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Die Kiwi (Actinidia chinensis) ist ein vielseitiger, grüner Schattenspender und liefert leckere Früchte. Kiwis tragen ab dem dritten Jahr Früchte, aber der Anbau lohnt sich. Die kletternden, samtig behaarten Triebe und weißgelben Blüten sind wunderschön und bieten einen angenehmen Sichtschutz. Wir zeigen dir, wie du eigene Kiwis anbaust!


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Welche Kiwi Sorte kann ich anpflanzen?
Kiwis, auch als chinesische Stachelbeere bezeichnet, sind eine große und vielschichtige Pflanzengattung. Es gibt viele verschiedene Kiwi Arten, die alle zur Familie der Strahlengriffelgewächse gehören. Hier bei uns können einige Arten angebaut werden, die sich in der Pflege nur wenig unterscheiden.
Kiwibeeren (Actinidia arguta)
Für den Balkon eignen sich besonders mini Kiwis, also Sorten der Kiwibeeren (Actinidia arguta). Kiwibeeren sind frosthärter und weniger wärmebedürftig als großfrüchtige Kiwis und können ungeschält direkt vom Strauch gegessen werden. Sie sind dementsprechend winterhart und bringen in der Regel viele Früchte hervor.
Damit deine Pflanze tatsächlich Kiwis trägt, brauchst du allerdings männliche und weibliche Pflanzen.
Es gibt auch selbstfruchtende Sorten, diese bringen aber meist weniger und kleinere Früchte hervor.
Diese Kiwi-Sorten sind selbstfruchtend
Ambrosia: Trägt aromatische Früchte und eine gute Wahl für einen geschützten Standort im Garten. Da sie stark wächst benötigt die Kletterpflanze eine stabile Rankhilfe.
Best Weiki: Diese glattschaligen Früchte können mit Schale gegessen werden und sind vergleichsweise frostverträglich.
Issai (verträgt etwas Kalk): Wächst kompakt und trägt früh, eignet sich sehr gut für Balkon oder Terrasse.
Jenny (Actinidia Deliciosa) Diese beliebte Sorte rankt bis zu 5 Meter hoch und das Fruchtfleisch ist süß säuerlich.
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Der richtige Standort für Kiwi
Kiwis sind Kletterpflanzen – gib deiner Kiwi also unbedingt etwas, woran sie hochranken kann. Ein Geländer, eine Hauswand oder ein stabiles Rankgerüst sind dafür ideal geeignet. Der richtige Standort für die Pflanze sonnig und windgeschützt. Optimal ist es, wenn der Topf selbst im Schatten steht, während das Laub genug Sonne abbekommt. Die Pflanzen benötigen mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag.
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Kiwi pflanzen
Es wird empfohlen, Jungpflanzen im Fachhandel zu kaufen, da aus Samen gezogene Pflanzen erst nach sechs bis zehn Jahren blühen.
Pflanzzeit
Die ideale Pflanzzeit für Kiwis liegt zwischen Mitte Mai und August, da die meisten Pflanzen spätfrostgefährdet sind. Wir empfehlen das späte Frühjahr als idealen Zeitpunkt.
Kiwi einpflanzen
Kaufe am besten gleich das passende Gefäß mit deiner Pflanze zusammen. Ideal sind Kübel mit einem Volumen von mindestens 25 Litern. Wenn du dich für einen Terrakotta-Topf entscheidest, achte darauf, dass er frostfest ist. Die beste Pflanzzeit ist das späte Frühjahr.
Vor der Pflanzung solltest du eine mehrere Zentimeter hohe Drainageschicht aus Kies oder Blähton am Boden des Gefäßes einfüllen. Verwende zum Einpflanzen am besten eine torffreie Erde wie die NeudoHum Rhododendron- und HortensienErde. Sie eignet sich hervorragend zum Mischen mit der Pflanzerde im Topf und unterstützt das sichere Anwachsen der Kiwi. Denn der Boden für Kiwis sollte locker, nährstoffreich und leicht sauer sein, mit einem pH-Wert um 5,0, während kalkhaltige Böden ungeeignet sind. Unsere Erde hat einen niedrigen pH-Wert und ist damit ideal für Kiwis, denn sie bevorzugen einen leicht sauren Boden. Wenn du deine Kiwi Pflanze in den Garten pflanzt, kannst du die Erde für das Pflanzloch verwenden.
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Kiwi Pflanze pflegen
Kiwis sind Kletterpflanzen und ranken gern an Rankhilfen hoch. Nach der Pflanzung kannst du die jungen Triebe locker an einem Gerüst anbinden. Kiwipflanzen eignen sich ideal als dekorativer Sichtschutz für Pergolen oder Fassaden.
Kiwi düngen und gießen
Ab dem zweiten Standjahr solltest du deine Kiwi im Frühjahr und im Juni mit Azet GartenDünger versorgen. Zusätzlich gibst du alle vier Wochen etwas Ferramin Eisendünger in halber Dosierung ins Gießwasser. Achte unbedingt darauf: Kiwis vertragen keinen Kalk – die einzige Ausnahme ist die Sorte 'Issai'.
Halte den Boden der Schlingpflanze stets gleichmäßig feucht. Kiwis benötigen besonders in heißen Sommern regelmäßige Bewässerung, um die Früchte zur Reife zu bringen. Achte aber darauf, Staunässe zu vermeiden, da die Pflanze empfindlich darauf reagiert.
Kiwi schneiden
Kiwis sind pflegeleicht und benötigen nur wenig Schnittaufwand. Ein regelmäßiger Schnitt ist ab dem dritten Jahr wichtig, einschließlich Winterschnitt und Sommerschnitt. Der beste Zeitpunkt zum Schneiden ist im Winter bis spätestens Mitte Januar oder alternativ im August.
Entferne zuerst abgestorbene, schwache oder ungünstig wachsende Triebe. So bleibt die Pflanze luftig und kann ihre Kraft auf gesunde Triebe konzentrieren.
Kürze im Sommer lange, neue Seitentriebe ein. Das bremst das starke Wachstum und fördert die Fruchtbildung.
Schneide nach der Ernte oder im Spätwinter ältere, stark verholzte Triebe zurück. So schaffst du Platz für junges Holz, an dem die Kiwi später trägt.
Achte darauf, die Grundstruktur der Pflanze zu erhalten. Die Haupttriebe bleiben stehen, während du Fruchttriebe regelmäßig erneuerst.
Kontrolliere die Pflanze jedes Jahr aufs Neue. Sie wächst kräftig und mit einem regelmäßigen, gezielten Schnitt bleibt sie in Form und trägt zuverlässiger.
Sobald dein Leittrieb (also der Haupttrieb) eine Höhe von etwa 1,50 Metern erreicht hat, solltest du ihn waagerecht anbinden. Die Seitentriebe kannst du dann im Juni nach dem 6. Blatt über den Früchten einkürzen – so förderst du ein gutes Fruchtwachstum und eine gesunde Pflanzenstruktur.
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Blüten, Bestäubung und Ernte
Viele Kiwis wachsen kräftig, ohne je Früchte zu tragen. Denn ohne passende Bestäubung entstehen zwar Blüten, aber keine Früchte. Aus diesem Grund brauchst du eine weibliche und eine männliche Pflanze. Nur die weiblichen bilden Früchte, allerdings nicht ohne die Bestäubung einer männlichen Pflanze. Kiwis benötigen einen Pflanzabstand von drei bis vier Metern, um eine optimale Befruchtung und Entwicklung zu gewährleisten. Eine männliche Kiwipflanze kann bis zu vier weibliche Pflanzen befruchten.
Anhand der Kiwiblüte kannst du erkennen, welches Geschlecht die Pflanze hat: weibliche Kiwis haben einen deutlich grünen oder weißen Fruchtknoten in der Mitte mit strahlenförmig angeordneten Griffeln. Männliche Pflanzen hingegen haben diesen weißen Fruchtknoten nicht. In der Mitte befinden sich goldgelbe Saubgefäße, die den Pollen produzieren.
Dann kannst du ernten
Im Herbst bis zum ersten Frost (Oktober bis November) kannst du süß-saure Kiwis direkt von der Pflanze genießen. Ernte die Früchte, solange sie noch etwas hart sind – sie reifen bei Zimmertemperatur gut nach und entwickeln dabei ihr volles Aroma.
Eine Kiwi-Pflanze, die etwa zwei bis drei Meter hoch ist, kann dir bis zu 5 Kilo Früchte pro Jahr schenken – eine beachtliche Ernte. Kiwis sind reich an Vitamin C, Vitamin E, Kalium und Antioxidantien, der Anbau lohnt sich also!
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Wie viel Erde brauche ich für meine Kiwi Pflanze?




Kiwi überwintern
Auch wenn viele Kiwi-Sorten winterhart sind – vor allem Actinidia arguta –, solltest du junge Pflanzen in den ersten zwei bis drei Jahren dennoch besonders gut vor Frost schützen. Der Wurzelballen ist empfindlich, besonders in Kübeln. Decke den Topf dick mit Laub, Stroh oder Tannenzweigen ab und umwickle den Kübel zusätzlich mit Vlies, Jute oder Noppenfolie, um ihn vor dem Durchfrieren zu bewahren. Du kannst den Kübel auch auf eine Styroporplatte oder Holzunterlage stellen, um Bodenkälte zu vermeiden. Hast du deine Pflanze ausgepflanzt, kannst du die Wurzeln ebenfalls mit Laub oder ähnlichem abdecken.
Wichtig: Auch im Winter muss gelegentlich gegossen werden, allerdings nur an frostfreien Tagen und in kleinen Mengen, der Wurzelbereich darf nie völlig austrocknen. Staunässe unbedingt vermeiden!
Ältere, gut eingewurzelte Pflanzen sind deutlich robuster. Trotzdem lohnt sich ein leichter Frostschutz für Triebe und Knospen, etwa durch ein Vlies, besonders bei Spätfrösten im Frühjahr. Achte darauf, dass die Kiwi nicht zu früh austreibt, da junge Triebe empfindlich gegenüber Spätfrost sind.


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