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Ziemlich beste Freunde - Der 22-Punkt Marienkäfer und die Zucchini

Er ist kleiner als seine roten Verwandten, hat aber mehr Punkte auf den Deckflügeln: jeweils 11 auf jeder Seite. Zum Glücksbringer hat er es leider trotzdem nicht geschafft. Er unterscheidet sich auch in seiner Ernährung von der seiner restlichen Familie. Der 22-Punkt Marienkäfer ist Vegetarier. Weder das erwachsene Tier noch seine Larven fressen Blattläuse, sondern Mehltau-Pilze. Das ist ein guter Grund, den heimischen, schwarz-gelben Käfer in den Garten einzuladen! Dazu muss man sich allerdings überwinden, mehltaubefallene Pflanzen zu tolerieren. Der kleine Käfer legt seine Eier im Frühjahr und Herbst an die kranken Pflanzen, damit die später schlüpfenden Larven sofort Nahrung finden. Der 22-Punkt Marienkäfer überwintert in Laubhaufen, Ritzen oder Spalten.

Warum Zucchinipflanzen den 22-Punkt Marienkäfer lieben: Zucchinipflanzen haben im Laufe des Sommers mit vielen Gefahren zu kämpfen. Wenn die Pflanzen frisch gesetzt sind, lauern Schnecken auf die jungen Triebe. Blattläuse saugen unter Umständen an den Stängeln und Blättern. In trockenen, warmen Sommern sind auch Pilzerkrankungen wie Echter Mehltau eine Gefahr für die Gesundheit der Zucchinipflanze. Wenn die Pflanze mit Mehltau befallen ist und grauer Schimmelrasen auf den Blättern haftet, kommt der 22-Punkt Marienkäfer. Er krabbelt auf den Blättern umher und frisst den Pilzrasen. Zwar nicht so, dass die Pflanze vollständig befreit wird und gesunden kann, aber immerhin.
Falls Sie Schädlings- und Krankheitsbefall vermeiden möchten, versorgen Sie die Zucchini immer mit genügend Nährstoffen und Wasser. Die mit dem Kürbis verwandten Pflanzen haben großen Hunger und Durst. Falls es zu doch einem Pilzbefall kommt, entfernen Sie zügig alle kranken Teile der Pflanze. Aber lassen Sie noch ein bisschen für den 22-Punkt Marienkäfer übrig…

Weitere Fakten über den 22-Punkt Marienkäfer:

Wissenschaftliche Bezeichnung: Psyllobora vigintiduopunctata
Familie: Marienkäfer
Art: Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer

Körperbau: Der Käfer wird drei bis vier mm lang und ist damit kleiner als seine populärste Verwandtschaft, der Siebenpunkt-Marienkäfer. Sein Körper ist fast halbkugelig. Auf den zwei gelben Deckflügeln hat er je 11 schwarze Punkte. Die Fühler und die Beine sind ebenfalls gelb. Auf seiner Unterseite ist der Marienkäfer schwarz mit gelben Punkten. Die Larven sind gelb mit schwarzen „Warzen“, aus denen Haarbüschel wachsen. Aus den Beinen sondern die Käfer bei Gefahr ein übelriechendes oder giftiges Sekret ab, das ihre Fressfeinde abschrecken soll.

Vorkommen: Europa, Nordafrika, Asien. Der Zweiundzwanzig-Marienkäfer lebt an Walrändern, auf Wiesen und in Gärten. Er fliegt zwischen April und September.

Nahrung: Anders als seine Artgenossen fressen Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer keine Blattläuse. Die erwachsenen Tiere und die Larven ernähren sich von Mehltaupilzen.

Fortpflanzung: Nach der Begattung im Herbst oder Frühjahr legen die Weibchen kleine, gelbe Eier auf Blättern ab, die mit Echtem Mehltau befallen sind. Etwa eine Woche später schlüpfen die Larven, die mit dem Fressen der Pilze beginnen. Nach mehreren Häutungen verpuppen sich die Larven und schlüpfen als fertige Käfer. Im Herbst ziehen sich die Tiere zur Überwinterung in Labhaufen, Ritzen oder Spalten zurück. Die kalte Jahreszeit überstehen die Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer mit Hilfe eines körpereigenen „Frostschutzmittels“.

Besonderheiten: Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer bildet eine Ausnahme unter den Marienkäfern durch seine Farbe und Ernährung. Er frisst Mehltaupilze, ist dabei aber nicht genügend effektiv, um als echter Nützling zu gelten. Mehltaubefallene Pflanzen sind eine Voraussetzung, um den gelben Marienkäfer im Garten zu finden.

Neudorffs Extra-Tipp: Einfach mal großzügig sein und Echten Mehltau nicht sofort oder an allen Pflanzen bekämpfen.