bevor die Fortpflanzungszeit beginnt.

Wühlmaus bekämpfen mit einer Falle
Die tunnelartige Schlagfalle Quiritox WühlmausFalle fängt Wühlmäuse mit Hilfe eines Köders, besonders in der Herbst- und Winterzeit, wenn das Nahrungsangebot für die Wühlmäuse knapper wird. Und so wendest du die Quiritox WühlmausFalle an:
Beködere die Falle mit einem Stück Gemüse wie Möhre oder Sellerie.
Stelle sie in einen von dir aufgegrabenen Gang.
Verschließt die Stelle absolut licht- und luftdicht. Das geht gut mit einem umgestülpten schwarzen Eimer, dessen Ränder du mit Erde abdichtest. So muss die Falle zur Fangkontrolle nicht wieder ausgegraben werden.
Eine gefangene Wühlmaus entfernst du aus der Falle einfach über Druck auf den Bügel ohne das Tier berühren zu müssen. Reinige die Falle anschließend nicht, sondern stelle sie einfach bis zum nächsten Einsatz beiseite. Denn Wühlmäuse sind sehr geruchsempfindlich. Deshalb die Falle unbedingt immer nur mit Handschuhen berühren!
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Wühlmäuse vergrämen oder vertreiben
So kannst du Wühlmäuse vergrämen: Zur Bekämpfung werden diese mit Präparaten vertreiben, ohne sie zu schädigen. Zum Vertreiben sind intensiv duftende Stoffe geeignet, denn die Tiere haben extrem empfindliche Nasen. Die Verwendung von Wühlmaus-Gas ist eine Methode, um die Tiere aus ihren Gängen zu vertreiben. Das granulierte Quiritox Wühlmaus-Stopp mit Eucalyptus eignet sich auch für Tunnel unter Terrassen und an Mauern rund um das Haus.
Für den gleichen Anwendungsbereich mit ähnlicher Wirkung eignet sich das Quiritox WühlmausGas mit Lavandinöl:
Die Kartusche in einen freigelegten Gang legen und die Zündschnur entzünden.
Diesen wieder gut verschließen, damit kein Gas entweichen kann.
Am nächsten Tag die Kartusche unbedingt wieder entfernen.
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Wühlmäuse mit Ködern bekämpfen
Die Anwendung ist in Gängen unter Terrassen und an Mauern rund um das Haus geeignet, um Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden. Nutze die Giftköder nur, wenn du mit den oben genannten Methoden nicht erfolgreich bist. Legt Quiritox WühlmausKöder2 ausschließlich in entsprechenden Köderstationen wie unser Quiritox WühlmausKöder Depot aus.
Depot mit Erde einreiben und in einen freigegrabenen Wühlmausgang am Ort deiner Wahl stellen.
Licht- und luftdicht mit Erde verschließen, dass der Deckel des Rohres über der Bodenoberfläche bleibt
Quiritox WühlmausKöder auf die Köderstange stecken und Deckel sicher verschließen.
Lege die Köderbeutel wegen der Sicherheit auf keinen Fall lose aus. Platziere die Köderstationen so, dass sie für Kinder, Haustiere und Vögel unzugänglich sind.
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Unterschied zwischen Wühlmaus und Maulwurf
Von der Wühlmaus verursachte Schäden werden häufig Maulwürfen zugeschrieben. So erkennt ihr den Unterschied: Maulwürfe fressen nicht an Pflanzenwurzeln oder Knollen, sondern ernähren sich von Regenwürmern, Insekten und deren Larven im Boden. Die schwarzen Wühler stehen unter Naturschutz und dürfen deshalb nur vertrieben aber nicht getötet werden.
Gänge und Haufen einer Wühlmaus oder Maulwurfshügel?
Die Gangsysteme der Nager sind zwar ähnlich gelegt, es gibt aber verschiedene Kriterien, anhand derer du die Hügel unterscheiden kannst:
Wühlmäuse werfen kleine, längliche Haufen auf, Maulwürfe größere, runde.
Wühlmaushaufen sind nicht so regelmäßig anzutreffen wie die der Maulwürfe.
Wühlmäuse graben nicht sehr tief, deshalb sind schon an Oberfläche leicht erhabene, wellenförmige Linien zu erkennen. Maulwürfe legen ein tief reichendes Gangsystem an.
Die Öffnung des Maulwurfsgangs ist rund und liegt genau in der Mitte des Erdhaufens, die der Wühlmaus ist oval und am Rand des Hügels angelegt.
Noch ein Tipp: Grabe die Gänge an einigen Stellen auf und lege das Eingangsloch frei. Gehören sie zu Wühlmäusen, werden sie innerhalb von sechs Stunden wieder verschlossen. Maulwürfe nutzen die meisten Gänge dagegen nur einmal, sie bleiben also offen.
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Wühlmäuse können vertrieben oder bekämpft werden
Wühlmausbekämpfung geht also auf verschiedene Arten. Wichtig ist, dass du eingreifst, bevor sie zur Plage in deinem Garten werden. Effektive Methoden gegen Wühlmäuse im Garten umfassen den Einsatz von Schlagfallen, das Auslegen von Ködern, Vergrämung durch Geruch sowie mechanische Barrieren wie Drahtkörbe. Wühlmäuse sind auch in den Wintermonaten aktiv, was die Bekämpfung das ganze Jahr über ermöglicht.


Wühlmäuse vertreiben & bekämpfen
FAQ
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