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Autor: Neudorff
Erstellt: 30.06.2020
Betreff: re: Kombipräparat gegen Mehltau und Ameisen möglich?
Guten Tag,

danke für den Forumseintrag und für die zusätzliche Mail.
Ein Kombipräparat gibt es nicht, weil Ameisen keine Pflanzenschädlinge sind.
Ameisen fressen nicht an Pflanzen.

Ameisen schädigen die Pflanzen durch ihre Grabetätigkeit. Zusätzlich tragen Ameisen durch die Pflege von Blattläusen dazu bei, dass diese ungehindert an den Pflanzen saugen können. Beim Kirschlorbeer gibt es an den Blättern Nektardrüsen, die Zuckersaft absondern. Oft krabbeln die Ameisen deswegen in diese Pflanze, um den Saft aufzulecken.
Der Hauptschaden erfolgt durch das Anlegen von Gängen und Ameisenbauten in der Erde. So werden die Wurzeln der Pflanzen gelockert. Diese Wurzeln verlieren den Bodenschluss und nehmen weder Wasser noch Nährstoffe auf. Betroffene Pflanzen welken und werden gelblich.
Sobald Sie die Tätigkeit der Ameisen bemerken, drücken Sie die Erde um die Pflanzen regelmäßig wieder fest. Wässern Sie die Pflanzen zudem häufiger intensiv. In der Regel verschwinden die Ameisen dann bald.

Ameisen fügen den Pflanzen weiterhin durch die Pflege von Blattlauskolonien Schaden zu. Die Ameisen verteilen die Blattläuse auf der Pflanze und vertreiben die Nützlinge. Für diesen „Service“ erhalten sie von den Blattläusen deren süße Ausscheidungen.
Die Saugtätigkeit der Blattläuse führt bei der Pflanze zu erheblichen Wachstumsstörungen. Zudem siedeln sich auf den klebrigen Ausscheidungen der Läuse Schwärzepilze an, die ebenfalls das Wachstum behindern.

Der Echte Mehltau am Kirschlorbeer wird durch den Pilz Podosphaera tridactyla verursacht. Der Befall zeigt sich an den jüngsten Blättern. Ab April erscheinen auf den Blattunterseiten 1 – 3 cm große weiße Flecken (untypisch für Echten Mehltau an anderen Pflanzenarten, dort erscheint der Pilz immer auf den Blattoberseiten). Ab Mitte Mai zeigen die jüngsten Blätter dann Aufwölbungen und Deformationen. Ältere Blätter sind von diesen Missbildungen nicht betroffen. Durch die Ausbreitung des Erregers in den Blättern stirbt das aufgewölbte Pflanzengewebe ab und wird braun. Der Pilz überwintert auf den Pflanzen.

Stark befallene Blätter schneiden Sie umgehend heraus, um die Weiterverbreitung einzudämmen. Ansonsten sollten Schnittmaßnahmen nur im zeitigen Frühjahr (Ende Februar, an frostfreien Tagen) und im Herbst durchgeführt werden. Der Sommerschnitt (ab April - August) dagegen regt den Kirschlorbeer dazu an, viele neue und anfällige Blätter zu bilden, die vom Echten Mehltau leicht infiziert werden können.

Zusätzlich nehmen Sie im kommenden Frühjahr eine Düngung mit unserem Azet KoniferenDünger vor. Azet Dünger enthalten alle notwendigen Nährstoffe für gesundes Wachstum aller immergrünen Pflanzen.

Zur Bekämpfung des Echten Mehltaus an Kirschlorbeer setzen Sie Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei* ein. Hierdurch wird die Weiterverbreitung des Pilzes eingedämmt. Fungisan enthält als Wirkstoff Azoxystrobin und ist nicht bienengefährlich**.

Beginnen Sie im kommenden Jahr die Behandlung vorbeugend ab Ende März – Anfang April, spätestens bei ersten sichtbaren Befallssymptomen.

Weitere Informationen zur Anwendung des empfohlenen Mittels können Sie dem Packungsaufdruck entnehmen. Bitte beachten Sie die dort gemachten Angaben.

*Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Warnhinweise- und Symbole in der Gebrauchsanleitung beachten.

**NB 6641: Nicht bienengefährlich (B 4)

Freundliche Grüße
W. Neudorff GmbH KG
i.A. Sabine Aulich