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Ziemlich beste Freunde - Der Rosenkäfer und die Rose

Er ist einer von den Guten. Der Rosenkäfer hat ein schillerndes Erscheinungsbild ohne dabei kapriziös zu sein. Im Gegenteil: am liebsten hat er es, wenn er gemächlich auf Rosensträuchern umherklettern und in den Blüten Nektar und Pollen fressen kann. An den Blütenblättern knabbert er nur gelegentlich, allerdings ohne wesentlichen Schaden anzurichten.
Ihre Eier legen die Weibchen im Garten gerne in Komposthaufen. Dort zersetzen die Larven während ihrer Entwicklung zum Käfer verrottende Pflanzenteile. An Wurzeln von lebenden Pflanzen fressen sie nicht. Leider ähneln die Larven im Aussehen weniger verträglichen Käferarten, wie dem Maikäfer oder dem Dickmaulrüssler. Findet man Larven im Komposthaufen oder Hochbeet kann man den Nachwuchs des Rosenkäfers daran erkennen, dass er sich auf dem Rücken robbend fortbewegt. In dem Fall: an geschützter Stelle wieder mit Kompost bedecken.

Warum Rosen den Rosenkäfer lieben: Rosen sind oft von verschiedenen Schädlingen geplagt. Blattläuse, Zikaden und Blattrollwespen fressen an ihren Blättern oder zerstören die Knospen. Der Rosenkäfer möchte nur den Pollen und Nektar. Beides findet er übrigens leicht in einfachen, ungefüllten Rosenblüten, so, wie andere Insekten auch. Die Züchter bieten vermehrt solcher bienenfreundlichen Sorten an. Bei viel Platz im Garten eignen sich auch sehr gut Wildrosen-Arten, die der Rosenkäfer gerne als Gästezimmer annimmt.

Weitere Fakten über den Rosenkäfer

Wissenschaftliche Bezeichnung: Cetonia aurata
Familie: Blatthornkäfer
Art: Goldglänzender Rosenkäfer

Körperbau: Die Käfer werden 14 – 20mm groß. Die Oberseite des Käfers glänzt metallisch grün, manchmal auch changierend bronzefarben. Die Unterseite ist rotgolden gefärbt. Die grünen Deckflügel sind im hinteren Drittel mit weißen Querrillen oder Flecken durchzogen.

Die Deckflügel sind zusammengewachsen und können nicht zum Fliegen genutzt werden. Der Käfer entfaltet seine Hautflügel in einer Wölbung an den Körperseiten und breitet sie zum Fliegen aus. Daraus ergibt sich ein charakteristisches Flugbild. 

Vorkommen: Europa und Asien. In Deutschland steht der Rosenkäfer durch die Bundesartenschutz-Verordnung als besondere Art unter Schutz. Man findet ihn in Gärten häufig auf Rosenblüten, an Waldsäumen an Holunder und Weißdorn sowie an Obstgehölzen. Seine aktive Zeit hat der Käfer zwischen Mai und Oktober.

Nahrung: Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Blütennektar und-pollen. Gelegentlich knabbern sie auch zarte Blüten an, ohne wesentliche Schäden anzurichten. Dabei verweilt der Käfer längere Zeit an den Blüten ohne sich stören zu lassen.

Die Larven der Käfer findet man häufig im Kompost, wo sie durch den Fraß von verrottenden Pflanzenteilen zur Zersetzung beitragen. An lebenden Pflanzen fressen die Larven nicht. Die Engerlinge sehen so ähnlich aus wie die Larven des Maikäfers, die man gelegentlich auch in Komposthaufen findet. Die Rosenkäfer-Larven bewegen sich allerdings auf dem Rücken robbend vor. Die stark gekrümmten Maikäferlarven bewegen sich eher auf der Seite liegend.

Fortpflanzung: Etwa einen Monat, nachdem die Käfer aus der Puppenhülle geschlüpft sind, entwickeln sie Geschlechtsreife. Nach der Paarung legt das Weibchen ihre Eier in moderndes Holz oder auch den Komposthaufen. Die Eier sind klein, rund und weißlich. Die Larven durchlaufen mehrere Häutungen bis zur Verpuppung. Der Entwicklungszyklus des Rosenkäfers dauert je nach Witterung und Nahrungsangebot 2-3 Jahre. Die Käfer schlüpfen dann im April.

Besonderheiten: der auffällig glänzende Körper, das charakteristische Flugbild und die „stoische“ Ruhe, mit der der Käfer Nahrung aufnimmt.

Neudorffs Extra-Tipp: Sie mögen eigentlich keine Rosen? Versuchen Sie es dem Rosenkäfer zuliebe doch mit einer Wildrosenart. Die sind sehr robust, weniger anspruchsvoll als ihre gezüchteten Verwandten und haben in der Regel einfache Blüten, an denen auch andere Insekten gut den Pollen ernten können.