Schildläuse und Wollläuse erkennen und bekämpfen

Bei einem Befall mit Wollläusen oder Schildläusen stechen die Insekten, genau wie die mit ihnen verwandten Blattläuse, die befallenen Pflanzen erst mit ihrem Stechrüssel an und saugen sie anschließend aus.

Wollläuse und Schildläuse sind gut an ihrer jeweiligen Schutzschicht, die sie vor äußeren Einflussen gut schützt, zu erkennen: Die Wollläuse sind mit einer weißen "Wollschicht" umhüllt, während die Schildläuse ein Schild aus Wachs zum Schutz besitzen.

Wollläuse und Schildläuse erkennen

Trotz des unterschiedlichen Aussehens treten die Schildläuse und Wollläuse unter ähnlichen Bedingungen auf. Sie können auch mit ähnlichen Mitteln bekämpft werden. Die Schädlinge treten sowohl an Pflanzen mit verholzenden Trieben und harten Blättern, als auch an krautigeren Pflanzen auf. Dazu zählen Orchideen ebenso wie Ficus-Arten (Birkenfeige, Gummibaum) oder Kakteen. Die Tiere sitzen dabei auf den Blattunter-, Blattoberseiten und in den Blattachseln, aber auch verteilt an den Trieben. Schildläuse tauchen überwiegend in Innenräumen auf, gelegendlich auch draußen, etwa an Obst- und Ziergehölzen.

So sehen Wollläuse aus

Wollläuse oder auch Schmierläuse, wie die Pflanzenschädlinge auch genannt werden, sind 2-4 mm große Insekten, die mit einer weißen, „wolligen“, aus Wachs bestehenden Schicht bedeckt sind. Die Schädlinge sitzen vorwiegend an Blättern von krautigen und hartlaubigen Pflanzen auf den Blattunterseiten und in den Blattachseln. Die Wollläuse ernähren sich von zuckerhaltigem Pflanzensaft. Da sie nicht alles davon selbst verwerten können, scheiden sie klebrigen, sogenannten Honigtau aus, der sich auf den Blattoberseiten befindet. Bei starkem Befall klebt auch die Umgebung der Pflanzen, wie z.B. Fensterbänke oder Bodenbeläge. Durch die Besiedelung von Rußtaupilzen auf der klebrigen Schicht werden die Blätter der Pflanzen mit einer dunklen Schicht überzogen.

Woll- oder Schmierläuse befallen bevorzugt Ficus, Gummibäume, Orchideen und Kakteen.

Und so sehen Schildläuse aus

Schildläuse sehen schildartig aus, wie der Name schon vermuten lässt. Die ca. 1 – 3 mm großen, ovalen bis rundlichen Schildchen kleben auf und unter den Blättern, an Trieben und Blattstielen der Pflanzen. Die meisten Schildläuse saugen ebenfalls den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Durch die Ausscheidungen der Schildläuse werden die Pflanzen klebrig. Auch hier kann es zu einer Besiedlung mit Rußtaupilzen kommen, die die Blätter überziehen.

Schildläuse bevorzugen Pflanzen mit verholzenden Trieben und sitzen deshalb oft an Ficus, Palmen, Orchideen, Oleander, Zitruspflanzen und Pflanzen mit dickfleischigen Blättern wie Sukkulenten und Kakteen.

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Wolllausbefall und Schildlausbefall vorbeugen

  • Untersucht die Pflanzen schon beim Kauf im Fachhandel genau auf mögliche Schädlinge, um eine Übertragung auf vorhandene Pflanzen zu vermeiden.
  • Kontrolliert auch zuhause eure Zimmerpflanzen gründlich auf Befall mit Wollläusen und Schildläusen.
  • Stellt die Pflanze sofort weitab von anderen Pflanzen auf, nachdem ihr die Schädlinge entdeckt habt. Junge Schildläuse und Wollläuse sind sehr mobil und gelangen leicht auf andere Pflanzen.
  • Achtet auf die Standortbedingungen der Pflanzen, die auf dem Etikett angegeben sind. Stehen Pflanzen entgegen ihrer Bedürfnisse zu warm, zu dunkel, zu trocken oder nass, sind sie geschwächt und anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.
  • Versorgt eure Zimmerpflanzen und Kübelpflanzen regelmäßig mit einem ausgewogenen, organischen Dünger, der auf den Nährstoffbedarf der Pflanze abgestimmt ist. Starke, kräftige Pflanzen sind weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten und überstehen einen etwaigen Befall besser.

Schildläuse und Wollläuse bekämpfen

Als erste Maßnahme zur Bekämpfung der Wollläuse und Schildläuse solltet ihr die betroffenen Pflanzen sofort weit entfernt von den anderen Gewächsen aufstellen und schnell isolieren. Die Jungtiere sind gerade im Sommer sehr aktiv!

Beim Auftreten von einzelnen Tieren bzw. einem geringen Befall streift die Insekten mit den Fingern, einer Zahnbürste oder einem Lappen von den Blättern oder Trieben. Die Pflanzen mit einem kräftigen Strahl abzuduschen, hilft bei Schildläusen und Wollläusen leider nicht.

Nützlinge gegen Wollläuse und Schildläuse

Wollläuse und Schildläuse in Zimmern oder dem Wintergarten werdet ihr auf ganz natürliche Weise wieder los, wenn ihr Nützlinge einsetzt. Ein CM-Australischer Marienkäfer beginnt bei Ausbringung sofort mit dem Vertilgen von bis zu 250 Wollläusen am Tag. Ihr erhaltet die Nützlinge über ein Bestell-Set, das ihr im Handel oder direkt hier beziehen könnt. Die Nützlinge werden euch dann sicher nach Hause geschickt und können direkt ausgebracht werden.

Mehr dazu im Neudorff Garten-Thema

Alles wissenswerte zu Nützlingen und wie ihr sie anwendet, erfahrt ihr hier.

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Effektive Mittel gegen Schildläuse und Wollläuse

Setzt bei fortgeschrittenem Befall gegen Schildläuse und Wollläuse an Zimmerpflanzen das insektizidfreie Promanal AF Neu Schild- und Wolllausfrei#,ρ oder das Promanal AF GrünpflanzenSchädlingsFrei#,ρ ein und bekämpft die Läuse aktiv. Die Mittel zur Bekämpfung der Schildläuse und Wollläuse sind anwendungsfertig und können direkt auf die befallenen Pflanzen angewendet werden. Wichtig ist bei der Anwendung, dass ihr die Pflanzen gründlich von allen Seiten (also auch die Blattunterseiten) tropfnass besprüht.

Extra Tipps gegen Schildläuse und Wollläuse

  • Säubert die Fensterbank incl. des Fensters und den Fußboden mit einem feuchten Lappen, bevor ihr die behandelte Pflanze wieder an ihren Platz stellt.
  • Säubert die Kultur- und Übertöpfe, in denen kranke Pflanzen gestanden haben, gründlich mit Spülmittel und Wasser.
  • Topft die Pflanzen nach starkem Befall am besten in torffreie NeudoHum BlumenErde um. Entfernt dabei die alte Erde so gut wie möglich. Für Palmen, Oleander und Co. eignet sich NeudoHum Mediterranpflanzen- und PalmenErde.
  • Stärkt durch Schädlingsbefall geschwächte Orchideen mit der Neudorff BioKraft Vitalkur für Orchideen anwendungsfertig.

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Tipps zur Bekämpfung der Schildläuse und Wollläuse

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