
Schädlinge, Krankheiten & Co.
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Spinnmilben (Tetranychidae) bekämpfen ist eine der wichtigsten Aufgaben für gesunde und vitale Garten-, Balkon-, und Zimmerpflanzen. Diese winzigen Schädlinge treten häufig bei trockener, warmer Luft auf und können Blattverlust sowie Wachstumsstörungen verursachen. Wer Spinnmilben frühzeitig erkennt und gezielt handelt, beugt massiven Schäden vor.


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Was sind Spinnmilben?
Spinnmilben sind mikroskopisch kleine, meist rötlich-gelbe Pflanzenschädlinge, die feine Gespinste an Blattunterseiten spinnen und helle, punktförmige Schäden verursachen.
Sie gehören zu den Spinnentieren (Arachnida) und zur Unterklasse der Milben. Die häufigste Art, die viele Zimmer- und Gartenpflanzen befällt, ist die gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae). Sie ist sehr klein, meist nur 0,2 bis 0,8 Millimeter, und daher mit dem bloßen Auge schwer zu erkennen. Die Tiere befallen sowohl Zimmerpflanzen als auch Gartenpflanzen in Gewächshaus oder Wintergarten.
Spinnmilben sitzen an der Unterseite der Blätter und stechen in die Pflanzenzellen um den Saft der Zellen auszusaugen, was sich zunächst durch gelbliche Pünktchen auf der Blattoberseite bemerkbar macht. Ist der Befall bereits fortgeschritten, werden diese Flecken braun und es kann zum Absterben ganzer Blätter und Triebe kommen. Typischerweise erkennst du den Befall an Spinnfäden auf den Blattunterseiten. Am Ende stirbt die Pflanze ab und die Spinnmilben suchen sich bereits die nächste Pflanze.
Häufig reicht schon eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und natürliche Pflanzenstärkung, um sie einzudämmen. Bei starkem Befall solltest du konsequent befallene Pflanzenteile entfernen, Blätter abduschen und auf ökologische Mittel setzen.
Das Wichtigste: Schnelle Behandlung und regelmäßige Kontrollen sind entscheidend, um Spinnmilben dauerhaft zu stoppen.
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Spinnmilben erkennen: Typische Anzeichen und Schadbilder
Feine, fast durchsichtige Gespinste auf Blattunterseiten, Spitzen, zwischen Trieben oder an den Blattachseln
Winzige helle bis gelbliche Pünktchen (Saugstellen) auf den Blättern, später oft ganze Flächen silbrig-hell
Vertrocknete, eingerollte Blätter, vor allem bei Zimmerpflanzen und Gewächshauskulturen
Mit einer Lupe erkennst du 0,2 – 0,8 Millimeter kleine Tiere, oft rötlich oder gelbgrün
Spinnmilben vermehren sich explosionsartig bei Trockenheit und Wärme.
Eine rasche Eindämmung des Befalls stoppt nicht nur die Schädigung der aktuellen Pflanze, sondern verhindert, dass die Spinnentiere auf Nachbarpflanzen übergehen und mehr Schaden anrichten.
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Spinnmilben erfolgreich bekämpfen
Befallene Blätter und Triebe großzügig abschneiden und im Hausmüll entsorgen.
Pflanzen gründlich mit lauwarmem Wasser abduschen, besonders die Blattunterseiten! Vorgang mehrmals wiederholen.
Die befallene Pflanze mit Spruzit Schädlingsfrei AF besprühen. Am besten am Morgen oder am Abend auf die Pflanze sprühen, dabei die Blattunterseiten besonders behandeln, da sich dort die meisten Schädlinge aufhalten. Das Mittel basiert auf Rapsöl und Naturpyrethrum und bekämpft sowohl die Schädlinge als auch die Eier und Larven.
Nach der Behandlung sorgt die Verwendung von Azet GrünpflanzenDünger flüssig dafür, dass deine Pflanzen gestärkt sind, sich schneller erholen und neue Blätter bilden.
Nützlinge gegen Spinnmilben: PP Raubmilben sind natürliche Gegenspieler der Spinnmilben. Das ist vor allem bei Zimmerpflanzen oder im Gewächshaus nützlich, da die Nützlinge den Befall schnell und natürlich eindämmen.
Kontrolliere auch Nachbarpflanzen und reinige Fensterbank oder Gewächshaus gründlich, um die Gefahr eines Neubefalls zu vermeiden.



Spinnmilben vorbeugen
Ein Spinnmilben Befall kann verhindert werden, wenn du es den Pflanzenschädlingen so unbequem wie möglich machst und dafür sorgst, dass sie sich an deinen Pflanzen gar nicht erst festsetzen.
Luftfeuchtigkeit erhöhen (besonders im Winter und in Innenräumen): Zimmerpflanzen regelmäßig übersprühen oder Wasserschalen aufstellen um die Heizungsluft zu befeuchten.
Pflanzen kräftigen: Einsatz von Azet GrünpflanzenDünger flüssig stärkt die natürliche Abwehr und sorgt für vitale, stressresistente Zimmer- und Balkonpflanzen. So kann das Auftreten der Pflanzenschädlinge verhindert werden.
Standort prüfen: Da Spinnmilben trockene Luft lieben, sollten Zimmerpflanzen nicht direkt am Heizkörper stehen, sonst sind die Bedingungen für die Schädlinge in deiner Wohnung zu vorteilhaft.
Befallene Pflanzen solltest du sofort von anderen Pflanzen isolieren, damit sich der Befall nicht ausbreiten kann.
Neue Pflanzen isoliert aufstellen und stets auf erste Anzeichen kontrollieren, damit du bei einem Spinnmilbenbefall schnell Maßnahmen ergreifen kannst.
Spinnmilben sind nervig, aber auf jeden Fall behandelbar
Spinnmilben führen zu einem Schadbild, das häufig nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Schau dir die Blätter, speziell die Blattunterseiten deiner Pflanzen in Haus und Garten regelmäßig an, nur so besteht die Möglichkeit, einen Befall rechtzeitig zu erkennen. Mit Aufmerksamkeit und schnellen, natürlichen Maßnahmen wie Produkten auf Rapsöl Basis oder PP Raubmilben hast du Spinnmilben gut im Griff. Kräftige Pflanzen, regelmäßige Pflege und gezielte Bekämpfung der Schädlinge bevor es zu einer Massenvermehrung kommt, sorgen für gesunde grüne Oasen, drinnen wie draußen.


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FAQ - Spinnmilben
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