Suche
Deutschland

Die Rostrote Mauerbiene – Leben am Limit

Die Rostrote Mauerbiene auf der Suche nach einem Nistplatz.

Wissenschaftliche Bezeichnung: Osmia bicornis
Familie: Megachilidae
Gattung: Mauerbienen
Art: Rote Mauerbiene

Körperbau: Die Rostrote Mauerbiene wird etwa 10mm lang und ist breit-gedrungen. Die Biene ist im Brustbereich mit hellen Haaren, am hinteren Körper rostrot dicht behaart. Das Gesicht ist mit schwarzen Haaren bedeckt, bei Männchen sind die Haare hell.

Vorkommen: Europa und Nordafrika, Walränder- und Lichtungen, Gärten, Streuobstwiesen, Februar bis Juni.

Nahrung: Die Rostrote Mauerbiene ist auf keine Pflanzenart spezialisiert. Sie sammelt Nektar und Pollen auf praktisch allen Pflanzen, die während ihrer aktiven Zeit blühen. Da sie je nach Witterung schon ab Februar unterwegs sein kann, sind für sie Frühlingsblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse oder Winterlinge erste Nahrungsquellen. Sie gilt als ein sehr wichtiger Bestäuber von Obstgehölzen. 

Fortpflanzung: Die Mauerbiene nistet in röhrenartigen Hohlräumen von ca. 6-9mm Durchmesser. Charakteristisch für Mauerbienen sind die Kammern, die sie gewöhnlich hintereinander um die einzelnen Eier herum bauen. Dazu verwendet die Rostrote Mauerbiene feuchte Erde, die sie mit ihrem Speichel vermischt. Eine Niströhre beinhaltet bis zu 20 Eier. Vor dem Verschluss einer einzelnen Kammer sammelt sie Pollen und legt ihn dort ab. Er dient den Larven später als Nahrung. Die Verpuppung findet noch im gleichen Jahr statt. Die fertige Biene überwintert in der Puppenhülle und schlüpft im zeitigen Frühjahr. Die zuerst schlüpfende Biene beißt dazu den Verschluss der Niströhre auf. Die erste schlüpfende Biene ist immer männlich. Schlüpfen später die Weibchen, versuchen die Männchen sie sofort zu begatten. Dazu umklammern sie die Weibchen fest, bis es zur Paarung kommt. Die männlichen Mauerbienen patrouillieren auch an Blüten, um paarungswillige Weibchen auf deren Nahrungssuche zu finden. Die Rostrote Mauerbiene fliegt bis Juni. Danach ist ihre Mission zur Vermehrung abgeschlossen.

Besonderheiten: Die Rostrote Mauerbiene ist sehr anspruchslos in der Wahl der Nistplätze. Sie legt Eier in hohlem Pflanzenmaterial ab, aber auch in Gartendekorationen und anderen Gegenständen. Ähnlich wahllos ist sie bei der Beschaffung von Pollen. Sie „erntet“ an nahezu allen Pollenträgern, die während ihrer Lebenszeit blühen.

Neudorffs Extra-Tipp: Seien Sie großzügig! Falls Mauerbienen Ihre Gartendekoration besetzen, gestalten Sie einfach eine neue…

Oder bieten Sie Ihnen komfortable Eigentums-Wohnungen an. Unser Bienenhaus ist dafür bestens geeignet.