Kröten

Echte und „falsche“ Kröten

Zu den Kröten zählen die echten Kröten und die Unken („falsche Kröten“). Bei den echten Kröten sind die Pupillen schlitzförmig, Unken erkennt man an den herzförmigen Pupillen. Unken besitzen außerdem eine so genannte Scheibenzunge, die sich nicht wie bei anderen Amphibien zum Beutefang hervorschnellen lässt.
Alle Kröten können zur Abwehr von Angreifern ein giftiges (bei Menschen schleimhautreizendes) Körpersekret aus Drüsenwülsten hinter den Augen ausscheiden.

Erdkröte

Sie ist unsere häufigste Amphibienart und kommt in ganz Deutschland vor. In Gärten ist die Erdkröte ein nützlicher Helfer, denn sie vertilgt nachts große Mengen Schnecken, Würmer, Asseln und Insekten. Ihr 8 – 11 cm langer bräunlicher Körper ist dicht mit Warzen bedeckt. Die Männchen besitzen keine Schallblasen und rufen mit einem leisen, metallischen „Üh..üh..üh“. Die Weibchen bevorzugen mittelgroße bis große Gewässer zum Ablaichen und legen ihre Eier in meterlangen, doppelreihigen Laichschnüren z. B. um Wasserpflanzen. Da die Larven für Fische ungenießbar sind, kann sich die Erdkröte auch in Fischteichen gut vermehren.
Die Überwinterung erfolgt in Verstecken an Land. Erdkröten kehren im Frühjahr immer wieder zu ihrem Laichgewässer zurück, wodurch es zu den bekannten Kröten-Massenwanderungen kommt.

Gelbbauchunke

Die Gelbbauchunke wird etwa 5 cm groß und ist an der Oberseite unauffällig sandfarben mit deutlichen Warzen. Die Bauchseite ist jedoch leuchtend gelb-schwarz gefleckt und wird bei Gefahr zur Abschreckung von Feinden gezeigt. Die Gelbbauchunke kommt besonders im Bergland vor und lebt in meist vegetationsarmen, stehenden Gewässern. Selbst Pfützen oder Wagenspuren werden besiedelt. Sie ernährt sich von Würmern und Gliederfüßern und verbringt das erste Halbjahr im oder am Wasser.
Die Gelbbauchunke überwintert in Verstecken an Land. Im April sind die typischen Rufe der Männchen an den Laichgewässern zu hören, welche die Weibchen anlocken sollen. Da die Männchen keine Schallblasen haben, erklingen die Rufe relativ leise, aber sehr häufig.
Die Eier werden zwischen April und August einzeln oder in kleinen Ballen am Teichgrund oder an Pflanzen abgelegt. Da sie gern von Fischen gefressen werden, können sie sich nur in fischfreien Teichen entwickeln.

Rotbauchunke

Die Rotbauchunke kann ebenfalls bis zu 5 cm groß werden, bleibt in Mitteleuropa aber oft kleiner. Ihre Oberseite ist grau-bräunlich mit dunklen Flecken, die Unterseite als Unterscheidungsmerkmal zur Gelbbauchunke orangerot und schwarz gefleckt.
Die Rotbauchunke kommt vorwiegend im offenen Tiefland und in Überschwemmungsgebieten vor. Sie lebt in besonnten, fischfreien Flachgewässern mit schwankendem Wasserstand und frisst vorwiegend Insekten, die sie im oder am Wasser erbeutet. Die Laichzeit dauert von April bis August mit oft mehreren Laichperioden. Die Männchen rufen meist von der Mittagszeit bis in den frühen Abend. Die Weibchen legen die Eier in kleinen Laichklumpen mit wenigen, großen Eiern meist an Pflanzen im Gewässer ab. Die Rotbauchunke überwintert an Land in frostsicheren Verstecken.


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