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Die Kiwi (Actinidia chinensis) ist ein vielseitiger, grüner Schattenspender und liefert leckere Früchte. Kiwis tragen ab dem dritten Jahr Früchte, aber der Anbau lohnt sich. Die kletternden, samtig behaarten Triebe und weißgelben Blüten sind wunderschön und bieten einen angenehmen Sichtschutz. Wir zeigen dir, wie du eigene Kiwis anbaust!


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So baust du Kiwi im Topf an


Die beste Kiwi Sorte für den Topf
Für deinen Balkon eignen sich besonders die kleinen Kiwis, also Sorten der Actinidia arguta. Sie sind winterhart und bringen in der Regel viele Früchte hervor. Damit deine Pflanze tatsächlich Kiwis trägt, brauchst du allerdings eine männliche und eine weibliche Pflanze auf deinem Balkon. Es gibt zwar auch selbstfruchtende Sorten, diese bringen aber meist weniger und kleinere Früchte hervor.
Diese Kiwi-Sorten sind selbstfruchtend
Ambrosia
Best Weiki
Issai (verträgt etwas Kalk)
Maki
Oriental Delight
Red Sun (als Buschform)
Weiki bavaria
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Der richtige Standort für Kiwi
Kiwis sind Kletterpflanzen – gib deiner Kiwi also unbedingt etwas, woran sie hochranken kann. Ein Geländer, eine Hauswand oder ein stabiles Rankgerüst sind dafür ideal geeignet. Die Pflanze mag es sonnig und windgeschützt. Optimal ist es, wenn der Topf selbst im Schatten steht, während das Laub genug Sonne abbekommt.
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Kiwi einpflanzen
Kaufe am besten gleich das passende Gefäß mit deiner Kiwi zusammen. Ideal sind Kübel mit einem Volumen von mindestens 25 Litern. Wenn du dich für einen Terrakotta-Topf entscheidest, achte darauf, dass er frostfest ist. Die beste Pflanzzeit ist das späte Frühjahr.
Bevor du die Kiwi einpflanzt, solltest du eine mehrere Zentimeter hohe Drainageschicht aus Kies oder Blähton am Boden des Gefäßes einfüllen. Verwende zum Einpflanzen am besten eine torffreie Erde wie die NeudoHum Rhododendron- und HortensienErde. Sie eignet sich hervorragend zum Mischen mit der Pflanzerde im Topf und unterstützt das sichere Anwachsen der Kiwi. Diese Erde hat einen niedrigen pH-Wert und ist damit ideal für Kiwis, denn sie bevorzugen einen leicht sauren Boden.
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Kiwi düngen und gießen
Ab dem zweiten Standjahr solltest du deine Kiwi im Frühjahr und im Juni mit Azet GartenDünger versorgen. Zusätzlich gibst du alle vier Wochen etwas Ferramin Eisendünger in halber Dosierung ins Gießwasser. Achte unbedingt darauf: Kiwis vertragen keinen Kalk – die einzige Ausnahme ist die Sorte 'Issai'.
Halte den Boden der Kiwi stets gleichmäßig feucht, vor allem während der Sommermonate. Achte aber darauf, Staunässe zu vermeiden, da die Pflanze empfindlich darauf reagiert.
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Kiwi schneiden
Kiwis sind pflegeleicht und benötigen nur wenig Schnittaufwand. Der beste Zeitpunkt zum Schneiden ist im Winter bis spätestens Mitte Januar oder alternativ im August.
Sobald dein Leittrieb (also der Haupttrieb) eine Höhe von etwa 1,50 Metern erreicht hat, solltest du ihn waagerecht anbinden. Die Seitentriebe kannst du dann im Juni nach dem 6. Blatt über den Früchten einkürzen – so förderst du ein gutes Fruchtwachstum und eine gesunde Pflanzenstruktur.
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Dann kannst du Kiwis ernten!
Im Herbst bis zum ersten Frost kannst du süß-saure Kiwis direkt von deinem Balkon genießen. Ernte die Früchte, solange sie noch etwas hart sind – sie reifen bei Zimmertemperatur gut nach und entwickeln dabei ihr volles Aroma.
Eine Kiwi-Pflanze, die etwa zwei bis drei Meter hoch ist, kann dir bis zu 5 Kilo Früchte pro Jahr schenken – eine beachtliche Ernte für den Balkon!
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Wie viel Erde brauche ich für meine Kiwi Pflanze?




Kiwi überwintern
Auch wenn viele Kiwi-Sorten winterhart sind – vor allem Actinidia arguta –, solltest du junge Pflanzen in den ersten zwei bis drei Jahren dennoch besonders gut vor Frost schützen. Der Wurzelballen ist empfindlich, besonders in Kübeln. Decke den Topf dick mit Laub, Stroh oder Tannenzweigen ab und umwickle den Kübel zusätzlich mit Vlies, Jute oder Noppenfolie, um ihn vor dem Durchfrieren zu bewahren. Du kannst den Topf auch auf eine Styroporplatte oder Holzunterlage stellen, um Bodenkälte zu vermeiden.
Wichtig: Auch im Winter muss gelegentlich gegossen werden, allerdings nur an frostfreien Tagen und in kleinen Mengen, der Wurzelbereich darf nie völlig austrocknen. Staunässe unbedingt vermeiden!
Ältere, gut eingewurzelte Pflanzen sind deutlich robuster. Trotzdem lohnt sich ein leichter Frostschutz für Triebe und Knospen, etwa durch ein Vlies, besonders bei Spätfrösten im Frühjahr. Achte darauf, dass die Kiwi nicht zu früh austreibt, da junge Triebe empfindlich gegenüber Spätfrost sind.


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