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Haben Sie eine kranke Pflanze? Dann helfen Ihnen der Pflanzendoktor online oder die Pflanzendoktor-App schnell weiter. Und hier finden Sie die Antworten zu den häufigsten Fragen.

kirschlobeer

Anzahl Nachrichten: 2
Seiten (1): [1]
Autor: Schäfer,Anna
Erstellt: 16.05.2020
Betreff: kirschlobeer
wir haben eine kirschlorberhecke leider mache ich mir sorgen ,wir haben schon im vorigen jahr probleme gehabt
die blätter sehen aus als wenn mehltau da drauf ist,was kann das sein und wie kann man das behandeln und mit was
Autor: Neudorff
Erstellt: 22.05.2020
Betreff: re: kirschlobeer
Hallo Frau Schäfer,

mit Ihrer Vermutung liegen Sie bestimmt richtig. Kirschlorbeer kann tatsächlich von Echtem Mehltau befallen werden.

Der Echte Mehltau am Kirschlorbeer wird durch den Pilz Podosphaera tridactyla verursacht. Der Befall zeigt sich an den jüngsten Blättern. Ab April erscheinen auf den Blattunterseiten 1 – 3 cm große weiße Flecken (untypisch für Echten Mehltau an anderen Pflanzenarten, dort erscheint der Pilz immer auf den Blattoberseiten). Ab Mitte Mai zeigen die jüngsten Blätter dann Aufwölbungen und Deformationen. Ältere Blätter sind von diesen Missbildungen nicht betroffen. Durch die Ausbreitung des Erregers in den Blättern stirbt das aufgewölbte Pflanzengewebe ab und wird braun. Der Pilz überwintert auf den Pflanzen.

Stark befallene Blätter schneiden Sie umgehend heraus, um die Weiterverbreitung einzudämmen. Ansonsten sollten Schnittmaßnahmen nur im zeitigen Frühjahr (Ende Februar, an frostfreien Tagen) und im Herbst durchgeführt werden. Der Sommerschnitt (ab April - August) dagegen regt den Kirschlorbeer dazu an, viele neue und anfällige Blätter zu bilden, die vom Echten Mehltau leicht infiziert werden können.

Zusätzlich nehmen Sie im kommenden Frühjahr eine Düngung mit unserem Azet KoniferenDünger vor. Azet Dünger enthalten alle notwendigen Nährstoffe für gesundes Wachstum aller immergrünen Pflanzen.

Zur Bekämpfung des Echten Mehltaus an Kirschlorbeer setzen Sie Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei* ein. Hierdurch wird die Weiterverbreitung des Pilzes eingedämmt. Fungisan enthält als Wirkstoff Azoxystrobin und ist nicht bienengefährlich**.

Beginnen Sie im kommenden Jahr die Behandlung vorbeugend ab Ende März – Anfang April, spätestens bei ersten sichtbaren Befallssymptomen.

Weitere Informationen zur Anwendung des empfohlenen Mittels können Sie dem Packungsaufdruck entnehmen. Bitte beachten Sie die dort gemachten Angaben.

*Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Warnhinweise- und Symbole in der Gebrauchsanleitung beachten.

**NB 6641: Nicht bienengefährlich (B 4)

Weitere Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung von Schaderregern finden Sie in der Pflanzendoktor-App von Neudorff, erhältlich im App-Store und im Google Play Store. Jetzt neu: Die aktuelle Version der Pflanzendoktor-App enthält eine Beta-Version für die automatische Erkennung des Schadbildes. Per Smartphone-Kamera wird einfach die kranke Pflanze eingescannt, und das System versucht automatisch, das Schadbild zu analysieren.

Freundliche Grüße
W. Neudorff GmbH KG
i.A. Katharina Fasse


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