Neudorff Produkte erhalten Sie im Handel und in Online-Shops

Ziemlich beste Freunde – Der Schwalbenschwanz, die Knautie und der Fenchel

Er sieht schon majestätisch aus, wie er so durch den Garten segelt. Der Schwalbenschwanz ist einer der größten Tagfalter Deutschlands. An seinen Hinterflügeln trägt er zwei schwarze Verlängerungen, die an die langen Schwanzfedern der Rauchschwalben erinnern. Wenn er auf Partnersuche ist, fliegt er immer wieder im Segelflug an Erhebungen im Gelände herab. Die Eier legt das Weibchen auch in unseren Gärten ab, vorausgesetzt, es findet die richtigen Pflanzen. 

Warum die Knautie den Schwalbenschwanz liebt: Die Knautie, auch Witwenblume genannt, ist eine heimische Wildpflanze. Der Falter mag ihre hell-lila Blütenfarbe und natürlich ihre besondere Blütenform. An ihnen saugen die erwachsenen Schwalbenschwänze mit ihren langen Rüsseln den Nektar aus den Einzelblüten und helfen beim Bestäuben, so das sich Samen bilden können. 

Warum der Fenchel den Schwalbenschwanz liebt: Der große Tagfalter braucht verschiedene Pflanzen, um sich im Garten wohlzufühlen. Die Eier werden ausschließlich an Doldenblüter gelegt, wie z. B. Dill, Möhren oder Fenchel. Warum diese Pflanzen die schönen Raupen nicht zu fürchten brauchen? Der Nachwuchs des Schwalbenschwanzes frisst sehr langsam und schädigt die Pflanze nicht so, dass sie darunter leidet. 

Unser Tipp: Die Knautie ist auch in der Wildgärtner Freude Samen-Mischung „Bunte Schwärmerei“ enthalten. Und natürlich auch Doldenblüter für die Raupen. Mit der Aussaat sorgen Sie also für gute Voraussetzungen, das der Schwalbenschwanz Ihrer Einladung in den Garten folgt. Und falls Sie für eine Wiesenfläche keinen Platz haben: die Knautie macht sich auch sehr gut im Staudenbeet.

Weitere Fakten über den Schwalbenschwanz

Wissenschaftliche Bezeichnung: Papilion machaon
Familie: Ritterfalter
Art: Schwalbenschwanz

Körperbau: der Schwalbenschwanz ist mit einer Flügelspannweite von 50 bis 75 mm einer der größten Tagfalter Deutschlands. Seine Flügel sind cremefarben und schwarz gemustert. Am unteren Rand seiner Hinterflügel läuft ein blaues Band mit roten Augenflecken. Charakteristisch sind die zwei schwarzen Verlängerungen an den Hinterflügeln, die dem Schmetterling seinen deutschen Namen geben: sie erinnern an die langen Schwanzfedern der Rauchschwalben. Die zweite Generation der Falter, die im Sommer schlüpfen, sind farbkräftiger als die Falter der ersten Generation, die im Frühjahr zu sehen sind.

Vorkommen: Europa, Asien, Nordamerika. Der Schwalbenschwanz liebt Wiesen und offenes Gelände. Gelegentlich sucht er auch Gärten auf, wenn er dort Pflanzen zur Eiablage findet.

Nahrung: Der erwachsene Schwalbenschwanz ernährt sich vom Nektar verschiedener Wildpflanzen, wie z. B. Löwenzahn, Knautie, Gundermann, Rotklee und Natternkopf. Die Raupen fressen an Doldenblütlern, zu denen z.B. die Wilde und Garten-Möhre, Fenchel und Dill gehören.

Fortpflanzung: Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge überwintern als Puppe an Pflanzenteilen. Je nach Witterung schlüpfen die Falter dann im Mai. Nach der Begattung legen die Schmetterlinge ihre Eier am Boden geeigneter Futterpflanzen für die Raupen ab. Dabei bevorzugen sie einzelnstehende Pflanzen, die sie gut anfliegen können. Nach einer Woche schlüpfen die Raupen, die zu fressen beginnen und sich mehrfach häuten. Das letzte Stadium der Schwalbenschwanzraupen ist grün mit schwarzen Querstreifen und mit gelben oder orangen Punkten. Bei Gefahr können die 45mm langen Raupen einen orangefarbenen „Stachel“ ausfahren, mit dem sie einen Duftstoff zur Feindabwehr absondern. Nach der Verpuppung der Raupen tritt im Juli die zweite Generation der Schwalbenschwanz-Falter auf. Die Raupen der zweiten Generation überwintern als Puppe.

Besonderheiten: Schwalbenschwänze suchen zur Paarungszeit Erhebungen im Gelände auf, um dann im Segelflug immer wieder Hänge herunter zu segeln auf der Suche nach einem Geschlechtspartner.

Der wissenschaftliche Name des Falters (Papilion machaon) bezieht sich auf einen Heilkundigen (Machaon) in der griechischen Mythologie.

Neudorffs Extra-Tipp: Der Schwalbenschwanz mag es wild. Säen Sie unsere Wildgärtner Freude Samen-Mischung „Bunte Schwärmerei“ aus. In der Mischung sind viele Nahrungspflanzen enthalten, die dem Schmetterling schmecken.