Krankheits- Übertragung
Zecken befallen in erster Linie Wildtiere, unter anderem Mäuse, Igel und Rehe. Sind diese Tiere infiziert, nehmen die Zecken die Krankheitserreger mit dem Blut auf, ohne selbst zu erkranken. Bei der nächsten Blutmahlzeit können Viren und Bakterien auf andere Tiere oder den Menschen übertragen werden. Zecken übertragen vor allem zwei Krankheiten: die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Lyme-Borreliose
Die häufigste von Zecken übertragene Infektionskrankheit ist die Borreliose. Bis zu 20 % der Zecken sind mit ihr infiziert. Allerdings wird nicht bei jedem Stich einer infizierten Zecke der Erreger übertragen.
Die Krankheit wird durch spiralförmige Bakterien, so genannte Borrelien, hervorgerufen. Sie leben vor allem in den Speicheldrüsen und im Darm der Zecken.
Die Symptome sind sehr unspezifisch, deshalb wird die Borreliose häufig erst spät erkannt. Oft beginnt die Krankheit mit Fieber und grippeähnlichen Krankheitszeichen. Bei Mensch und Hund können Gelenkentzündungen, schmerzende Gliedmaßen und zeitweiliges Fieber auftreten. Diese Symptome können u.U. auch erst nach Jahren auftreten. Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Blutuntersuchung möglich.
Bei Katzen sind die Symptome noch wenig bekannt.
Bei manchen Menschen tritt die Wanderröte auf, eine kreisförmige sich von der Einstichstelle ausbreitende Hautrötung, die normalerweise nach einiger Zeit wieder verschwindet. Doch auch noch Jahre danach können die Borrelien aktiv bleiben und schwere Entzündungen mit Gelenkschmerzen auslösen. Die Borreliose lässt sich normalerweise gut mit Antibiotika behandeln.
Gegen die Borreliose gibt es für Hunde eine Impfung, für den Menschen leider nicht. Ob die Impfung sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen.
FSME
Seltener als die Borreliose übertragen Zecken FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Diese Erreger treten vor allem in Süddeutschland auf. Auslöser der Erkrankung ist das FSME-Virus.
Auch bei der FSME gibt es keine typischen Krankheitszeichen, sie ähneln denen einer Sommergrippe. Bei der milderen Verlaufsform kommt es zu einer Hirnhautentzündung, die meist folgenlos ausheilt. Befällt das Virus allerdings das Zentrale Nervensystem, kann das zu schweren Lähmungen und bleibenden Gehirnschäden führen.
Gegen FSME gibt es für den Menschen eine Impfung, für Hunde leider nicht.


