Hunde-Verhalten
Hunde sind Rudeltiere

Für Ihren Hund ist die Familie das Rudel. Er braucht den Zusammenhalt und die Gesellschaft. Muss der Hund regelmäßig längere Zeit allein bleiben, sollte er langsam daran gewöhnt werden.
Im Laufe der Jahrtausende des Zusammenlebens von Mensch und Hund hat der Hund sein Kommunikations-Verhalten geändert. Das Bellen ist vor allem für die Kommunikation zum Menschen wichtig. Untereinander hat für Hunde des Bellen kaum Bedeutung.
Sich bewegende Objekte lösen bei Hunden meist den Jagdtrieb aus – das gilt leider auch für Radler und Jogger.
Tipps zum besseren Verständnis Ihres Hundes
- Die Hundewelt ist eine Riech- und Hörwelt: der abgelegte Pullover von Herrchen oder Frauchen ist das Größte, besser als ein Wasserbett mit Temperaturregler!
- Hunde verbuddeln gern Vorräte für schlechte Zeiten – auch im Wohnzimmer. Manchmal auch imaginäre. Danach wischen sie mit der Nase über den Boden, um das „Futter“ zuzudecken. Bestrafen Sie den Hund dafür nicht – er kann nicht anders!
Hundesprache
- Kopf und Vorderkörper auf dem Boden, Hinterteil nach oben, Schwanzwedeln, helles Bellen: ich will spielen
- Körper erstarrt, Objekt wird fixiert, Schwanz aufgerichtet, Ohren leicht auswärts gedreht, z.T. leichtes Knurren: Hund ist angespannt
- Lecken der Hand des Menschen: großer Liebesbeweis gegenüber sehr vertrauten Menschen
- Hand mit der Nase anstupsend: fordert Aufmerksamkeit und Zuwendung
- Pfote oder Kopf aufs Knie legen: zeigt Zuneigung und Zugehörigkeit
- Auf dem Rücken liegen, Schwanz wedelt, Blickkontakt: möchte gestreichelt werden, aber auch Unterwürfigkeitsgeste
- Fell sträuben sie: bei Beunruhigung, wenn sie sich bedroht oder gestört fühlen, oder wenn sie anderen drohen
- Pfote auf den Rücken eines Artgenossen legen: zeigt Zuneigung, kann aber auch höheren Rang ausdrücken
- Steif gehaltene Rute: kann Abwehr signalisieren und vor einem möglichen Angriff warnen. Schwanz zwischen den Beinen zeigt Angst.
- Hals und Kopf gesenkt, Rücken krumm und langsame Bewegung mit eingeknickten Beinen: Hund ist ängstlich
- Heulen: dient der Kontaktaufnahme, geschieht aber auch wenn andere Hunde heulen, z.B. beim Läuten von Kirchenglocken
- Bei der Begegnung von Hund mit Hund: erst beschnuppern sie sich Nase an Nase, wenn das positiv ist, auch am Hinterteil
Hund und Katze – ein Leben voller Missverständnisse
Beide können zusammen gut leben, vor allem wenn sie zusammen aufgewachsen sind. Der schon sprichwörtliche Umgang miteinander „wie Hund und Katze“ kommt daher, dass sich Hunde und Katzen häufig missverstehen, weil sie eine unterschiedliche Körpersprache sprechen:
- Katze hebt die Pfote: der Hund denkt, es ist eine herzliche Begrüßung, dabei will die Katze ihn sich möglicherweise lediglich vom Leibe halten.
- Katze schlägt mit dem Schwanz: bedeutet für sie Alarm und Kampfbereitschaft. Der Hund denkt, es ist ein freudiges Schwanzwedeln zur Begrüßung.
- Katze schnurrt: kann der Hund für Abwehrknurren halten und zieht sich daher zurück - dabei geht es der Katze gerade besonders gut!
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