
Natürlich im Garten
8 Min. Lesezeit
von Annette & Gerit
Mit den richtigen Tipps ist die Aussaat von Tomaten, Peperoni oder Zucchini gar nicht schwer. Hast du auch schon so richtig Lust, dieses Jahr dein eigenes Gemüse anzubauen und fragst dich, wie du am besten vorgehst? Hier ist alles, was du zum Start wissen musst.


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Annette und Gerit haben für dich die besten Tipps zur Aussaat von Tomaten, Peperoni und Co. vorbereitet, damit du von Anfang an alles richtig machst.
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Tipps zum erfolgreichen Aussäen von Tomate, Peperoni & Co.


Wann sollte ich mit der Aussaat beginnen?
Der ideale Zeitraum für die Aussaat von Tomaten im Haus liegt zwischen Mitte Februar und Anfang April. Das ist ungefähr 8 bis 10 Wochen bevor die Pflanzen ausgepflanzt werden sollen. Denn ab Mitte Mai können kräftige Jungpflanzen dann ins Freiland oder ins Gewächshaus ziehen. Dann sind die Eisheiligen vorbei. Starte nicht zu früh: Tomaten sollten in der Regel nicht vor Mitte bis Ende März vorgezogen werden.
Tipps für Anfänger
Wir starten mit Tomaten. Tomaten sind ideal für Anfänger, sie sind einfach zu kultivieren und wachsen gut, wenn man ein paar Faktoren beachtet.
schlägt Annette vor.
Da die Tomaten in unterschiedlichen Sorten erhältlich sind, haben wir uns für einen Snack-Tomaten-Mix entschieden, aber auch eine klassische, größere Tomate, die fürs Freiland geeignet ist, darf nicht fehlen. Tomaten sind wahre Klassiker im Gemüsebeet! Entscheide vorher, welche Tomatensorten für dich passend sind und informiere dich über deine Auswahl.
Gerit fragt sich:
Wie genau fangen wir mit der Aussaat an?
Annette hat hier ein Mini-Gewächshaus parat – und das ist auch für dich die richtige Wahl. Tomatensamen sollten in Schalen, kleinen Töpfen oder Multitopfplatten ausgesät werden. Du kannst aber auch andere Optionen wie Kokosfaser-Tabletten verwenden, aber dazu später mehr.
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Welche Erde für die Aussaat von Tomaten?
Eine gute Erde ist der erste Schritt zu gesunden Pflanzen
erklärt Annette.
Aber Achtung, Blumenerde eignet sich hier nicht! Sie ist meist zu grob und enthält zu viele Nährstoffe, die die zarten Keimlinge überfordern könnten. Das Saatgut ist meist sehr fein und müssen gut Wurzeln bilden können. Für die Aussaat von Tomaten eignet sich am besten Anzuchterde, die nährstoffarm ist, wie unsere AussaatErde.
Was ist an AussaatErde so besonders?
Sie ist feinkrümelig, locker und enthält einen hohen Sandanteil, wodurch die Samen leichter keimen können. Diese Erde sorgt dafür, dass die Keimlinge genug Sauerstoff bekommen und sich gut entwickeln.
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Aussaat der Tomatensamen, so geht's:
Fülle die Schale des Gewächshauses oder dein Anzuchtgefäß bis zum Rand mit der AussaatErde auf und drücke sie leicht an.
Streue die Tomatensamen locker und gleichmäßig auf das vorbereitete Substrat. Achte darauf, die Samen nicht zu tief anzudrücken. Die Saattiefe für Tomatensamen sollte etwa 0,5 cm betragen, damit die Samen keimen.
Decke das Anzuchtgefäß ab, mit einer transparenten Folie oder vergleichbarem. So entsteht die richtige Temperatur für die Aufzucht und das Wachstum kommt in Gang.
Jetzt solltest du regelmäßig lüften, damit die Saat nicht schimmelt und deine Tomaten Anzucht erfolgreich ist.
Das Andrücken verhindert, dass die Samen beim Gießen verrutschen und gleichmäßig in Kontakt mit der Erde kommen.
sagt Annette.
Tomaten sind Lichtkeimer, das bedeutet, dass die Samen nur ein wenig abgedeckt werden müssen. Du kannst auch einfach mit den Fingern ein bisschen Aussaaterde darüber streuen. Eine sehr wichtige Regel: Die Erde sollte nicht zu nass sein!
Zu viel Wasser und die Samen könnten anfangen zu faulen
warnt Annette.
Die ersten Pflanzen sprießen bereits nach wenigen Tagen bis Wochen, abhängig von der Sorte.
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Richtig gießen – aber nicht zu viel!
Jetzt, wo die Samen in der Erde sind, kommt der nächste wichtige Schritt: das Gießen. Doch Vorsicht! Wenn du die Gießkanne nimmst, um das Substrat zu befeuchten, besteht die Gefahr, dass du die zarten Samen wieder herausspülst.
Besprühe die Erde mit einem feinen Sprühnebel, so dass sie gleichmäßig befeuchtet wird.
rät Annette.
Die Erde sollte ausreichend feucht bleiben, aber nicht im Wasser stehen.
erklärt sie weiter. Das sorgt dafür, dass die Tomatensamen in der richtigen Feuchtigkeit keimen können. Ein Handsprüher eignet sich, um das Substrat nach der Aussaat zu befeuchten, ohne die Samen wegzuspülen.
Sobald sich die ersten zwei Keimblätter und das erste Blattpaar gebildet hat, kannst du die Tomatenpflanzen pikieren.
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Das Mini-Gewächshaus – Wichtig für die Keimung!
Wenn du das Mini-Gewächshaus dann mit einem Deckel abdeckst, sorgt das für das perfekte Mikroklima. Tomaten benötigen eine Keimtemperatur zwischen 18 und 25 Grad Celsius.
Gerit fragt sich:
Wo stellen wir das Gewächshaus am besten auf?
Stell das Mini-Gewächshaus bzw. die Pflanzgefäße an einen hellen Ort, zum Beispiel auf die Fensterbank. Wichtig ist, dass es nicht zu dunkel ist, da die Pflanzen für die Keimung Licht brauchen.
Die Haube wird beschlagen, besonders wenn die Sonne drauf scheint.
sagt Annette.
Mach dir keine Sorgen, das ist völlig normal.
Lüfte die Pflanzen ab und zu, um Kondenswasser zu vermeiden. Wenn es zu viel Feuchtigkeit gibt, kannst du die Klappe auch mal ein kleines Stück öffnen.
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Alternativen zur klassischen Aussaat
Aber nicht jeder hat ein Mini-Gewächshaus zur Hand. Eine einfache Alternative sind Kokosfaser-Tabletten, die mit Wasser aufgegossen werden und dann quellen.
Diese Tabletten haben den Vorteil, dass sie das Wasser super aufnehmen und das Wurzelwachstum anregen.
erklärt Annette.
Du kannst für jedes Samenkorn eine separate Tablette nutzen, was dir später das Pikieren erspart. So hast du die Pflanzen einzeln und kannst sie nach dem Vorziehen einfach auspflanzen.
Die Tabletten sind super, weil du die Pflanzen direkt dort weiterziehen lassen kannst.
erklärt Annette.
Einmal in die Töpfchen gelegt, kannst du die Keimlinge dann direkt dort weiter wachsen lassen, ohne sie später in größere Töpfe umsetzen zu müssen. Das vereinfacht den Anbau von Tomaten.
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Aussaat von größeren Samen
Für das Säen von anderen Gemüsesorten wie Zucchini oder Kürbis brauchst du andere Gefäße.
Da kannst du ruhig Eierkartons oder größere Becher als Anzuchtgefäße verwenden.
sagt Annette.
Die Pappe ist biologisch abbaubar und schützt die Wurzeln gut. Du füllst sie mit Erde, drückst sie leicht an und legst dann das Samenkorn darauf.
Für größere Samen von Gemüsepflanzen ist diese Methode perfekt.
sagt Annette.
Auch für die Zucchini ist diese Methode eine super Wahl, da die Samen viel Platz brauchen. Der Vorteil: Du kannst später die ganze Pappe einfach in den Garten setzen, ohne die Wurzeln zu stören. Wenn die Keimlinge groß genug sind, kannst du die Eierpappe sogar einfach in den Boden pflanzen. Dem biologisch abbaubaren Material sei dank!
Merke: Die optimale Aussaattiefe ist immer die doppelte Saatgutstärke.
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Und jetzt? Geduld ist gefragt!
Sobald du deine Tomaten, Peperoni und Zucchini ausgesät hast, heißt es Geduld haben.
Die Keimung dauert einige Zeit, aber mit den richtigen Bedingungen wirst du bald die ersten kleinen Pflänzchen sehen.
sagt Annette.
Sie sind die Grundlage für deine spätere Ernte. Behalte die Pflanzen im Blick und dann siehst du bald erste Ergebnisse.
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Mit diesen einfachen, aber effektiven Tipps bist du bestens gerüstet, um erfolgreich Tomaten, Peperoni und andere Gemüse anzubauen. Es braucht ein wenig Geduld, aber der Erfolg wird sich lohnen! Also, worauf wartest du noch? Hol dir deine Samen, starte die Aussaat und freue dich auf die ersten grünen Pflänzchen.
Annette und Gerit begleiten dich auf dem Weg durch das Gartenjahr und zeigen, was als Nächstes zu tun ist.
Dein Garten-Team,
Annette & Gerit
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