Neudorff Produkte erhalten Sie im Handel und in Online-Shops

Das Neudorff Forum

Haben Sie eine kranke Pflanze? Dann helfen Ihnen der Pflanzendoktor online oder die Pflanzendoktor-App schnell weiter. Und hier finden Sie die Antworten zu den häufigsten Fragen.

Larven von Rosenkäfer in Heckenboden

Alle Kategorien > Aktuelle Diskussionen > Das Neudorff-Forum > Larven von Rosenkäfer in Heckenboden
Vorheriges Thema | Nächstes Thema
Anzahl Nachrichten: 2
Seiten (1): [1]
Autor: Antje
Erstellt: 04.09.2021
Betreff: Larven von Rosenkäfer in Heckenboden
Hallo,

Wir haben ein Haus inkl. Kleinen Garten im April bezogen, kompletter Neubau auf sehr dichten Boden. Der Mutterbiden wurde vom Bauträger aufgefüllt.
Wir haben im Juni eine Hecke gepflanzt (Port. Kirschlorbeer). Alles heut angewachsen. Jetzt zeigen ein paar Pflanzen Schwäche (Blätter hängen, einzelne Zweige und Blätter Braun) eine Pflanze war komplett braun und hat Blätter angeworfen. Die habe ich ausgebuddelt und der ganze Wurzelbildung war voller dicker grauer Engerlinge. Wir wohnen nah am Wald in dem sehr viele Rosenkäfer sind.
Deshalb meine Vermutung dass das auch dessen Larven sind. Da hier noch Großbaustelle ist, haben die Tierchen auch nicht viel im Boden. Ich kann leider nicht die komplette Hecke ausgraben und die Laeven ansammeln. Möchte sie daher gern bekämpfen. Im Gartencenter wurde mir das Nematodenkärtchen für Bodenschädlinge gegeben. Nun finde ich aber bei der Auswahl keine Rosenkäfer,

Welche Nematoden kann ich nehmen?
Die Engerlinge sind dick, grau und man kann nur schwer Beine erkennen. Da wir wirklich sehr viele Rosenkäfer im Wald haben gehe ich davon aus, dass es diese Larven sind.

Ansammeln ist keine Alternative.

Welche Nematoden muss ich bestellen?

Lieben Dank vorab
Autor: Neudorff
Erstellt: 06.09.2021
Betreff: re: Larven von Rosenkäfer in Heckenboden
Hallo Antje,

So erkennen Sie den Rosenkäfer (Cetonia aurata):

Der erwachsene Käfer wird etwa 1,5 bis 2 cm lang und ist grün-gold, metallisch- glänzend gefärbt. Auf den Flügeldecken finden sich zusätzlich noch weiße Flecken.
Die Käfer können sehr gut fliegen. Zumeist werden verschiedene Blüten von Rosen, Holunder, Weißdorn, Disteln u. a. angeflogen. Der erwachsene Käfer ernährt sich von Blütennektar, Pollen und auch von austretenden Pflanzensäften verletzter Pflanzen. Allerdings verursacht der Käfer keinen größeren Schadfraß.

Die Weibchen des Rosenkäfers legen ihre Eier oft in Komposthaufen und in alte, zerfallene Baumstümpfe ab. Die schlüpfende Larve ist dick und bogenförmig gekrümmt. Sie häutet sich zweimal. Wenn die Larve auf einer glatten Unterlage fliehen will, streckt sie sich und robbt auf dem Rücken davon. (Zur Unterscheidung: Maikäferlarven können nicht auf dem Rücken robben, sie bleiben gekrümmt). Die Larve des Rosenkäfers ist kein Wurzelschädling, sie ernährt sich von abgestorbenen Holzresten im Kompost, Boden oder Baumstümpfen.

Bei einer Larven-Größe von 4 - 5 cm baut sie sich einen Kokon aus Holzstückchen, Erde und Sand. Der Kokon wird von der Larve mit einem Sekret aus dem Hinterleib verklebt. In diesem Kokon findet die Verpuppung statt. Die Entwicklung zum erwachsenen Käfer dauert 2 - 3 Jahre.

Da die Larven nützliche Kompostbewohner sind, ist es nicht erforderlich, diese in Ihrem Garten zu bekämpfen.

Die Engerlinge von Dickmaulrüssler und Gartenlaubkäfer lassen sich bis zu einer Länge von 1,5 cm mit HM-Nematoden bekämpfen. Die Nematoden können Sie über Bestell-Sets, die Sie im Gartenfachhandel erhalten, bei uns bestellen.

Sind die Engerlinge bereits größer als 1,5 cm Körperlänge, dann lassen sie sich nicht mehr mit
Nematoden bekämpfen. Da die großen Engerlinge jedoch empfindlich gegen mechanische Einflüsse sind, kann man z.B. auf Freiflächen durch Fräsen eine erhebliche Dezimierung der Larven erreichen.

Mit freundlichem Gruß
W. NEUDORFF GmbH KG
i.A. Dr. Anne Bergmann
Anzahl Nachrichten: 2
Seiten (1): [1]
Zu diesem Thema antworten
 Autor und Betreff 



 Geben Sie hier Ihre Nachricht ein