Schild- und Wollläuse be­kämpfen und erkennen

Schädlinge, Krankheiten & Co.

  • 6 Min. Lesezeit

  • von Neudorffs Gartenexperte

Schildläuse und Wollläuse sind saugende Schädlinge, die vor allem Zimmerpflanzen schwächen. Typische Anzeichen sind klebrige Blätter, weiße watteartige Beläge oder fest haftende Schilde auf Stängeln und Blattunterseiten. Bei frühem Befall hilft das Entfernen von Hand. Bei stärkerem Befall sind gezielte, zugelassene Pflanzenschutzmittel notwendig.

Wolllaeuse Schmierlaeuse
Zwei Schädlinge - ein Weg

Schildläuse und Wollläuse bekämpfen

Als erste Maßnahme um Schildläuse und Wollläuse (Pseudococcidae) zu bekämpfen sollte die betroffene Pflanze sofort weit entfernt von den anderen Gewächsen aufstellen und schnell isolieren. Die Jungtiere sind gerade im Sommer sehr aktiv und können andere Pflanzen befallen. Anschließend kannst du so vorgehen:

  1. Beim Auftreten von einzelnen Tieren bzw. einem geringen Befall streife die Insekten mit den Fingern, einer Zahnbürste oder einem Lappen von den Blättern oder Trieben.

  2. Schildläuse oder Wollläuse lassen sich effektiv mit Spruzit AF Schädlingsfrei bekämpfen. Es bekämpft alle Entwicklungsstadien der saugenden Schädlinge. Sprühe es gründlich auf deine gesamte Pflanze, bis sie tropfnass ist.

  3. Achte darauf, dass deine Pflanze unmittelbar nach der Anwendung nicht in der Sonne steht.

  4. Anwendung gegebenenfalls nach 3 Tagen wiederholen.

Extra Tipp: Spritzungen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden vornehmen, da die Wirksamkeit bei niedrigen Temperaturen am besten ist.

Pflanzen nach einem Befall retten

  • Wenn sich Schädlinge wie Schmierläuse an deiner Pflanze zu schaffen gemacht haben, braucht diese ein bisschen extra Pflege. Topfe sie nach dem Behandeln mit dem Pflanzenschutzmittel am besten gleich um. Ein neues, sauberes Gefäß und frische, torffreie Erde, zum Beispiel NeudoHum BlumenErde, lassen sie wieder durchstarten. Zuvor das alte Substrat so gut es geht entfernen, ohne die Wurzeln zu verletzen.

  • Bevor der Topf wieder für andere Pflanzen verwendet werden darf, sollte dieser gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel oder Essig gereinigt werden.

  • Bevor die Pflanzen wieder an ihren Platz ziehen, sollte auch alles gesäubert werden, damit kein Honigtau oder Schädling übrigbleibt.

  • Jetzt dürfen die Pflanzen wieder gestärkt werden. Verwende einen passenden Spezialdünger, wie unseren organischen Azet GrünpflanzenDünger, um die Pflanzen wieder mit Nährstoffen zu versorgen und zu stärken.

  • Mit unseren Biokraft-Produkten stärkst du nach einem Befall geschwächten Pflanzen, etwa Orchideen mit der Neudorff BioKraft Vitalkur für Orchideen.

Allgemeines über Schildläuse und Wollläuse

Wollläuse gehören zu einer Unterfamilie der Schildläuse, gemeinsam mit weiteren 1000 Arten.

Trotz des unterschiedlichen Aussehens treten die Schildläuse und Wollläuse unter ähnlichen Bedingungen auf. Sie können auch mit ähnlichen Mitteln bekämpft werden. Beide Schädlinge treten sowohl an Pflanzen mit verholzenden Trieben und harten Blättern, als auch an krautigeren Pflanzen auf. Dazu zählen Orchideen ebenso wie Ficus-Arten (Birkenfeige, Gummibaum) oder Kakteen. Die Tiere sitzen dabei auf den Blattunter-, Blattoberseiten und in den Blattachseln, aber auch verteilt an den Trieben. Schildläuse tauchen überwiegend in Innenräumen auf, gelegentlich auch draußen, etwa an Obst- und Ziergehölzen.

Tipp: Gesunde und kräftige Pflanzen sind weniger anfällig für Schädlinge wie Wollläuse oder Schildläuse. Eine gute Pflege, zahlt sich hier also aus!

Wollläuse erkennen

Wie sehen Wollläuse aus?

Wollläuse oder auch Schmierläuse, wie die Pflanzenschädlinge auch genannt werden, sind 2-4 mm große Insekten, die mit einer weißen, „wolligen“, aus Wachs bestehenden Schicht bedeckt sind. Weibliche Wollläuse können alle 8 Wochen bis zu 600 Eier legen. Diese befinden sich an den Blättern, den Blattachseln oder auch den Wurzeln. Daher kann es passieren, dass ein Befall erst spät erkannt wird. Wollläuse bevorzugen trockene Heizungsluft, die besonders in den Wintermonaten ihre Ausbreitung begünstigt.

Für Menschen und Haustiere stellen Wollläuse keine Gefahr da.

Wie erkenne ich Wollläuse?

  • An einer klebrigen Schicht auf der Pflanze oder umliegenden Oberflächen

  • An weißen oder wattebausch ähnlichen Gespinsten an Blattachseln oder Blattunterseiten

  • An einer Gelbfärbung der Blätter bei starkem Befall.

Bei einem Befall klebt auch die Umgebung der Pflanzen, wie z.B. Fensterbänke oder Bodenbeläge. Durch die Besiedelung von Rußtaupilzen auf der klebrigen Schicht werden die Blätter der Pflanzen mit einer dunklen Schicht überzogen.
Die Schädlinge sitzen vorwiegend an Blättern von krautigen und hartlaubigen Pflanzen auf den Blattunterseiten und in den Blattachseln. Die Wollläuse ernähren sich von zuckerhaltigem Pflanzensaft. Da sie nicht alles davon selbst verwerten können, scheiden sie klebrigen, sogenannten Honigtau aus, der sich auf den Blattoberseiten befindet.

Befallene Blätter verfärben sich Gelb, rollen sich ein und fallen ab. Ein starker Wolllausbefall kann zum absterben der Pflanze führen.

Wollläuse frühzeitig erkennen

Wollläuse können sich in geschützten Stellen der Pflanze verstecken, was eine frühzeitige Erkennung erschwert. Trotzdem kann eine frühe Erkennung des Befalls deine Pflanze eher retten.

Da die Schädlinge an den Pflanzenteilen saugen, schwächen sie diese durch ihre Tätigkeiten, wodurch die Pflanze geschwächt wird. Zeitgleich wird ein Gift durch den Speichel abgesondert, welches die Pflanze zusätzlich in ihrer Vitalität beeinträchtigt.

Wollläuse sind besonders häufig an hartlaubigen Zimmerpflanzen wie Gummibäumen, Ficus, Passionsblumen, Orchideen oder Kakteen zu finden.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 70 % wirkt sich förderlich auf die Gesundheit der Pflanzen aus und kann helfen, Wollläuse zu vermeiden. Genauso kann regelmäßiges Besprühen der Pflanzen helfen, Wollläuse vorzubeugen.

Wollläuse an Grünpflanze

Schildläuse und Wollläuse effektiv bekämpfen

Bekämpfe alle Entwicklungsstadien der Schädlinge an deinen Pflanzen mit einfacher Anwendung.

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Wie sehen Schildläuse aus?

Schildläuse sehen schildartig aus, wie der Name schon vermuten lässt. Die ca. 1 – 3 mm großen, ovalen bis rundlichen Schildchen kleben auf und unter den Blättern, an Trieben und Blattstielen der Pflanzen.

Schildläuse können auf den ersten Blick aussehen wie kleine, schwarze Punkte oder Flecken. Die meisten Schildläuse saugen ebenfalls den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Durch die Ausscheidungen der Schildläuse werden die Pflanzen klebrig. Auch hier kann es zu einer Besiedlung mit Rußtaupilzen kommen, die die Blätter überziehen.

Schildläuse bevorzugen Pflanzen mit verholzenden Trieben und sitzen deshalb oft an Ficus, Palmen, Orchideen, Oleander, Zitruspflanzen und Pflanzen mit dickfleischigen Blättern wie Sukkulenten und Kakteen. Die Jungtiere sind gerade im Sommer sehr aktiv!

Woran erkennen ich einen Befall mit Schildläusen?

Oft werden die winzigen Tiere schlichtweg übersehen und erst entdeckt, wenn die Pflanzen bereits leiden. An diesen Merkmalen kannst du einen Befall (vielleicht schon frühzeitig) erkennen und die Schildläuse und Wollläuse früh bekämpfen:

  1. Klebrige Stellen auf der Fensterbank, in der Nähe oder auf den Pflanzen selbst. Dieser Honigtau entsteht, wenn Läuse den Zucker aus dem Pflanzensaft ausscheiden. Auf den Honigtauflecken können sich Rußtaupilze ansiedeln, die einen schwarzen Belag verursachen.

  2. Kleine schwarze Pocken oder weiße, watteartige Gebilde: Darunter verborgen sitzen die weiblichen Schildläuse. Mit einem Messer lassen sich die Schilder ziemlich leicht abheben.

  3. Bereits weiter fortgeschritten ist der Befall, wenn sich bereits die Blätter der Pflanzen gelb oder braun verfärben oder gar welken. Warum? Die Tiere saugen nicht nur wichtige Nährstoffe aus, sondern eben auch den Lebenssaft der Pflanzen. Im schlimmsten Fall sterben diese ganz ab. Die Verfärbungen entstehen, weil einige Schildläuse mit ihrem Speichel zudem toxische Stoffe an die Pflanzen abgeben.

Zeigen die Blüten und andere Pflanzen Deformierungen, können Viruserkrankungen die Ursache sein, die die Schildläuse bei ihrer Tätigkeit übertragen können.

Schildläusen vorbeugen

  1. Die Pflanze muss am richtigen Standort stehen (steht zum Beispiel auf dem Etikett) und die optimale Pflege bekommen, damit sie vital wachsen kann. Zu schattig oder sonnig gestellt, zu nass oder trocken gehalten, zu stark oder zu wenig gedüngt sind sie geschwächt und werden anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Zudem überstehen sie einen Befall weniger gut.

  2. Untersuche zumindest die Zimmer- und Kübelpflanzen (vor allem im Winterquartier) regelmäßig auf einen Befall. Achte vor allem auf kleine, festsitzende Höcker und watteartige Schädlinge.

  3. Wenn du neue Pflanzen kaufst, sollten diese direkt auf Schädlinge kontrolliert werden.

Beim Auftreten von einzelnen Tieren bzw. einem geringen Befall streift die Insekten mit den Fingern, einer Zahnbürste oder einem Lappen von den Blättern oder Trieben.

Die Pflanzen mit einem kräftigen Strahl abzuduschen, hilft um Schildläuse und Wollläuse zu bekämpfen leider nicht.


Schildlaeuse auf Blatt

Mit natürlichen Inhaltsstoffen die Pflanzen gegen Schild- und Wollläuse schützen

Neben regelmäßigem Düngen sind auch Pflanzenstärkungsmittel eine Möglichkeit, die Schädlinge vorzubeugen. Der Neudorff BioKraft Grundstoff Brennnessel AF hilft, die Pflanzen nachhaltig zu stärken und die Pflanzenschädlinge abzuwehren. Dieser sogenannte Grundstoff beinhaltet nur natürliche Inhaltsstoffe und ist besonders für Hobbygärtner interessant, die ihre Pflanzen möglichst naturgemäß pflegen möchten.

Der Grundstoff ist zu 100 % natürlich und besteht aus schnell nachwachsenden Rohstoffen. Er ist unbedenklich für Mensch und Tier und nicht bienengefährlich.

Benetze die Pflanzen ober- und unterseits komplett tropfnass mit dem anwendungsfertigen Mittel. Je nach Kultur können mehrere Anwendungen durchgeführt werden. Der Grundstoff wehrt die Schild- und Wollläuse an Obst- und Gemüsekulturen sowie an Rosen und anderen Zierpflanzen effektiv ab.

älterer herr verwendet neudorff biokraft grundstoff brennnessel in seinem Hochbeet

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