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Die Hain-Schwebfliege – Flugkunst auf Wanderschaft

Die Hain-Schwebfliege auf einer Pflanzenblüte

Wissenschaftliche Bezeichnung: Episyrphus balteatus
Familie: Schwebfliegen
Art: Hain-Schwebfliege

Körperbau: Die Fliegen sind 7-12mm lang und haben einen langgestreckten, schlanken Körperbau. Sie haben ein gelbes Gesicht und einen „gestreiften“ Körper, wodurch sie leicht mit Wespen oder Bienen verwechselt werden. Dieses Vortäuschen von Gefährlichkeit soll vor allem Fressfeinde abschrecken. Schwebfliegen haben keinen Stachel. Die Facettenaugen der Weibchen sind schmal getrennt, die der Männchen laufen an der Stirn zusammen.

Hain-Schwebfliegen haben nur ein Flügelpaar. Das zweite Paar ist verstümmelt und sorgt für Stabilisierung des für Schwebfliegen typischen „Schwirrflugs“.

Vorkommen: Europa, Asien und Nordamerika in vielen Lebensräumen, insbesondere Saumgesellschaften und auch Gärten. Die Flugzeit ist von März bis Oktober. 

Nahrung: Erwachsene Schwebfliegen sind starke Blütenbesucher, wobei sie vor allem Dolden-und Kreuzblütler bevorzugen. Sie saugen den Nektar als Energiespender. Den Pollen der Pflanzen nutzen sie zur Eiproduktion. Durch das Besuchen der Blüten geben sie den am Körper klebenden Pollen an die nächstbesuchte Blüte weiter und sind damit gute Bestäuber. Die Larven der Schwebfliegen ernähren sich von Blattläusen und auch Blattwespenlarven. 

Fortpflanzung: Die Begattung der Weibchen erfolgt im Flug. Die Partnersuche erfolgt wahrscheinlich optisch. Die Eiablage findet auf Pflanzen direkt in eine Blattlaus-Kolonie statt. In ihrem Entwicklungszyklus frisst eine Schwebfliegenlarve mehrere hundert Blattläuse. Befruchtete Weibchen können überwintern und sind deshalb an milden Wintertagen auch an Frühlingsblühern zu beobachten.

Besonderheiten: der „Schwirrflug“. Dabei werden die Flügelpaare 300/Sekunde bewegt. Das ermöglicht ein „Stehen“ in der Luft. Die Schwebfliege kann sich ruckartig vor- und zurück, rauf und runter bewegen.

Die Hain-Schwebfliege wandert im Herbst in die Mittelmeerregion und überquert dabei unter Nutzung günstiger Windverhältnisse sogar die Pyrenäen und die Alpen. Auf dem Rückweg im Frühjahr fliegt sie bis zu 1400 m über Grund. 

Neudorffs Extra-Tipp: Säen und pflanzen Sie in Ihrem Garten Doldenblütler wie z. B. Dill. Und falls Sie gerne Wildblumen mögen: in unserer Wildgärtner Freude Bienengarten Samen-Mischung sind auch viele Pflanzen, die die Hain-Schwebfliegen in Ihren Garten locken.