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Deutschland

Der Schwalbenschwanz – Sturzflug zum Verlieben

Der Schwalbenschwanz  im Anflug an eine Blüte.

Wissenschaftliche Bezeichnung: Papilion machaon
Familie: Ritterfalter
Art: Schwalbenschwanz

Körperbau: der Schwalbenschwanz ist mit einer Flügelspannweite von 50 bis 75 mm einer der größten Tagfalter Deutschlands. Seine Flügel sind cremefarben und schwarz gemustert. Am unteren Rand seiner Hinterflügel läuft ein blaues Band mit roten Augenflecken. Charakteristisch sind die zwei schwarzen Verlängerungen an den Hinterflügeln, die dem Schmetterling seinen deutschen Namen geben: sie erinnern an die langen Schwanzfedern der Rauchschwalben. Die zweite Generation der Falter, die im Sommer schlüpfen, sind farbkräftiger als die Falter der ersten Generation, die im Frühjahr zu sehen sind.

Vorkommen: Europa, Asien, Nordamerika. Der Schwalbenschwanz liebt Wiesen und offenes Gelände. Gelegentlich sucht er auch Gärten auf, wenn er dort Pflanzen zur Eiablage findet.

Nahrung: Der erwachsene Schwalbenschwanz ernährt sich vom Nektar verschiedener Wildpflanzen, wie z. B. Löwenzahn, Knautie, Gundermann, Rotklee und Natternkopf. Die Raupen fressen an Doldenblütlern, zu denen z.B. die Wilde und Garten-Möhre, Fenchel und Dill gehören.

Fortpflanzung: Die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge überwintern als Puppe an Pflanzenteilen. Je nach Witterung schlüpfen die Falter dann im Mai. Nach der Begattung legen die Schmetterlinge ihre Eier am Boden geeigneter Futterpflanzen für die Raupen ab. Dabei bevorzugen sie einzelnstehende Pflanzen, die sie gut anfliegen können. Nach einer Woche schlüpfen die Raupen, die zu fressen beginnen und sich mehrfach häuten. Das letzte Stadium der Schwalbenschwanzraupen ist grün mit schwarzen Querstreifen und mit gelben oder orangen Punkten. Bei Gefahr können die 45mm langen Raupen einen orangefarbenen „Stachel“ ausfahren, mit dem sie einen Duftstoff zur Feindabwehr absondern. Nach der Verpuppung der Raupen tritt im Juli die zweite Generation der Schwalbenschwanz-Falter auf. Die Raupen der zweiten Generation überwintern als Puppe.

Besonderheiten: Schwalbenschwänze suchen zur Paarungszeit Erhebungen im Gelände auf, um dann im Segelflug immer wieder Hänge herunter zu segeln auf der Suche nach einem Geschlechtspartner.

Der wissenschaftliche Name des Falters (Papilion machaon) bezieht sich auf einen Heilkundigen (Machaon) in der griechischen Mythologie.

Neudorffs Extra-Tipp: Der Schwalbenschwanz mag es wild. Säen Sie unsere Wildgärtner Freude Samen-Mischung „Bunte Schwärmerei“ aus. In der Mischung sind viele Nahrungspflanzen enthalten, die dem Schmetterling schmecken.