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Insekten

Was schwirrt denn da?

An Gartenteichen kommen viele verschiedene Insekten vor. Manche von ihnen leben im Wasser (Wasserläufer, Gelbrandkäfer), andere nutzen das feuchte Element nur für bestimmte Entwicklungsstadien (Libelle, Stechmücke). Die wohl bekannteste Insektenart am Teich ist die Libelle. Sie ist aufgrund der besonderen Anordnung ihrer Flugmuskeln in der Lage, in der Luft still zu stehen oder sogar rückwärts zu fliegen.

Hier die häufigsten Insekten im und am Teich:

Libellen

Libellen leben räuberisch von anderen Insekten, die sie im Flug fangen. Dazu sind ihre Beine zu einem effektiven Fangapparat umgewandelt. Von allen Insekten besitzen die Libellen wahrscheinlich die am weitesten entwickelten Augen. Zur Paarung bilden die Libellen das typische Paarungsrad, wobei das Männchen das Weibchen am Kopf ergreift. Die Eier werden meist in Gewässer abgelegt, wo die Larven dann bis zum Schlupf ebenfalls räuberisch leben.

Käfer

Gelbrandkäfer

Die auffälligen Käfer werden bis zu 3,5 Zentimeter lang. Die Oberseite ist schwarz mit dem typischen gelben Rand, die Bauchseite braungelb. An den Hinterbeinen befindet sich ein Saum aus Borsten, der als Ruder verwendet wird. Gelbrandkäfer sind sehr gute Schwimmer. Sie fressen unter anderem Kaulquappen, Fischbrut und Insektenlarven und können unter Umständen den Nachwuchs im Teich stark dezimieren. Ein Gelbrandkäferweibchen kann bis zu 1000 Eier in Wasserpflanzenstängel ablegen.
Zum Atmen kommen Käfer und Larven an die Wasseroberfläche. Die Larven verpuppen sich am Ufer.

Furchenschwimmer

Furchenschwimmer sieht man sehr häufig in kleinen stehenden Gewässern, teilweise treten sie sogar in Pfützen auf. Die dunklen Käfer werden etwa 16 Millimeter lang. Der Körperumriss ist oval und glatt. Zum Atmen kommen die Tiere an die Oberfläche. Sie erneuern dort ihre Luftreserven, die sich unter ihren Flügeldecken befinden. Furchenschwimmer sind quasi ständig in Bewegung, um kleine wirbellose Tiere zu erbeuten. Auch ihre Larven leben räuberisch. Sie verpuppen sich oberhalb der Wasseroberfläche. Die erwachsenen Käfer fliegen auch übers Land, um neue Lebensräume zu suchen.

Kugelschwimmer

Die knapp 5 mm langen, rundlichen Kugelschwimmer gehören zu den häufigsten Schwimmkäferarten und haben einen rötlich-braunen, glatten Körper. Sie bewegen sich schnell schwimmend im offenen Wasser und holen hin und wieder an der Wasseroberfläche Luft. Da der Luftvorrat für Auftrieb sorgt, müssen die Käfer sich unter Wasser an Wasserpflanzen oder an Algen am Boden festhalten. Die sehr aktiven, 1,5 mm langen Larven halten sich dagegen vorwiegend am Grund oder auf Pflanzen auf und kommen nur zum Atmen nach oben. Larven und Käfer ernähren sich vor allem von Insektenlarven, Wasserasseln und Hüpferlingen, scheuen sich aber auch nicht Beute anzugreifen, die größer ist als sie selbst.

Wanzen

Wasserläufer

Wasserläufer werden etwa 1 cm lang. Ihr schlanker Körper ist völlig mit feinen, wasserabweisenden Härchen bedeckt. Die Härchen unter ihren Füßen verhindern, dass die Wasserläufer die Oberflächenspannung durchbrechen und versinken. So können sie schnell auf der Wasseroberfläche laufen. Wasserläufer ernähren sich von Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen. Diese orten sie anhand der Vibrationen mit speziellen Sinnesorganen in ihren Beinen.

Rückenschwimmer

Rückenschwimmer erreichen ca. 15 mm Länge. Der Luftvorrat dieser Wanzen befindet sich hauptsächlich auf der Bauchseite. Durch den Auftrieb schwimmen die Tiere mit dem Bauch nach oben. Daher auch ihr Name: Rückenschwimmer.
Rückenschwimmer besitzen auffallend große Doppelaugen, mit denen sie sowohl unterhalb als auch oberhalb der Wasserlinie sehen können. Da sie bei Bedrohung stechen können, heißen Rückenschwimmer im Volksmund auch „Wasserbienen“.
Die meisten Rückenschwimmer leben räuberisch. Sie ernähren sich von Insekten, Kaulquappen und kleinen Fischen.

Stabwanzen

Stabwanzen werden bis zu 6 cm lang, davon entfallen 2 cm auf ihr langes, dünnes Atemrohr. Ihr Körper ist gelblich-braun und schlank, die Beine sind lang und dünn. Stabwanzen können sowohl sehr gut schwimmen als auch fliegen.
Sie ernähren sich von Kleintieren unterschiedlichster Größe vom Rückenschwimmer bis zu Wasserflöhen und Stechmückenlarven. Ihrer Beute lauern sie bewegungslos im Wasser auf, wobei sie sich an Wasserpflanzen festhalten. Dabei holen sie Luft durch ihr Atemrohr, das sie an die Wasseroberfläche schieben.

Fliegen

Eintagsfliegenlarven

Eintagsfliegenlarven sind wichtige Indikatoren für die Gewässergüte.
Die Larven leben ein bis vier Jahre im Wasser. Sie gehören zu den „Abfallverwertern“, denn sie ernähren sich von den zu Boden gefallenen Stoffen am Teichgrund.
Die erwachsenen Eintagsfliegen leben nur ein bis vier Tage. In dieser Zeit widmen sie sich nur der Paarung und Eiablage und nehmen keine Nahrung auf. Mundwerkzeuge und Verdauungsorgane sind verkümmert.

Köcherfliegenlarven

Köcherfliegenlarven bewohnen den Gewässergrund und halten sich bevorzugt zwischen und unter Steinen auf. Sie kommen nur in Gewässern mit guter bis sehr guter Wasserqualität vor und sind darum Anzeiger für besonders gutes Wasser.
Der Name leitet sich von den Wohnröhren dieser Larven ab, die vorwiegend aus Steinchen oder Schilfstückchen bestehen. Diese verkleben die Larven mit Hilfe eines Spinnsekrets zu Röhren. Die Köcherfliegenlarven ernähren sich meist von abgestorbenem Material in Gewässern und auch räuberisch.