5 Pflegetipps für deine Amaryllis

Zimmerpflanzen

  • 4 Min. Lesezeit

Die Amaryllis, die wir zur Weihnachtszeit verschenken, heißt botanisch eigentlich Ritterstern (Hippeastrum). Als Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse begeistert sie mit großen, farbenfrohen Blüten. Annette verrät dir fünf einfache Tipps, mit denen deine Amaryllis nicht nur jetzt blüht, sondern auch im nächsten Jahr wieder austreibt.

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Amaryllis oder Ritterstern?

Eine Amaryllis ist eine Pflanze aus der Gattung der Amaryllisgewächse. Die Pflanze, die wir häufig in der Weihnachtszeit im Wohnzimmer stehen haben, ist streng genommen keine echte Amaryllis, sondern ein Ritterstern (Hippeastrum). Die echte Amaryllis ist die Amaryllis Belladonna, auch Belladonnalilie genannt und ist eine Gartenpflanze.

Grundsätzlich unterscheiden sich beide Pflanzen im Aufbau, der Herkunft und der Blühzeit. Die Belladonnalilie blüht nämlich im Vergleich zum Ritterstern im Sommer im Garten und der Blütenstil ist gefüllt, nicht hohl.

Der Ritterstern eignet sich aber aufgrund seiner Blütezeit und der einfachen Pflege hervorragend, um Farbe in die Wintermonate zu bringen. Im Volksmund hat sich für diese Pflanze der Name Amaryllis etabliert, obwohl es sich eigentlich um den Ritterstern handelt. Der Ritterstern wird auch häufig unter dem Namen Amaryllis verkauft. In diesem Artikel wird ebenfalls der Name Amaryllis verwendet, es handelt sich aber genauer gesagt um den Ritterstern.

Tipp Nummer 1:

Die Auswahl der Amaryllis

Bereits beim Kauf beginnt die Amaryllis Pflege. Die Amarylliszwiebel sollte fest sein und keine weichen oder faulen Stellen aufweisen. Entdeckst du kleine rote oder rotbraune Stellen, ist die Amaryllis wahrscheinlich von der Pilzerkrankung "Roter Brenner" befallen. Ansonsten kannst du dich bei der Farbpalette austoben: ob rot, rosa oder schneeweiß, die Pflanze gibt es in verschiedenen Farben.

Zwei Hände zeigen auf eine Amaryllis Zwiebel
Tipp Nummer 2:

Die Amaryllis richtig gießen

Der Wasserbedarf variiert, je nachdem in welcher Wachstumsphase sich die Amaryllis befindet. Generell gilt:

  • Gieße stets das Substrat um die Zwiebelblume herum, nicht den Stil oder die Zwiebel selbst.

  • Die Amaryllis sollte regelmäßig aber nicht zu viel gegossen werden.

Direkt nach dem Kauf oder dem Umtopfen, bis der erste Blütenstil sichtbar ist

Einmal gründlich angießen und überschüssiges Wasser abschütten. Anschließend sehr sparsam weiter gießen, die Blumenzwiebel sollte nicht dauerhaft im Wasser stehen, sonst droht Wurzelfäule. In dieser Phase hat die Zwiebel noch Reserven, zu viel Wasser würde das Risiko für Krankheiten erhöhen.

Im Wachstum, wenn sich die Knospen entwickeln

Jetzt heißt es: Gießen moderat steigern, die Erde sollte leicht feucht gehalten werden. Mit der Fingerprobe kannst du feststellen, ob deine Amaryllis gegossen werden muss: Sind die oberen 2-5cm der Erde trocken, gieße das Substrat durchdringend und gieße überschüssiges Wasser ab. In der Wachstumsphase steigt der Wasserbedarf, komplett austrocknen darf die Pflanze jetzt nicht.

Blühphase

Es ist Blütezeit und die volle Blütenpracht erstrahlt! Jetzt solltest du weiterhin regelmäßig aber maßvoll gießen, möglichst mit zimmerwarmem Wasser. Gleichmäßige Wasserverfügbarkeit unterstützt die Blühdauer und Standfestigkeit der Pflanze.

Nach der Blüte

Meist ist die Blüte mit Ende der Weihnachtszeit vorüber und die Blumenzwiebel tankt Energie für die neue Saison. Fahre mit dem gießen wie in der Blühphase fort und dünge die Amaryllis danach wie eine Zimmerpflanze, mit unserem Azet GrünpflanzenDünger.

Eine rot blühende Amaryllis
Tipp Nummer 3

der richtige Standort für Amaryllis

Amaryllis mögen einen hellen Standort, ohne direkte Sonne. Gerne auf der Fensterbank bei Temperaturen zwischen 18°C und 22°C. Die Blüte wächst zum Licht, daher kann es sich lohnen, die Pflanze hin und wieder zu drehen. Bis die ersten Blütenansätze nach dem Kauf erscheinen, dauert es dann ungefähr vier Wochen. Annette hat noch einen Pflegetipp: Kühle Nächte, zwischen 18°C und 20°C fördern eine stabile Blüte. Steht die Pflanze zu dunkel, werden die Blütenschäfte zu lang und instabil.

Tipp Nummer 4:

Die Amaryllis nach der Blüte schneiden

Nach der Blütezeit solltest du die Amaryllis auf keinen Fall entsorgen, da sie mit der richtigen Pflege jedes Jahr wieder blüht. Ist die Weihnachtszeit vorüber, sind in der Regel auch die Blüten abgeblüht. Schneide den Blütenstiel mit den Blüten unten ab, dabei sollten die Blätter auf jeden Fall stehen bleiben. Über die Blätter macht die Pflanze Photosynthese und lagert die Nährstoffe. Jetzt muss die Amaryllis regelmäßig gegossen und gedüngt werden.

Im Frühjahr, kannst du die Zwiebel dann umtopfen, da sie sich von März bis Juli in der Wachstumsphase befindet. In dieser Zeit sollte sie regelmäßig gedüngt werden, zum Beispiel mit dem Azet GrünpflanzenDünger. Damit deine Amaryllis im nächsten Winter wieder blüht, sollte das Gießen ab August langsam wieder reduziert werden, damit die Ruhephase eingeleitet werden kann.

Auf einem Tisch stehen zwei Amaryllis: Eine davon ist zurückgeschnitten
Tipp Nummer 5:

Ruhephase einleiten, damit die Amaryllis wieder blüht

Ab September startet die Blumenzwiebel für 8-10 Wochen in die Ruhephase. In dieser Zeit gilt für die Amaryllis:

  • Gießen einstellen

  • Düngen einstellen

  • Zwiebel trocken stehen lassen

  • Zwiebel dunkel stehen lassen

In dieser Zeit werden die Blätter sich einziehen und braun, das ist ganz normal und sollte dir keine Sorgen machen. Wenn dann die Winterzeit im November kommt, kannst du die Zwiebel gegebenenfalls umtopfen oder nur die Erde erneuern, damit sie neue Kraft hat und zu Weihnachten blüht. Setze sie unbedingt nur zur Hälfte in Erde, sodass die Wurzeln Kontakt zu Erde haben. Jetzt startest du wieder von vorn mit dem Gießen und kannst bald wieder Freude an einer blühenden Amaryllis haben.

Annette zeigt mit dem Finger auf eine noch geschlossene Amaryllis Blüte
Zusatz Tipp:

Amaryllis in der Vase

Amaryllis ist auch als Schnittblume bekannt, die es in der Weihnachtszeit zu kaufen gibt. Mit dem richtigen Wissen hast du auch lange Freude an der schönen Zwiebelblume in der Vase:

  • Je niedriger die Zimmertemperatur bei dir ist, desto länger hält sich die Amaryllis in einer Vase.

  • Wähle eine schwere Vase aus, da die Blüten der Amaryllis groß und schwer werden. So kannst du ein Kippen vermeiden.

  • Wechsle das Wasser in der Vase täglich, um die Blume frisch zu halten.

  • Damit der Stiel nicht so schnell aufweicht, sollte die Vase nicht zu viel Wasser enthalten.

Der Ritterstern (Hippeastrum) ist nicht ohne Grund eine so beliebte Zimmerpflanze im Winter. Durch ihre Blüten bringt sie Farbe an jeden Ort und findet sowohl im Topf als auch in der Vase als Schnittblume oder in Wachs gegossen als Deko Verwendung. Amarylliszwiebeln können jedes Jahr mit der richtigen Pflege wieder austreiben und sich von ihrer besten Seite zeigen. Mit diesen Tipps kannst du dich viele Jahre über schöne Blüten in der Adventszeit freuen.

Viel Spaß beim Gärtnern wünschen,

Annette & Gerit.

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