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Rasen vertikutieren

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Anzahl Nachrichten: 4
Seiten (1): [1]
Autor: Dario
Erstellt: 06.09.2020
Betreff: Rasen vertikutieren
Hallo. Unser Rasen ist jetzt 1-jährig. Im Frühjahr haben wir den azet dünger verwendet, leider hat sich aber weissklee gebildet, an einzelnen Stellen. Im sommer haben wir dann den 5 plus1 Dünger verwendet. Das Klee kommt aber immer wieder. Ich möchte eigentlich nicht unbedingt vertikutieren aufgrund des Azet Düngers. Macht es sinn einfach die betroffenen Stellen von Hand zu vertikutieren und nach zu sähen? Wenn ich so durchs Gras reche dann bleibt schon einiges an abgestorbenen Gras hängen. Was würden sie empfehlen?
Autor: Neudorff
Erstellt: 07.09.2020
Betreff: re: Rasen vertikutieren
Hallo Dario,

wenn tatsächlich nur einige überschaubare Stellen besonders von dem Klee betroffen sind, so können Sie hier mit einer Grabgabel den Boden lockern um anschließend möglichst viel Klee mit Wurzeln mechanisch zu entfernen oder - je nach Zustand - sogar auszustechen. Anschließend mit Lückenlos auffüllen, so dass sich die Lücke noch in diesem Herbst schließen kann.

Die Düngung mit dem Azet HerbstrasenDünger sollten Sie in jedem Fall durchführen. Vertikutieren ist immer eine große Belastung für einen Rasen. Deshalb sollte man dies - wenn überhaupt - in einer Zeit tun, in der sich der Rasen aufgrund des wüchsigen Wetters gut von den Strapazen erholen kann.
Dies ist jetzt im Herbst, insbesondere wenn Sie jetzt auch noch an einzelnen Stellen nachsäen wollen, nicht der Fall.

Die Tatsache, dass sich Klee im Rasen ausbreitet, hat zumeist zwei Hauptursachen:

Zum einen ist häufig der pH-Wert des Bodens zu hoch, wodurch das Wachstum des Klees begünstigt wird, wohingegen die Rasengräser eher weniger wachsen. Der ideale pH-Wert für Rasengräser liegt zwischen 6,0 und 6,5. Wir würden Ihnen deshalb vorschlagen, einmal den pH-Wert Ihrer Rasenfläche mit Hilfe des pH-Bodentests zu überprüfen. Sollte dieser tatsächlich zu hoch sein, sollte man in den nächsten Jahren auf eine Kalkung verzichten.
Ansonsten breitet sich Klee meist auf Rasenflächen aus, die unter Nährstoffmangel leiden. Der Klee ist eine Leguminose, das heißt, er geht über seine Wurzeln eine Lebensgemeinschaft mit Knöllchenbakterien ein. Diese Bakterien können den Stickstoff aus der Luft aufnehmen und für den Klee als Nährstoff verfügbar machen. Anderen Pflanzenarten ohne diese Bakterien ist das nicht möglich. Aus diesem Grund macht dem Klee der Nährstoffmangel nichts aus und durch die fehlende Gräserkonkurrenz kann er auf solchen Standorten gut wachsen.
Deshalb empfehlen wir Ihnen eine regelmäßige Düngung im März/April und im Juni der Rasenfläche mit Azet® RasenDünger. Im September wird mit dem Azet HerbstRasenDünger gedüngt. Hierdurch werden die Rasengräser wesentlich gestärkt.


Freundliche Grüße
W. Neudorff GmbH KG
i.A. Katharina Fasse

Autor: Dario
Erstellt: 07.09.2020
Betreff: re: re: Rasen vertikutieren
Hallo Frau Fasse, vielen Dank für Ihre Antwort.

Ja ich hatte im Sinn, den Rasen noch mit dem Herbstdünger von Neudorff zu düngen. Ja wahrscheinlich ist es auch nicht gerade günstig wenn gleich neben dem Rasen eine Blumenwiese mit viel Klee vorhanden ist. Dann wird es natürlich schwierig.

Aber Sie raten grundsätzlich ab vom vertikutieren? Wenn man den Rasen als Ganzes betrachtet sieht er schön und grün aus. Die abgestorbenen Grashalme sieht man erst wenn man die einzelnen grünen Halme zu Seite schiebt. Aber durch den Azet Dünger sollten diese ja wieder abgebaut werden?
Autor: Neudorff
Erstellt: 08.09.2020
Betreff: re: Rasen vertikutieren
Hallo Dario,

wie meine Kollegin schon geschrieben hat, ist das Vertikutieren jetzt nicht zu empfehlen. Abgestorbene Halme werden von alleine von Bodenorganismen zersetzt und verschwinden dann.

Freundliche Grüße
W. Neudorff GmbH KG
i.A. Sabine Aulich
Anzahl Nachrichten: 4
Seiten (1): [1]
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