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Ziemlich beste Freunde - Die Haarmücke und der Apfelbaum

Bei den Haarmücken ist der Name Programm. Ihre Körperbehaarung gab ihnen ihre Bezeichnung. Sie sind übrigens brünett und tragen eher eine schnittige Kurzhaarfrisur. Weil sich Haarmücken von Nektar und Honigtau ernähren, besuchen sie tägliche viele Blüten. An ihrer üppigen Haarpracht bleibt dabei viel Pollen hängen, den sie mit zur nächsten Blüte tragen und sie so bestäuben.

Eine weibliche Haarmücke legt bis zu 3000 Eier. Das allerdings - zum Glück! -  nur einmal im Jahr. Aber keine Angst: die ebenfalls behaarten Larven sind durch ihre Fraßtätigkeit wichtige Zersetzer toten Materials und tragen so zur Humusbildung bei. 

Warum Obstbäume die Haarmücke lieben: Die Insekten sind gute Bestäuber, die Bienen bei ihrer Tätigkeit unterstützen. Das bedeutet: die Apfelernte fällt reicher aus. Und damit die Samenproduktion (Kerne im Inneren des Apfels) des Obstbaumes, der sich – zumindest auf natürliche Art und Weise – über die Samen vermehrt.

Weitere Fakten über die Haarmücke

Wissenschaftliche Bezeichnung: Bibio hortulanus
Familie: Zweiflügler
Art: Mücken

Körperbau: Haarmücken sind mittelgroß, schwarz und stark behaart. Sie erinnern im Aussehen an Fliegen. Die Männchen haben sehr große Facettenaugen, die im oberen Teil aus großen, im unteren Teil aus kleineren Einzelaugen bestehen.  Die behaarten Augen stoßen an der Kopfoberseite zusammen. Die Weibchen verfügen über wesentlich kleinere Augen, die nicht behaart sind. Außerdem besitzen sie einen Grabdorn an den Vorderbeinen, der ihnen bei der Eiablage im Boden hilft. Bei der Garten-Haarmücke unterscheiden sich die Geschlechter stark. Während das Männchen ganz schwarz gefärbt ist, sind beim Weibchen Brust und Hinterleib rotbraun.

Vorkommen: Etwa 50 Arten der großen Familie leben in Europa. Die Mücken treten im Frühjahr oft in großen Schwärmen auf und umfliegen Bäume und Sträucher. In manchen Jahren kann es zu einem Massenauftreten kommen. Garten-Haarmücken sind keine virtuosen Flieger, sondern eher schwerfällig. 

Nahrung: Die erwachsenen Mücken ernähren sich von Nektar und Honigtau. Beim Besuch der Blüten bleiben jede Menge Pollen in ihren Haaren hängen. Beim Besuch der nächsten Blüte tragen sie den männlichen Blütensamen weiter. Die Larven sind durch ihre Fraßtätigkeit wichtige Zersetzer toten Materials und tragen so zur Humusbildung bei. 

Fortpflanzung: Die Insekten paaren sich fliegend in den Schwärmen. Die Männchen fliegen dabei die Weibchen von unten an. Nach der Begattung legen die Weibchen ihre Eier einzeln oder in kleinen Gelegen in humusreichen Boden ab. Ein Weibchen kann bis zu 3000 Eier legen. Haarmücken sorgen meistens nur für eine Nachkommen-Generation im Jahr. Die frostunempfindlichen behaarten Larven überwintern im Boden und schlüpfen im Frühjahr, je nach Witterung im März und April.

Besonderheiten: die starke Behaarung. Haarmücken stechen nicht. Sie sind wichtige Bestäuber frühblühender Obstbäume. 

Neudorffs Extra-Tipp: Keine Angst vor Haarmücken, auch wenn sie gerne mal in Massen auftreten! Freuen Sie sich darüber, dass sie mit ihrer üppigen Haarpracht Bienen und Hummeln bei der Bestäubung unterstützen.