Rasen-Liga

Moos im Rasen

Wächst das Moos im Rasen besser als die Gräser? Dann checkt mal anhand unseres Sechs-Punkte-Plans, woran das liegen kann. Wir sagen euch, wie ihr das Moos nachhaltig loswerdet.

Wächst das Moos im Rasen besser als die Gräser? Dann checkt mal anhand unseres Sechs-Punkte-Plans, woran das liegen kann. Wir sagen euch, wie ihr das Moos nachhaltig loswerdet.

Gepflegter moosfreier Rasen

Was macht man gegen Moos im Rasen?

Moose sind an vielen Stellen in der Natur und im Garten gern gesehen. Nur: Im Rasen möchte sie der Hobbygärtner lieber nicht sehen.  Die Gründe für sein Auftreten sind vielfältig. Wir checken mit euch, woran es in eurem Garten liegen kann und schlagen Lösungen vor. Manchmal könnt ihr das Problem ganz einfach in den Griff bekommen.

Unser Podcast - „Einfach natürlich gärtnern“

Mehr zum Thema Moos und anderen Problemen im Rasen, in unserer Folge „Rasenprobleme“

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Check 1: Liegt der Rasen mehr als einen halben Tag im Schatten?

Dann ist der Rasen einfach auf verlorenem Posten. Denn selbst sogenannte Schattengräser möchten mindestens einen halben Tag Sonnenlicht genießen.

Das könnt ihr tun
Im Schatten von Gehölzen und Häusern gibt’s pflegeleichte und optisch ansprechende Alternativen zum Rasen: Bei ausreichend Feuchtigkeit im Boden kommen Immergrün (Vinca) oder Funkie (Hosta) zum Zug, Schaumblüte (Tiarella) oder Elfenblume (Epimedium) punkten zusätzlich mit Blüten. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt man mit „Laubschluckern“ wie Buschwindröschen (Anemone), Frauenmantel (Alchemilla) oder Waldsteinie. Wo sie wachsen, spart ihr euch im Herbst das Laubrechen. Immergrüne Varianten sind Dickmännchen (Pachysandra) oder Johanniskraut (Hypericum). 

Check 2: Hat der Rasen die richtige Länge?

Wird der Rasen zu tief gemäht, so sind die Gräser in ihrer Konkurrenzkraft gegenüber den Moosen geschwächt. Tiefer als vier Zentimeter in der Sonne und fünf Zentimeter im Schatten sollte man Rasengräser nicht kappen. 

Das könnt ihr tun
Hebt die Schnitthöhe an. Sorgt dafür, dass die Schneideblätter immer scharf sind, damit die Schnittflächen glatt sind. Ist der Rasen zu sehr in die Höhe geschossen, so erfolgt der Rückschnitt in Etappen: Mehr als ein Drittel der Blattmasse zu verlieren verkraften die Gräser nicht. 

Check 3: Bekommt der Rasen ausreichend Nahrung?

Nur bestens versorgt mit Nähr- und Mineralstoffen kann der Rasen gut wachsen. Denn erst wenn wieder Blattgrün aufgebaut ist, können sich entstandene Lücken schließen und das Moos wird wieder verdrängt. Besonders nach dem Vertikutieren sind Nährstoffgaben wichtig, um die Aktivität der Bodenorganismen zu fördern (siehe auch Check 4).

Das könnt ihr tun
Mindestens zweimal im Jahr düngen ist Pflicht, wenn ihr schönen Rasen haben möchtet. Dafür eignet sich unser Azet RasenDünger. Er enthält alle wichtigen Nährstoffe, die beigefügten Mykorrhiza-Pilze fördern die Fähigkeit der Wurzeln, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen. Oder ihr setzt gleich auf den RasenDünger SPEZIAL mooslos glücklich. Die darin enthaltene Eisenverbindung stärkt die Rasengräser zusätzlich. 

Check 4: Erstickt Filz den Gräserwuchs?

Ist der Rasen verfilzt, wirkt diese Zone wie ein Schwamm, der das vorhandene Wasser speichert. Diese feuchte, wenig belüftete Zone ist der ideale Nährboden für Moos, aber auch für Pilzsporen.

Das könnt ihr tun
Luft verschafft ihr dem Rasen durch Abharken der vermoosten Flächen im Frühjahr oder gleich durchs Vertikutieren. Nach der Maßnahme kann Niederschlagswasser wieder leichter abfließen, Staunässe wird reduziert. Der ideale Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr. 

Ist das Moos für das Verfilzen verantwortlich, hilft Finalsan RasenMoosfrei#,α,ρ. Treten nach dem Vertikutieren große Fehlstellen auf, so bessert die Stellen mit TerraVital RasenSanierer aus. Keinen Gefallen tut ihr euch mit qualitativ minderwertigem Saatgut, das schlecht keimt. 

Check 5: Ist der Boden verdichtet und staunass?

Oft liegen die Gründe für einen vermoosten Rasen noch tiefer: Wie die meisten anderen Pflanzen reagieren auch Rasengräser allergisch auf Staunässe, die die Wurzeln faulen lässt. Ursache dafür ist oft ein verdichteter Boden. 

Das könnt ihr tun
Ein aktives Bodenleben könnt ihr fördern, indem ihr organischen Dünger wie den Azet RasenDünger verwendet. Zusätzlich helfen jährliche Gaben vom Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer. Die darin enthaltene Pflanzenkohle verbessert dauerhaft die Bodenstruktur. Ist schon beim Anlegen des Rasens klar, dass Bodenverdichtungen und Staunässe auftreten, könnt ihr vorher gewaschenen Bau- oder Quarzsand mit 3-4 l/qm ausbringen. Dadurch trocknet die Oberfläche schneller ab und Moos hat schlechtere Karten. Dieses Sanden kann man bei feuchten Böden jährlich im Frühjahr wiederholen.

Check 6: Ist der Boden zu sauer?

Liegt der pH-Wert des Bodens zu niedrig, so gewinnen die Moose die Oberhand. Freudig wächst der Rasen nur bis zu einem pH-Wert über 6.

Das könnt ihr tun 
Den pH-Wert könnt ihr ganz leicht mit dem pH-Bodentest ermitteln. Liegt er zu hoch, könnt ihr nach Bedarf und Packungsangaben Azet RasenKalk ausbringen. 

Ein Tipp zum Schluss!

Bitte macht euch die Mühe und geht dem Moosbewuchs auf den Grund! Nur dann könnt ihr das Problem sprichwörtlich an der Wurzel packen. Wer immer nur an den Symptomen herumdoktert, muss jedes Jahr – oft sogar mehrmals – den Kampf mit dem Moos aufnehmen. 

Habt ihr noch andere Probleme? Mit unserem Rasen-Check findet ihr schnell raus, was eurem Rasen fehlt.

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Produkt-Tipps für euch

#) Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Ggf. Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten.α) *nach OECD 301 Fρ) # NB 6641: Nicht bienengefährlich (B4)