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Deutschland

Der Rosenkäfer – Majestetisches Glanzstück

Wissenschaftliche Bezeichnung: Cetonia aurata
Familie: Blatthornkäfer
Art: Goldglänzender Rosenkäfer

Körperbau: Die Käfer werden 14 – 20mm groß. Die Oberseite des Käfers glänzt metallisch grün, manchmal auch changierend bronzefarben. Die Unterseite ist rotgolden gefärbt. Die grünen Deckflügel sind im hinteren Drittel mit weißen Querrillen oder Flecken durchzogen.

Die Deckflügel sind zusammengewachsen und können nicht zum Fliegen genutzt werden. Der Käfer entfaltet seine Hautflügel in einer Wölbung an den Körperseiten und breitet sie zum Fliegen aus. Daraus ergibt sich ein charakteristisches Flugbild. 

Vorkommen: Europa und Asien. In Deutschland steht der Rosenkäfer durch die Bundesartenschutz-Verordnung als besondere Art unter Schutz. Man findet ihn in Gärten häufig auf Rosenblüten, an Waldsäumen an Holunder und Weißdorn sowie an Obstgehölzen. Seine aktive Zeit hat der Käfer zwischen Mai und Oktober.

Nahrung: Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Blütennektar und-pollen. Gelegentlich knabbern sie auch zarte Blüten an, ohne wesentliche Schäden anzurichten. Dabei verweilt der Käfer längere Zeit an den Blüten ohne sich stören zu lassen.

Die Larven der Käfer findet man häufig im Kompost, wo sie durch den Fraß von verrottenden Pflanzenteilen zur Zersetzung beitragen. An lebenden Pflanzen fressen die Larven nicht. Die Engerlinge sehen so ähnlich aus wie die Larven des Maikäfers, die man gelegentlich auch in Komposthaufen findet. Die Rosenkäfer-Larven bewegen sich allerdings auf dem Rücken robbend vor. Die stark gekrümmten Maikäferlarven bewegen sich eher auf der Seite liegend.

Fortpflanzung: Etwa einen Monat, nachdem die Käfer aus der Puppenhülle geschlüpft sind, entwickeln sie Geschlechtsreife. Nach der Paarung legt das Weibchen ihre Eier in moderndes Holz oder auch den Komposthaufen. Die Eier sind klein, rund und weißlich. Die Larven durchlaufen mehrere Häutungen bis zur Verpuppung. Der Entwicklungszyklus des Rosenkäfers dauert je nach Witterung und Nahrungsangebot 2-3 Jahre. Die Käfer schlüpfen dann im April.

Besonderheiten: der auffällig glänzende Körper, das charakteristische Flugbild und die „stoische“ Ruhe, mit der der Käfer Nahrung aufnimmt.

Neudorffs Extra-Tipp: Sie mögen eigentlich keine Rosen? Versuchen Sie es dem Rosenkäfer zuliebe doch mit einer Wildrosenart. Die sind sehr robust, weniger anspruchsvoll als ihre gezüchteten Verwandten und haben in der Regel einfache Blüten, an denen auch andere Insekten gut den Pollen ernten können.