
Blumen, Stauden & Co.
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Wer im Frühling einen blühenden Balkon genießen und den ersten Insekten Nahrung bieten möchte, kann bereits im Herbst starten. Beliebte Frühblüher wie Tulpen brauchen Frost, um im Frühjahr kräftige Blüten zu entwickeln. Doch wann soll man Blumenzwiebeln im Herbst pflanzen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.


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Wann sollte man Blumenzwiebeln im Herbst setzen?
Es gibt verschiedene Arten von Blumenzwiebeln, mit verschiedenen Pflanzzeiten. Die meisten Blumenzwiebeln werden im Herbst oder sogar im frühen Winter gepflanzt.
Der Grund dafür, warum die Blumenzwiebeln bereits im Herbst eingepflanzt werden, ist damit sie die Frostphase im Boden mitbekommen. Denn ohne diesen Kältereiz entwickeln sich diese Pflanzen nicht richtig. Blumenzwiebeln gehen nämlich nach dem Pflanzen in eine Ruhephase, die durch die kalten Temperaturen im Winter unterbrochen wird. Der Frost aktiviert dann das Wachstum der Wurzel und sorgt dafür, dass die Zwiebel den Frühling erkennt und beginnt, auszutreiben.
Diese Blumenzwiebeln im Herbst setzen
Hast du Blumenzwiebeln von Frühblühern, sollten diese am besten zwischen September und November, auf jeden Fall vor dem Frost, in die Erde gesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel:
Schneeglöckchen (Galanthus): Sollten spätestens im Oktober gesetzt werden und sind die ersten, die dann im Januar blühen.
Frühlingskrokusse (Crucus): Kannst du auch im Dezember noch setzen, blühen bereits ab Februar.
Tulpen (Tulipa): Können ebenfalls im Dezember noch gesetzt werden und blühen von März bis Mai.
Narzissen (Narcissus): Erstrahlen von März bis Mai in voller Blüte..
Hyazinthen (Hyazinthus): Blühen von März bis April.
Winterlinge (Eranthis): Setze sie spätestens im Oktober, dann kannst du ihnen ab Februar beim blühen zuschauen.
Je größer die Zwiebel, desto kräftiger die Blüte. Achte aber auf die Topfgröße für kleine Balkonkästen eignen sich kompaktere Sorten.


Die Blumenzwiebeln pflanzen
1. Den Topf vorbereiten
Ein frostfreier Tag im September eignet sich perfekt um mit dem Setzen der Blumenzwiebeln zu beginnen. Wähle einen Topf oder ein Gefäß mit mindestens 30-40cm Tiefe, damit die Blumenzwiebeln nach dem Pflanzen genug Platz haben. Fülle eine Schicht Blähton als Drainageschicht in den Topf, so kannst du Staunässe vermeiden. Anschließend füllst du das Gefäß mit Erde auf, bis ungefähr 15cm unter den Rand des Topfes.
Wenn du bereits vorgedüngte Erde wie unsere NeudoHum BlumenErde nutzt, haben die Blumenzwiebeln die besten Startvoraussetzungen. Hast du keine vorgedüngte Erde, kannst du einen organischen Dünger, wie den Azet Staudendünger unter die Erde mischen.
2. Blumenzwiebeln setzen
Jetzt ist dein Gefäß vorbereitet und du kannst die Blumenzwiebeln pflanzen. Platziere die Zwiebeln mit den Wurzeln nach unten in deinem Topf und informiere dich über den Pflanzabstand deiner Sorte. Hier lohnt sich ein Blick auf die Verpackung der Blumenzwiebeln, da findest du den genauen Pflanzabstand.
"Kleinere Blumenzwiebeln wie Schneeglöckchen oder Winterlinge werden in Gruppen von 10-20 Stück eng nebeneinander gepflanzt."
Anschließend bedeckst du die Blumenzwiebeln locker mit Erde und drückst diese leicht an. Jetzt nur noch angießen und, falls du dich im Frühling nicht überraschen lassen willst, markieren.
Als Faustregel gilt: Über der Blumenzwiebel sollte mindestens genau so viel Erde sein, wie die Zwiebel selbst hoch ist.
3. Pflege der gesetzten Blumenzwiebeln
Im Winter sollte der bepflanzte Blumenkasten dann regen- und windgeschützt stehen und keinen zu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein. Einen gewissen Kältereiz brauchen die Frühblüher, denn ohne ausreichend Kälte, kann die Blütenbildung ausbleiben. Doch im Topf friert die Erde im kalten Winter von allen Seiten, daher ist ein leichter Schutz von Vorteil, wenn sich Dauerfrost unter 5 Grad ankündigt:
Stelle deinen Topf an eine Hauswand oder unter ein Vordach
Ein Winterschutz aus Jute schützt den Topf vor zu viel Kälte
Bei Bedarf kannst du die Erde mit Tannenzweigen abdecken, das schützt, lässt aber trotzdem Luft durch.
Deine Pflanzen sollten nicht austrocknen, daher gieße an frostfreien Tagen nach Bedarf, dass die Erde leicht feucht bleibt aber sich keine Staunässe bildet.
Sobald sich die ersten Triebe zeigen, darf mit einem organischen Dünger wie dem Azet Balkonpflanzendünger flüssig gedüngt werden. Sind die Blüten verblüht, wird es Zeit, diese abzuschneiden. Blätter dabei unbedingt stehen lassen, bis diese auch verblüht sind.
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Blumenzwiebeln lagern
Sind Blüte und Blätter vollständig verblüht, gibt es Möglichkeiten, die Blumenzwiebeln zu lagern, denn die meisten Sorten sind mehrjährig.
Stelle das Gießen ein, sobald Blätter und Blüten vollständig vertrocknet sind.
Grabe die Blumenzwiebeln vorsichtig aus und entferne lose Erde.
Anschließend lagerst du sie an einem trockenen kühlen Ort und achtest darauf, dass sie gut belüftet sind damit sich kein Schimmel bildet. Dazu eignet sich ein Netz oder ein Baumwollbeutel.
Blumenzwiebeln können aber auch einfach im Topf bleiben, dann werden sie nächstes Frühjahr wieder austreiben und du hast ohne viel Arbeit wieder prächtige Tulpen, Narzissen oder Krokusse auf dem Balkon.
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Gerit und Annette erklären detailliert alles, was du zu dem Thema sonst noch wissen musst.

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