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Ziemlich beste Freunde - Die Mohn-Mauerbiene und der Klatschmohn

Die Mohn-Mauerbiene ist vom Aussterben bedroht. Ein Grund, warum wir versuchen sollten, sie in unseren Garten zu locken. Die Mauerbiene braucht trockenes Gelände mit offenen, sandigen Bodenstellen. Im Garten könnte das ein großes Kiesbeet in sonniger Lage sein, dass wir der Mohn-Mauerbiene zum Bezug anbieten. Sie ist sehr scheu und wartet lange in ihrem unterirdischen Nest, wenn sie sich in Gefahr sieht. Sie brauchen also Geduld, wenn Sie sie als Mitbewohnerin gewinnen möchten.
Die Mauerbiene sammelt Nektar und Pollen bevorzugt von Korbblütern, wie z. B. der Kornblume. Deshalb ist es wichtig, ihr im Garten nicht nur Möglichkeiten zum Nestbau zu geben, sondern auch die richtigen Nahrungspflanzen. 

Warum der Klatschmohn die Mohn-Mauerbiene liebt: Der Mohn hat eigentlich keinen Grund, die Biene zu lieben. Denn sie schneidet mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen Stücke aus den Mohnblütenblättern, um damit ihr Nest auszukleiden. Ob Rot die Lieblingsfarbe der Biene ist? Darüber kann man nur spekulieren. Vermutlich hat die rote Tapezierung des Nestes ausschließlich praktische Gründe: die Blütenblätter geben dem sandigen Nest mehr Stabilität und schützt es vor Feuchtigkeit. Beim Ernten der Blütenblätter trägt die Mohn-Mauerbiene aber sicher auch zur Bestäubung des Mohns bei. Was Pflanze und Biene eint, sind die gleichen Ansprüche an den Standort, um sich wohlzufühlen: trocken und offener Boden. 
Tipp: Säen Sie eine der Wildgärtner Freude Samen-Mischungen in Ihren Garten. Im ersten Jahr blühen Kornblumen und der Klatschmohn. Wenn Sie den Mohn dauerhaft in Ihrem Garten haben möchten, bieten Sie ihm weiterhin trockene, wenig bewachsene Flächen. Mohn ist ein Lichtkeimer, d. h. der Samen darf nicht mit Erde bedeckt sein.

Weitere Fakten über die Mohn-Mauerbiene

Wissenschaftliche Bezeichnung: Hoplitis papavaris

Familie: Megachilidae

Art: Mohn-Mauerbiene

Körperbau: Die Mohn-Mauerbiene ist ca. 1 cm lang. Der Brustraum ist hellbraun behaart. Ihr Hinterleib ist schwarz mit hellen, schmalen Binden. Sie hat kräftige Kieferzangen, mit denen sie Nistmaterial transportieren kann.

Vorkommen: Ost- und Westeuropa. Die Mohn-Mauerbiene ist sehr selten und vom Aussterben bedroht. Sie bevorzugt trockene Gelände mit offenen Bodenstellen. Ihre Flugzeit ist Juni/Juli. Da sie sehr scheu ist und bei Störung oft stundenlang in ihrem Nest verharrt, ist die Biene schwer zu beobachten.

Nahrung: Die seltene Mauerbiene sammelt Nektar und Pollen bevorzugt von Korbblütlern, wie z.B. der Kornblume. Sie erntet ihre Nahrung aber auch an Ackerwinde oder Glockenblumen.

Fortpflanzung: Die Mohn-Mauerbiene gräbt ihr Nest in lockere Sandböden. Dazu lockert sie den Boden mit den Kieferzangen auf, greift damit das lockere Material und verteilt es ca. 1m vom Nest entfernt, bis die Niströhre etwa 5 cm tief ist. An deren Ende gräbt die Biene noch eine Rundung. Das Nest kleidet die Mohn-Mauerbiene mit Stücken von Blüten des Roten Klatschmohns aus, die sie mit den Kiefernzangen ausschneidet. Beim Nestbau „arbeitet“ sie sehr schnell, als sei sie immer in Eile. In der Brutkammer am Ende des Nestes sammelt sie Pollen der Kornblume, auf das sie dann ein Ei legt. Der Nesteingang wird mit Sand verschlossen. Nach einigen Tagen schlüpft die Larve und verpuppt sich später. In diesem Stadium überwintert sie.

Besonderheiten: Die Verwendung von Mohnblütenblättern für die Nestverkleidung. Der Zweck ist bisher noch nicht geklärt. Möglicherweise schützt die Biene mit der Auskleidung das Nest gegen Feuchtigkeit, stabilisiert damit die Seitenwände oder verhindert aufgrund der Inhaltsstoffe der Mohnblüten eine Verpilzung der Larvennahrung.

Neudorffs Extra-Tipp: Säen Sie eine der Wildgärtner Freude Samen-Mischungen in Ihren Garten. Im ersten Jahr blüht dann auch der Klatschmohn. Wenn Sie den Mohn dauerhaft in Ihrem Garten haben möchten, bieten Sie ihm trockene, wenig bewachsene Flächen. Die mag er nämlich genauso gerne wie die Mohn-Mauerbiene.