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Seit 1854
Unsere Geschichte
Seit der Gründung im Jahr 1854 entwickelt Neudorff vielseitige Produkte. Vom handwerklichen Ursprung über den Neustart in Emmerthal bis hin zum heutigen Unternehmen verbindet Neudorff Erfahrung mit Innovationskraft.
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1854 - 1903: Gründung und Anfänge
Die Geschichte von Neudorff beginnt 1854 im damals preußischen Königsberg.
Gegründet wurde das Unternehmen Neudorff von Carl Wilhelm Neudorff, einem gelernten Färber mit ausgeprägtem Interesse an chemischen Zusammenhängen. Sein Vater Friedrich Wilhelm Neudorff war Färbermeister und betrieb eine eigene Färberei, in dieser lernte Carl Wilhelm das Färberhandwerk von Grund auf. In seine Lehrzeit fiel eine Phase des Umbruchs: Das traditionelle Handwerk entwickelte sich zunehmend hin zur chemisch geprägten Färberei, ein Wandel, der sein späteres unternehmerisches Denken stark beeinflusste.
1854 gründete Carl Wilhelm Neudorff gemeinsam mit dem jungen Chemiker Carl Scheibler die „Fa. C. Scheibler & Co., künstliche Aachener Bäder-Fabrik“. Bereits 1858 führte Neudorff das Unternehmen allein weiter. Neudorff war zu der Zeit eine der ersten deutschen Firmen, die Pflanzenschutzmittel und Tierpflegeprodukte herstellte. Ein natürliches Produkt begeisterte schon damals besonders: das persische Insektenpulver aus einem natürlichen Chrysanthemen-Extrakt, dem Pyrethrum.
Pyrethrum verwenden wir auch heute noch in weiterentwickelter Form in einigen unserer Produkte.
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1903-1959: Umzug nach Wuppertal und Fokus auf Pflanzenschutz
Im Jahre 1903 wurde die Firma Neudorff nach Wuppertal verlegt und baute dort ihr Sortiment an chemisch-pharmazeutischen Produkten weiter aus. Ab 1931 wurden Pflanzenschutz-, Schädlingsbekämpfungs- und Tierpflegemittel produziert. Schon damals wurde auf möglichst naturnahe Wirkungsformen Wert gelegt. Trotz erfolgreicher Produktentwicklung blieb die wirtschaftliche Situation des Unternehmens in den 1950er-Jahren angespannt.
Ein Meilenstein war 1934 die Einführung von Spruzit, das den Schwerpunkt des Sortiments zunehmend in Richtung Pflanzenschutz verlagerte.
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1959: Neustart in Emmerthal
1959 erwarb Rudolf Lohmann die Firma Neudorff, inklusive vorhandener Produkte, Maschinen und Rezepturen und verlegte sie nach Emmerthal.
Der heutige Hauptstandort befindet sich in einem Gebäude mit außergewöhnlicher Geschichte: einer ehemaligen Amts- und späteren Handelsmühle, deren Ursprünge bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Nach einem Brand wurde die Mühle im 19. Jahrhundert im Stil der Hamelner Großmühlen neu aufgebaut und im Laufe der Zeit unterschiedlich genutzt, unter anderem als Mühle, Hefefabrik und Nahrungsmittelbetrieb.
Seit den 1950er-Jahren wird das Gebäude industriell genutzt und ist heute zentraler Bestandteil von Neudorff. Damit verbindet der Standort historische Substanz mit moderner Produktion.
Hier startete der damalige Geschäftsführer Hellmut Kulenkampff mit einem kleinen Team die Entwicklung umweltschonender Produkte. In einer Zeit, als die chemischen Produkte noch in großem Umfang eingesetzt wurden, schwamm Neudorff gegen den Strom und verfolgte zielstrebig die Produktion von Mitteln und Verfahren für das biologische Gärtnern.
Äußere Ereignisse gaben wichtige Impulse für die weitere Entwicklung:
1961 führte eine starke Feldmausplage zu hoher Nachfrage nach Giftweizen.
1962 sorgte ein massiver Schneckenbefall für große Absatzmengen des damals noch chemischen Schneckenkorns.
Diese Erfolge schufen die wirtschaftliche Grundlage für die Weiterentwicklung des Unternehmens.
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1970er Jahre: Aufbau des biologischen Profils
In den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelte sich Neudorff nach dem Neustart in Emmerthal schrittweise weiter. Der Aufbau erfolgte langsam, aber konsequent aus eigener Kraft.
Um wirtschaftlich stabil zu bleiben, wurde das Sortiment zeitweise erweitert und neue Produktionsmöglichkeiten geschaffen. Mit einer Aerosoldosen-Abfüllanlage stellte Neudorff unter anderem Produkte wie Enteisungssprays für Autoscheiben, Pflegemittel sowie technische Sprays her. Auch Produkte für professionelle Schädlingsbekämpfer trugen dazu bei, saisonale Schwankungen auszugleichen.
Ein wichtiger Impuls gelang um 1977, als Hellmut Kulenkampff ein langanhaltendes Fliegenmittel auf Basis von Permethrin entwickelte. Die Wirkung hielt mehrere Wochen an und führte zu einem deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung, der das Unternehmen stabilisierte.
Diese Phase war geprägt von pragmatischen Lösungen, technischem Ausbau und ersten wichtigen Entwicklungsschritten und legte die Grundlage für die spätere Fokussierung auf umweltschonende und naturverträgliche Produkte.
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Ab 1987: Von der Nische zum Marktführer
Zum Verwaltungs- und Produktionsstandort Emmerthal kam 1987 eine weitere Produktionsstätte in Lüneburg hinzu. Dort werden bis heute unter anderem organische Festdünger und Schneckenkorn hergestellt. In Emmerthal liegt der Schwerpunkt auf der Produktion von Pflanzenschutz-Produkten.
Ein zentraler Bestandteil der Entwicklung ist die eigene Versuchsgärtnerei in Aerzen. Auf 1.500 m² unter Glas sowie 40.000 m² Freilandfläche werden unsere Produkte unter Praxisbedingungen getestet und weiterentwickelt.
Heute beschäftigt Neudorff rund 400 Mitarbeitende (Stand 2026) und verbindet eine lange Unternehmensgeschichte mit kontinuierlicher Produktentwicklung und Praxisorientierung.
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Neudorff Heute
Auch heute entwickelt sich Neudorff kontinuierlich weiter und baut digitale Serviceangebote gezielt aus:
Im Jahr 2024 wurde die Neudorff Website grundlegend überarbeitet. Ziel war es, Garten- und Balkonfreunden ein verbessertes Nutzungserlebnis zu bieten und Inhalte sowie Produkte schneller auffindbar zu machen.
Ergänzend dazu ist 2024 auch der Neudorff Online-Shop gestartet. Kunden können die Produkte nun auch direkt beim Hersteller kaufen.
Seit 2025 unterstützt die Neudorff App beim Gärtnern, indem sie Pflanzen digital erfasst und individuelle Pflege- sowie saisonale Hinweise bereitstellt. Sie ermöglicht zudem die Erkennung von Pflanzen und die Diagnose von Krankheiten über eine integrierte Bildanalyse und gibt passende Handlungsempfehlungen.
Heute ist Neudorff International mit Produkten in 24 Ländern vertreten und unterstreicht damit die internationale Ausrichtung.
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