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Garten-Lexikon

Pelargonsäure

Pelargonsäure

Die Pelargonsäure, auch Nonansäure genannt, ist eine langkettige Fettsäure. Pelargonsäure kommt in der Natur z.B. in natürlichen Ölen und in Pflanzen der Storchenschnabelgewächse (Geraniaceae) vor. Bei der Anwendung von Finalsan® UnkrautFrei Plus** durchdringt die Pelargonsäure die Wachsschicht (Kutikula) der Blätter. Anschließend zerstört sie die Zellwände der obersten Zellschichten der Pflanze. Dadurch treten die Zellinhaltsstoffe aus, so dass die Pflanzen rasch vertrocknen.

Die in Neudorffs GrünbelagsFrei*** enthaltene Pelargonsäure sorgt für die sofortige Beseitigung von grünen Belägen auf Holz, Terracotta, Stein, Metall, Kunststoff und Glas.

Pelargonsäure wird in Pflanzen, Boden und Gewässern innerhalb kürzester Zeit biologisch abgebaut.

Pflanzenhilfsmittel

Stoffe ohne wesentlichen Nährstoffgehalt die dazu bestimmt sind, auf die Pflanzen einzuwirken oder die Aufbereitung organischer Stoffe zu beeinflussen. Pflanzenhilfsmittel haben einen hohen Stellenwert im Integrierten Pflanzenschutz. Sie unterliegen einer Kennzeichnungspflicht, die der Eigenart dieser Stoffe Rechnung trägt und dem Verbraucher zur Information dient.

 

Pflanzenschutz

Gesamtheit der Maßnahmen zur Bekämpfung von Schaderregern. Gliedert sich in

1. Vorbeugenden Pflanzenschutz:

Maßnahmen zur Stärkung der Abwehrkräfte der Pflanzen durch Standortwahl, Bodenverbesserung, Saat- und Pflanzgutwahl, Schnittmaßnahmen, Düngung, Fruchtfolge, Mischkultur u.v.a.

2. Abschreckmaßnahmen:

Sollen das Eindringen von Schaderregern verhindern, wie Vogelscheuchen oder →Fernhaltemittel,

3. Vernichtungsmaßnahmen:

Dienen der Abtötung der Schaderreger durch →Nützlinge, →Pflanzenschutzmittel oder →biotechnischen Pflanzenschutz wie Schlagfallen, Leimringe oder auch Abflammen.

Pflanzenschutzmittel

Biologische und chemische Mittel zum Schutz der Pflanzen vor Schaderregern. Pflanzenschutzmittel erhalten erst nach umfangreicher Prüfung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die →Zulassung und dürfen erst dann angeboten werden.

Drei Institutionen sammeln für das BVL Informationen und Testergebnisse:

- Bundesamt für Risikobewertung prüft die gesundheitlichen Auswirkungen,

- Julius-Kühn-Institut macht Wirksamkeitsversuche, prüft die Verträglichkeit für Bienen und Pflanzen,

- Umweltbundesamt prüft die Auswirkungen auf den Naturhaushalt.

Pflanzenschutzmittel werden in jahrelangen Versuchen getestet. Nur ausreichend wirksame Produkte erhalten die Zulassung.

Laut Pflanzenschutzgesetz dürfen Pflanzenschutzmittel nur mit Beratung abgegeben werden. Daher stehen sie in Geschäften im Pflanzenschutzschrank oder hinter der Beratungstheke. Diese Regelung sagt nichts aus über die Giftigkeit der entsprechenden Produkte.

Bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmittel sind folgende Punkte zu beachten:

- Nicht bei praller Sonne spritzen, sonst kann es Verbrennungen geben.

- Nur auf trockene Pflanzen spritzen.

- Vor allem Blattunterseiten behandeln, denn hier sitzen die meisten Schädlinge.

- Spritzmittel nur nach Gebrauchsanleitung anwenden. Zu hohe Dosierung kann zu Pflanzenschäden führen.

Naturgemäßer Pflanzenschutz

→s. Neudorff-Produktpalette: Pflanzenschutzmittel

Pflanzenstärkungsmittel

Pflanzenstärkungsmittel

Präparate zur Erhöhung der Widerstandskraft von Pflanzen gegen Schadorganismen, ohne dass diese Stoffe schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier oder auf den Naturhaushalt haben. Laut Pflanzenschutzgesetz müssen Pflanzenstärkungsmittel beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angemeldet werden.

Ihre Inhaltsstoffe sind den Behörden bekannt, sie erhalten eine Anmeldenummer.

Pflanzschnitt

Vor der Pflanzung von ballenlosen Gehölzen durchzuführender Schnitt an Wurzeln und Zweigen. Damit soll erreicht werden, dass sich Wurzeln und Zweige etwa im Gleichgewicht halten.

Bei Pflanzen mit Ballen oder im Container nur verletzte Teile entfernen.

Pflaumenmade/Pflaumenwickler

Pflaumenmade/Pflaumenwickler

An Pflaume, Zwetsche, Mirabelle. Früchte mit Kot verschmutzt. Im Inneren orangegelbe Maden. Überwinterung in →Fruchtmumien.

Vorbeugung

- Abgefallene Früchte sowie Fruchtmumien vernichten - Ab Mai Neudomon® PflaumenmadenFalle (→Biotechnischer Pflanzenschutz) zur Befallsdezimierung in die Bäume hängen.

pH-Wert

pH-Wert

Kennzeichnet den Säuregrad des Bodens. Die Säurewirkung wird durch Wasserstoff-Ionen verursacht, die u. a. aus der natürlich vorkommenden Bodensäure stammen. Dabei bilden sich Hydronium-Ionen, die sauer wirken.

In einem Boden mit ungünstigem pH-Wert sind einige der darin vorkommenden →Nährstoffe für die Pflanzen nicht verfügbar, sie sind „festgelegt“. Das heißt die Pflanze kann diese Nährstoffe nicht aufnehmen, obwohl sie im Boden vorhanden sind. Auf Dauer kann das zu Mangelsymptomen führen. →Nährstoffverfügbarkeit.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Verfügbarkeit der Nährstoffe in Abhängigkeit vom pH-Wert verändert. Optimal für die Verfügbarkeit ist der Bereich zwischen 5,5 und 7,0. In diesem Bereich wachsen die meisten Pflanzen am besten und die Mehrzahl der →Bodenorganismen fühlt sich wohl.

Sinkt der pH-Wert unter 5,5 so sterben fast alle wichtigen Bodenorganismen ab. Nährstoffe werden kaum mehr umgesetzt und die Bodenfruchtbarkeit nimmt rapide ab. Ein zu hoher pH-Wert, verursacht u. a. durch zuviel →Kalk, kann die Verfügbarkeit von →Phosphor und →Spurenelementen für die Pflanzen mindern.

Der pH-Wert sollte im Frühjahr mit einem →Bodentest geprüft werden. Bei Bedarf Azet® VitalKalk+ oder Azet® GartenKalk+ (→Bodenhilfsstoffe) ausbringen, um den pH-Wert anzuheben.

pH-Wert-Tabelle

Pheromone

Pheromone

Lockstoffe, die in äußerst geringer Konzentration von Schädlingen wahrgenommen werden und Geschlechterfindung oder Nahrungssuche dienen. Weibchen können z. B. Sexuallockstoffe abgeben und locken selbst über größere Entfernungen Männchen an.

Pheromone finden Verwendung in der Neudomon® ApfelmadenFalle und Neudomon® PflaumenmadenFalle, in der Permanent® KleidermottenKlebefalle und in der Permanent® SpeisemottenKlebefalle (→Biotechnischer Pflanzenschutz). Durch die Verbindung mit einer Leimfalle werden Männchen abgefangen und können die Weibchen nicht mehr befruchten.

Phosphor (P)

Phosphor (P)

Wichtig für die Bildung von Blüten, Früchten und Samen, für den Aufbau der Zellsubstanz und für den Energiehaushalt der Pflanzen. In stark sauren Böden, die viel freies Aluminium und Eisen enthalten, sowie in alkalischen Böden wird Phosphor festgelegt und ist damit schlecht verfügbar für die Pflanzen.

Phosphormangel ist daran zu erkennen, dass die Blattoberseite von älteren Blättern dunkelgrün ist, während die Blattunterseiten oft rötlich gefärbt sind. Auch die Wurzeln sind rötlich. Die Blätter sind steif, die Pflanzen bleiben klein und kümmerlich. Fruchtansatz und Wurzelbildung sind beeinträchtigt.

Phosphorüberdüngung verursacht Wuchshemmungen, da die Aufnahme von →Spurenelementen behindert ist.

Photosynthese

Vorgänge in grünen Pflanzenteilen, mittels derer aus Kohlendioxid aus der Luft,

Wasser und Sonnenenergie Zucker bzw. Stärke gebildet wird. Diese bilden die Grundlage für das Pflanzenwachstum. Da bei diesem Vorgang Sauerstoff abgegeben wird, sorgen die Pflanzen für eine ständige Regeneration unserer Atemluft. Der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll spielt bei der Photosynthese eine zentrale Rolle.

Pikieren

Pikieren

Vereinzeln von zu dicht stehenden Sämlingen. Nach dem Erscheinen des ersten Laubblattes Sämlinge vorsichtig aus der Aussaatschale nehmen. Dabei nicht am Stängel sondern am Laubblatt anfassen. Wurzeln auf 2 bis 3 cm einkürzen und die Pflanzen in das zuvor mit einem Pikierstab oder Stift vorgestochene Pflanzloch setzen.

Das Pikieren kann je nach Bedarf und Pflanzenart in Töpfe oder in Pikierschalen erfolgen. Als Schutz vor Wurzelschäden NeudoHum® Aussaat- und KräuterErde verwenden.

Pilzkrankheiten

Pilzkrankheiten

Die meisten Pflanzenkrankheiten werden durch pilzliche Erreger verursacht.

Pilze bilden ein Pilzgeflecht (Mycel), das aus fadenförmigen Gebilden (Hyphen) besteht. Die Massenvermehrung und Verbreitung geschieht meist durch Sporen, die vor allem durch den Wind verbreitet werden. Für die Sporenkeimung und die Bildung des Pilzgeflechts ist meist Wasser erforderlich. Daher breiten sich Pilze vor allem bei feuchter Witterung stark aus. Ausnahme: der →Echte Mehltau ist ein „Schönwetterpilz“, denn seine Sporen enthalten soviel Wasser, dass sie auch auf trockenen Pflanzenoberflächen keimen können. Pilze können Pflanzen durch die Blattoberfläche hindurch besiedeln oder sie dringen durch Wunden ein. Das Pilzgeflecht kann sich auf der Blattoberfläche entwickeln (z. B. beim →Echten Mehltau), auf der Blattunterseite (z.B. →Falscher Mehltau) oder im Inneren der Pflanzen (z. B. →Rostpilze).

Viele Pilzkrankheiten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. So befällt der Sternrußtau nur Rosen, die Narrenkrankheit nur Pflaumen.

Durch die Anwendung eines Pilzbekämpfungsmittels (Fungizid) können Pilzkrankheiten bekämpft werden. So wirkt beispielsweise Fungisan® Rosen- und Gemüse-Pilzfrei* (→Pflanzenschutzmittel) gleich mehrfach auf einen Pilz ein.

A Hemmung der Sporenkeimung durch Fungisan® Pilzsporen werden durch den Wind verbreitet. Finden sie auf einem Blatt günstige Bedingungen, fangen sie sofort an, einen so genannten "Keimschlauch" zu bilden. damit dringen sie in das Blatt ein. Es sei denn, Fungisan® hindert sie daran. B Hemmung der Bildung von Sporen und Pilzgeflecht durch Fungisan® Hat die Spore optimale Bedingungen gefunden, keimt sie. Das Blatt kann dann schnell besiedelt werden. Von dort greift der Pilz auf die ganze Pflanze über. Es sei denn, Fungisan® hindert ihn daran.

Pyrethrum-Präparate

Pyrethrum-Präparate

Neudorffs Spruzit®-Präparate* sind seit den 1930er Jahren bewährte →Pflanzenschutzmittel aus Pyrethrum-Blütenextrakt. Das Pyrethrum (Pyrethrin) wird gewonnen aus der Blüte einer Chrysanthemen-Art, die vor allem im kenianischen Hochland angebaut wird. Natur-Pyrethrum gelangt durch Kontakt mit den Sinnesorganen und den Atemöffnungen in den Insektenkörper. Dort führt es zum raschen Absterben der Insekten. Für Warmblüter wie den Menschen ist Natur-Pyrethrum keiner Giftklasse zugeordnet, da der Wirkmechanismus nur bei Kaltblütern funktioniert. Der Wirkstoff baut sich durch Sonnenlicht und Sauerstoff schnell ab, so dass nur kurze →Wartezeiten einzuhalten sind. Alle Pyrethrum-Pflanzenschutzmittel sind vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit geprüft und zugelassen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr schnell wirken, schnell abgebaut sind und bienenungefährlich sind.

Pyrethrum wird auch gegen verschiedene Insekten in Haus und Hof eingesetzt, wie z.B. →Ameisen (Loxiran®-S-AmeisenMittel***), Fliegen (Permanent® FliegenSpray***) und Zecken (Zecken- und GrasmilbenKonzentrat***) →Lästlinge.

 

* Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung beachten.
** Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
*** Biozidprodukte vorischtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.