Weiße Fliege erkennen und bekämpfen

Häufig tritt sie an Gemüsepflanzen auf, gelegentlich aber auch an Zierpflanzen im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank. Nicht verzagen, ihr könnt etwas gegen sie tun!

Häufig tritt sie an Gemüsepflanzen auf, gelegentlich aber auch an Zierpflanzen im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank. Nicht verzagen, ihr könnt etwas gegen sie tun!

Weiße Fliegen können sich schnell vermehren

Mottenschildlaus ist eigentlich der richtige Name der Weißen Fliege. Vor allem bei warmem und trockenem Wetter vermehrt sie sich massenhaft. Durch Saugen des zuckerhaltigen Pflanzensaftes vergilben die Blätter, trocknen ein und fallen ab. Auf der Blattoberseite entstehen durchs Saugen helle Punkte. Die Weißen Fliegen scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich wiederum Rußtaupilze ansiedeln und einen schwarz-grauen Belag bilden. Das schränkt die Photosynthese-Leistung der Pflanzen ein. Mit der Folge, dass sie schwächeln und bei starkem Befall absterben.

Steckbrief Weiße Fliege

Name: Unter dem Namen „Weiße Fliege“ fasst man verschiedene Arten von Mottenschildläusen zusammen. Sie sind eng verwandt mit Schildläusen und Blattläusen. Mottenschildläuse stammen ursprünglich aus Mittelamerika. 

Erwachsene Tiere: Die etwa 2 mm großen Insekten haben weiße, dachartig gestellte Flügel, die sich über den hellgelben Körper legen. Die Flügel wirken wie mit Mehl bepudert. Es handelt sich dabei um eine Art Wachsschicht, die die Tiere vor Austrocknung und auch Nässe schützt. Ihre Hinterbeine besitzen eine starke Sprungmuskulatur. Die Weiße Fliege sitzt bevorzugt auf der Blattunterseite. Sie fliegt bei der geringsten Bewegung auf, um sich dann aber gleich wieder niederzulassen. Unter günstigen Bedingungen über 20 °C entwickelt sich eine Generation in vier Wochen, jedes Weibchen kann 400 Eier legen. Vier bis fünf Generationen sind pro Jahr möglich.

Eiablage: Eier werden an der Blattunterseite im Halbkreis abgelegt. Sie sind milchig weiß,  dunkeln dann nach.

Larven: Die flachen Larven erinnern an Schildläuse, sind gelblich bis transparent. Nur das erste Stadium ist beweglich, ältere Larven sitzen unbeweglich blattunterseits. Sie saugen aus den Leitungsbahnen der Pflanzen den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Das letzte Larvenstadium frisst nichts mehr und ist deshalb schwer zu bekämpfen. 

Wirtspflanzen: Tomaten, Paprika, Geranien, Fleißige Lieschen und Rhododendron sind bevorzugte Wirtspflanzen.

Sechs Tipps, um die Weiße Fliege fernzuhalten

  1. Lüftet das Gewächshaus regelmäßig, besonders bei hohen Außentemperaturen.
  2. Setzt Pflanzen mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen wie Basilikum, Bohnenkraut, Lavendel, Tagetes und Thymian neben besonders gefährdete Pflanzen.
  3. Fördert Nützlinge, die Pflanzenschädlinge in Schach halten. Sät beispielsweise WildgärtnerFreude Samen-Mischungen aus. Was ihr sonst noch tun könnt, um euren Garten nützlingsfreundlich zu gestalten, lest ihr hier.
  4. Versorgt eure Pflanzen regelmäßig mit organischem Dünger. Starke Pflanzen überstehen Schädlingsbefall besser als geschwächte.
  5. Ein SchädlingsschutzNetz hält die Weiße Fliege vom Gemüse ab. Es wird direkt nach Aussaat oder Pflanzung über die Pflanzen gelegt. Wasser und Licht kommen hindurch, nicht aber die Schädlinge.
  6. Unkräuter wie Vogelmiere und Franzosenkraut solltet ihr aus der unmittelbaren Umgebung der Kulturpflanzen entfernen. Sie dienen auch als Überwinterungsquartier der Weißen Fliege.

Wie ihr die Weiße Fliege wieder loswerdet

  • Kontrolliert regelmäßig eure Pflanzen! In geschlossenen Räumen ist das mit Gelbtafeln, bei Topfpflanzen mit Gelb-Stickern möglich. Treten Weiße Fliegen auf, kleben sie einfach an dem insektizidfreien Spezialleim fest.
  • Setzt in Innenräumen gezielt EF-Schlupfwespen (Encarsia formosa) ein. Die stecknadelkopfgroßen Nützlinge sind natürliche Feinde der Mottenschildläuse. Sie legen ihre Eier in die lebenden Larven der Schadinsekten ab. Dort schlüpfen die Larven der EF-Schlupfwespen und fressen die Weiße-Fliege-Larven von innen her auf. Wegen ihrer hohen Temperaturansprüche eignet sich der Einsatz von EF-Schlupfwespen nur in geschlossenen Räumen, wie im Gewächshaus oder Wohnräumen. Lästig für Menschen oder Pflanzen werden die EF-Schlupfwespen nicht. Ihr bekommt sie über Bestell-Sets im Fachhandel.

Erfolgreich spritzen

  • Nur früh morgens spritzen, weil die erwachsenen Insekten dann noch träge sind und nicht wegfliegen können. 
  • Bitte gründlichst auch die Blattunterseiten mitbehandeln!
Weiße FliegeSchädlinge

Produkt-Tipps für euch

#) Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Ggf. Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten.ρ) # NB 6641: Nicht bienengefährlich (B4)