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Kompostien

Anzahl Nachrichten: 2
Seiten (1): [1]
Autor: Inge Linnemeyer
Erstellt: 06.04.2019
Betreff: Kompostien
Ich besitze seit Herbst 2018 einen Thermokomposter,bin aber absolut unzufrieden mit dem Ergebnis. Als ich Kompost jetzt entnehmen wollte,welch eine Überraschung. Es kam nur eine nasse Masse zum Vorschein,was ist da schief gelaufen. Ich bin kein Neuling beim Kompostieren,denn seit 20Jahren kompostiere ich mein Garten Abfälle und hatte nie Probleme.es war auch nie ein Thwrmokomposter, sondern nur das Übliche, entweder Drahtkorb oder Platikkomposter,
Für eine Information wäre ich dankbar
Freundliche Grüße
IngeLinnemeyer
Autor: Neudorff
Erstellt: 08.04.2019
Betreff: re: Kompostien
Hallo Frau Linnemeyer,

es ist bedauerlich, dass die Kompostierung in Ihrem Thermo-Komposter DuoTherm nicht gelingt.
Da diese Art der Kompostierung sich von der herkömmlichen Weise unterscheidet, hier einige wichtige Hinweise für ein besseres Gelingen:

Zugabe von Kompoststartern

Für eine schnelle Kompostierung ist die Zugabe von Kompoststartern unerlässlich.
Kompoststarter wie z.B. Radivit® Kompost-Beschleuniger enthalten für die Kompostierung wichtige Bakterien und Pilze. Diese fördern die Umsetzung der organischen Materialien. Radivit Kompost-Beschleuniger enthält darüber hinaus noch Nährstoffe, die insbesondere die Zersetzung nährstoffarmer Materialien fördern.
Durch den Einsatz von Kompoststartern wird die Temperatur in den Kompostern deutlich erhöht und die Umsetzung beschleunigt.

Feuchtigkeitsgehalt des Kompostes

Als Grundregel gilt, dass die zu kompostierenden Materialien im Thermo-Komposter immer so feucht sein sollten, wie ein "ausgedrückter Schwamm".

Ist der Kompost zu nass, sterben die für die Kompostierung notwendigen Mikroorganismen ab und Fäulnisbakterien gewinnen die Oberhand. In einem solchen Fall beginnen die Materialien zu stinken und die Zersetzung der Materialien geht nicht voran.

Zu einer Übernässung der Kompostmaterialien kommt es immer dann, wenn

- ausschließlich nasse Küchenabfälle, wie z.B. Gemüseabfälle, Teebeutel und Kaffeefilter eingefüllt werden.
- große Mengen an feuchtem Rasenschnitt in den Kompostbehälter gegeben werden.
- die zu kompostierende Masse durch Wasserzugabe übermäßig angefeuchtet wird.

Abhilfe bei zu nassem Kompostmaterial können die folgenden Maßnahmen schaffen:

• Schlagen Sie den Kompostsammelbehälter in der Küche mit mehreren Lagen Zeitungspapier aus. Dies bindet einen Teil der überschüssigen Feuchtigkeit.
• Mischen Sie unter nasse Materialien Häckselgut, Rindenmulch oder geringe Mengen Zeitungspapier oder Eierpappe.
• Die Zugabe von Bentonit SandbodenVerbesserer kann große Mengen an Feuchtigkeit binden.
• Mischen Sie Rasenschnitt stets im Verhältnis 2:1 mit Häckselgut bevor Sie ihn in den
• Komposter einfüllen. Häckselmaterial kann man im Winter für diesen Zweck sammeln.

Sind die zu kompostierenden Abfälle im Kompost zu trocken, arbeiten die für die Kompostierung wichtigen Pilze und Bakterien ebenfalls nicht. Für eine gute Umsetzung brauchen sie ausreichend Feuchtigkeit. Trockener Kompost zersetzt sich wenig und hat typische weißliche Trockennester.

Kompost wird immer dann sehr trocken, wenn Sie große Mengen von trockenem Staudenschnitt, Gehäckseltem oder sonstige Materialien einfüllen.

Bei trockenem Kompost können Sie folgendermaßen vorgehen:

• Mischen Sie trockene Materialien mit z.B. Rasenschnitt oder feuchten Küchenabfällen.
• Feuchten Sie die Kompostmaterialien etwas an.
• Bei vorhandenen Trockennestern befeuchten Sie diese mit einer 0,5 % BioTrissol Plus BlumenDünger–Lösung und bringen so die Kompostierung wieder in Gang.

Zusammenfassend wird erkennbar, dass es bei der Kompostierung entscheidend auf die richtige Mischung von feuchten und trockenen Materialien ankommt. Aus diesem Grund ist auch ein Durchmischen des Komposterinhaltes für den Fortgang des Kompostierungsprozesses sehr nützlich.
Im Winter ist natürlich die Umsetzung aufgrund der Temperaturen deutlich verlangsamt. Nach einem kalten Winter kann der Kompost durch Zugabe von Radivit Kompost-Beschleuniger wieder aktiviert werden.

Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass Sie die Gartenabfälle vorher gut zerkleinern. So sollten z.B. Staudenreste, Heckenschnitt und andere gröbere Materialien in
8 - 10 cm lange Stücke zerschnitten werden, um den Mikroorganismen genügend Angriffsfläche zu bieten.

Wir hoffen, dass Ihnen mit Hilfe dieser Informationen die Kompostierung im Thermo-Komposter in Zukunft gelingt.

Von oben her können Sie dann ohne Bedenken weiteres Material einfüllen.

Freundliche Grüße,
W. Neudorff GmbH KG
i.A. Katharina Fasse

Anzahl Nachrichten: 2
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