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Die Blau-grüne Mosaikjungfer - Neugieriges Vielauge

Die Blau-grüne Mosaikjungfer im freien Flug.

Wissenschaftliche Bezeichnung: Aeshna cyanea
Familie: Edel-Libellen
Art: Blaugrüne Mosaikjungfer

Körperbau: Die Mosaikjungfern erreichen eine Länge von ca. 80 mm mit einer Flügelspannweite von bis zu 11cm. Der Brustraum der Tiere ist gelb-grün mit schwarzer Zeichnung. Auf dem Rücken tragen Männchen und Weibchen zwei ovale, grüne Flecken. Der schwarze Hinterleib der Männchen trägt oben grüne bzw. blaue Flecken, die die charakteristische Zeichnung (Mosaik) ergeben. Die weiblichen Mosaikjungfern sind weniger farbenfroh. Sie tragen lediglich eine braunschwarz-grün gescheckte Zeichnung auf dem Hinterleib. Am dessen Ende ist der wie ein Stachel aussehende Legebohrer vorhanden, über den die Eiablage erfolgt.

Vorkommen: Europa, Nordafrika, Asien, an stehenden und langsam fließenden Gewässern in freier Landschaft und in Gärten. Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist sehr anpassungsfähig. 

Nahrung: Die Blaugrüne Mosaikjungfer fängt ihre Beute im Flug. Fliegen, Mücken und andere fliegende Insekten fängt sie, indem sie gezielt nach Futter sucht. Dabei helfen ihr die großen Komplexaugen, die aus mehr als 30.000 Einzelaugen bestehen können. Die Libellen nutzen zur Beutefindung ein großes Jagdrevier, so dass sie oft auch abseits von Gewässern unterwegs sind. Sie sind sehr wendig, was ihnen die beiden unabhängig voneinander zu bewegenden Flügelpaare ermöglichen. Die Larven der Blauen Mosaikjungfer leben in Gewässern und ernähren sich dort anfangs von Kleinstlebewesen, denen sie auflauern. Im späteren Larvenstadium fangen sie auch Kaulquappen und kleine Fische.

Fortpflanzung: Die Männchen fliegen von Juni bis Oktober umher, suchen Beute und eine Partnerin. Zur Paarung fliegen Männchen und Weibchen in Bäume, die in Gewässernähe wachsen. Bei der Begattung entsteht das sogenannte Paarungsrad, das mit der Lage der Geschlechtsorgane zusammenhängt. Nach der Paarung legt das Weibchen Eier in Pflanzenteile, die auf dem Wasser schwimmen. Die Eier überwintern, bevor im darauffolgenden Frühjahr die Larven schlüpfen. Die Entwicklung der Blaugrünen Mosaikjungfer dauert 2-3 Jahre.

Besonderheiten: Blaue Mosaikjungfern sind sehr neugierig. Sie fliegen oft dicht an Menschen heran. Dabei verharren sie zur Beobachtung im „Rüttelflug“, d. h. sie „stehen“ vor einem. Libellen sind völlig harmlos und können nicht stechen. Trotzdem waren sie den Menschen in der Vergangenheit nicht geheuer und bekamen deshalb Namen wie „Teufelsnadel“, „Augenbohrer“ oder „Pferdetod“.

Neudorffs Extra-Tipp: Freuen Sie sich, wenn Sie eine Blaue Mosaikjungfer in Ihrem Garten entdecken. Oder die Libelle Sie. Ein Gartenteich im eigenen Garten ist nicht unbedingt notwendig, um mit ihr „Auge in Augen“ zu stehen. Die Libellen machen auch Jagdausflüge abseits von Gewässern.