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Zimmerpflanzen: 6 Pflegefehler & wie du sie vermeiden kannst

Aktuell im September

Was ist jetzt los im Zimmer?

Im Oktober verändert sich die Pflege vieler Zimmerpflanzen deutlich. Die Tage werden kürzer, das Licht nimmt weiter ab und die Temperaturen sinken. Viele Pflanzen stellen sich auf die ruhigere Jahreszeit ein. Jetzt ist es wichtig, Wasser- und Nährstoffversorgung anzupassen, alle Pflanzen von Balkon oder Terrasse ins Zimmer zu holen und geeignete Standorte für Herbst und Winter zu finden.

Wasserbedarf reduzieren

Mit abnehmendem Licht und niedrigeren Temperaturen verdunstet deutlich weniger Wasser. Viele Zimmerpflanzen benötigen im Oktober bereits spürbar seltener Wasser als im Sommer. Prüfe die Erde vor jedem Gießen und wässere erst, wenn die obere Schicht ausreichend abgetrocknet ist. Wie häufig gegossen werden muss, hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Standort ab. Überschüssiges Wasser sollte aus Untersetzern entfernt werden, damit keine Staunässe entsteht.

Düngung anpassen

Mit dem Oktober lässt das Wachstum bei den meisten Zimmerpflanzen merklich nach. Entsprechend sinkt auch der Nährstoffbedarf. Pflanzen, die noch sichtbar neue Blätter oder Triebe bilden, können noch versorgt werden. Bei Pflanzen mit deutlich nachlassendem Wachstum sollten die Abstände zwischen den Düngergaben vergrößert werden oder die Düngung ganz eingestellt werden.

Alle Pflanzen ins Haus holen

Spätestens im Oktober sollten alle Pflanzen, die den Sommer draußen verbracht haben, ins Zimmer. Sinkende Nachttemperaturen können besonders tropischen und wärmeliebenden Arten schaden. Bevor sie wieder ins Haus ziehen, kontrolliere sie gründlich auf Schädlinge. Prüfe Blätter, Triebe und Blattachseln und entferne abgestorbene Pflanzenteile. So verringerst du das Risiko, ungebetene Gäste mit ins Haus zu bringen.

Lichtverhältnisse neu beurteilen

Mit den kürzer werdenden Tagen verändert sich das Lichtangebot stark. Ein Standort, der im Sommer hell war, kann im Herbst deutlich dunkler werden. Beobachte, wie viel Licht deine Pflanzen erhalten. Lichtliebende Arten sollten näher ans Fenster gestellt werden. Lange, dünne Triebe oder große Abstände zwischen Blättern sind Zeichen für zu wenig Licht. Sehr dunkle Ecken werden mit zunehmendem Herbst ungeeignet für die meisten Pflanzen.

Blätter reinigen und ausputzen

Staub auf den Blättern beeinträchtigt die Lichtaufnahme. Gerade wenn im Herbst weniger Tageslicht zur Verfügung steht, lohnt es sich, größere Blätter vorsichtig mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Entferne gelbe oder abgestorbene Blätter und verblühte Blütenstände. Kletternde Pflanzen können an Rankhilfen befestigt werden. Ein starker Rückschnitt ist bei vielen Zimmerpflanzen im Herbst nicht notwendig.

Luftfeuchtigkeit beachten

Im Oktober beginnt oft die Heizperiode. Dadurch wird die Raumluft trockener. Tropische Pflanzen wie Calathea oder Farne reagieren mit trockenen Blatträndern. Stelle empfindliche Pflanzen nicht unmittelbar neben Heizkörpern auf. Das Gruppieren mehrerer Pflanzen hilft, ein besseres Mikroklima zu schaffen. Wasserschalen in der Nähe können die Luftfeuchtigkeit etwas erhöhen.

Schädlinge gründlich kontrollieren

Der Oktober ist der richtige Zeitpunkt für eine gründliche Schädlingskontrolle. Besonders Pflanzen, die draußen standen, sollten untersucht werden, bevor sie mit anderen Zimmerpflanzen zusammengestellt werden. Achte auf Spinnmilben, Thripse, Blattläuse und Wollläuse. Kontrolliere besonders Blattunterseiten und Blattachseln. Feine Gespinste, helle Sprenkel oder klebrige Beläge sind Hinweise auf Befall. Betroffene Pflanzen sollten sofort getrennt werden.

Kühle Standorte beachten

Sinkende Außentemperaturen wirken sich auch auf Zimmerpflanzen aus. Pflanzen direkt am Fenster sind nachts teilweise deutlich kälter. Achte besonders bei tropischen Arten darauf, dass Blätter nicht dauerhaft an kalten Fensterscheiben anliegen und die Pflanzen keiner Zugluft ausgesetzt sind. Gleichzeitig sollten sie nicht zu weit vom Fenster entfernt stehen, da ausreichend Licht im Herbst zunehmend wichtiger wird.

Mit weniger Wasser, angepasster Nährstoffversorgung, ausreichend Licht und gründlicher Kontrolle beim Umzug ins Zimmer können sich deine Pflanzen gut auf die Herbst- und Winterzeit einstellen.

Und jetzt? Das bringt der Oktober ins Zimmer

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