Die Wasserwerte

Im Teichwasser und am Uferrand spielen sich ständig verschiedene physikalische, chemische und biologische Umsetzungsprozesse ab. Die im Teichwasser gelösten Stoffe bestimmen den Säuregrad (pH-Wert), die Gesamthärte (GH) und die Karbonathärte (KH) des Wassers. Diese Werte können sich ändern, wenn sich das Teichwasser zum Beispiel mit Niederschlägen vermischt oder wenn Verbindungen aus Materialien im Teich (Steine, Holz, Schlamm) frei werden. Beim Abbau von pflanzlicher und tierischer Substanz und durch Ausscheidungen der Teichbewohner werden ebenfalls Nährstoffe freigesetzt, die die Wasserqualität verändern. Hierzu gehören u. a. die Stickstoff-Verbindungen Nitrat, Nitrit, Ammonium und Ammoniak sowie Phosphate. All diese im Wasser gelösten Stoffe haben einen Einfluss auf die aktuellen Lebensbedingungen im Teich.

  • Maß für die Gesamtzahl der im Wasser gelösten Salze. Die GH-Werte erfährt man beim Wasserwerk.
  • Wird nach Härtegraden eingeteilt (sh. Tabelle). 1 Härtegrad entspricht 10 mg Calcium- oder Magnesiumoxid/Liter.
  • Optimal: 7-14 ° dH (Härtegrad 2)
GH-WertHärtegrad des Wassers
0-7° dH1 - Weiches Wasser
7-14° dH2 - Mittelhartes Wasser
14-21° dH3 - Hartes Wasser
> 21° dH4 - Sehr hartes Wasser
  • ist ein Bestandteil der Gesamthärte und wichtigster Wasserwert
  • ist die Summe gelöster Hydrogenkarbonate, meist in Verbindung mit Calcium oder Magnesium
  • diese wirken als Puffer und halten den pH-Wert stabil
  • wird auch „Säurebindungskapazität“ des Wassers genannt
  • Faustformel: der KH-Wert sollte halb so hoch wie der GH-Wert sein

→ Optimal ist ein KH-Wert zwischen 5 °KH und 14 °KH

Der pH-Wert

 

pH-Skala
  • Kennzahl für den Säuregrad einer Flüssigkeit
  • günstigster pH-Wert eines Teiches: 7,5 – 8,5
  • pH-Wert schwankt im Tagesverlauf (morgens niedriger als abends)
  • chemisch reines Wasser hat pH 7 (ist „neutral“)
pH-Schwankungen

Ursache für die pH-Wert-Schwankungen sind die verschiedenen Lebensvorgänge im Teich. Diese Schwankungen sind ganz natürlich. Probleme treten nur bei gestörtem Gleichgewicht im Teich auf. Eine hohe Karbonathärte sorgt dafür, dass diese Schwankungen nur in geringem Umfang auftreten. Bei niedriger Karbonathärte fallen die Schwankungen jedoch sehr hoch aus, stressen Tiere und Pflanzen und reduzieren so die Artenvielfalt.

pH-Schwankungen

Teichpflegemittel helfen, die Wasserwerte zu stabilisieren. So sorgt der WasserAktivator dafür, dass der pH-Wert nahezu konstant bleibt.

 

 

 

 

 

Der Sauerstoffgehalt

Fische schnappen nach Luft

Zu Sauerstoffmangel im Teich kommt es, wenn das Teichwasser zu warm ist. Auch eine zu geringe Wasserbewegung kann zu Sauerstoffmangel führen. Weitere Gründe für zu wenig Sauerstoff im Wasser sind eine unzureichende Anzahl an Wasserpflanzen, zu viele Fische oder ein hoher Sauerstoffverbrauch im Teich. Dieser entsteht z. B. durch die Zersetzung organischen Materials durch Mikroorganismen (z. B. beim Schlammabbau) oder durch starkes Algenwachstum im Teich. Denn Algen veratmen Sauerstoff.
Im Winter kommt es zum Mangel an Sauerstoff, wenn der Teich über einen längeren Zeitraum zugefroren ist.

Gegen Sauerstoffmangel im Teich kann man etwas tun:

  • Teichwasser abkühlen durch teilweisen Wasseraustausch
  • Einsatz von SauerstoffAktivator
  • Vorbeugend für ein stabiles Gleichgewicht im Teich sorgen z. B. mit WasserAktivator

Stickstoffverbindungen

Stickstoffverbindungen gelangen durch Polleneintrag aus der Luft, Ausscheidungen von Vögeln und Fischen, über Fischfutter, Pflanzenreste, durch Regenwasser oder auch durch Dünger aus dem benachbarten Staudenbeet in den Teich. Wenn diese organischen Substanzen abgebaut werden, können giftige Stoffe wie Ammonium, Ammoniak und Nitrit entstehen. Der Abbau dieser Stoffe durch verschiedene Mikroorganismen verbraucht zudem viel Sauerstoff.

Stickstoffkreislauf 1
Stickstoffkreislauf 2

Besonders problematische Verbindungen sind Ammoniak und Nitrit, denn sie sind bereits in geringen Konzentrationen fischgiftig. Bei hohem pH-Wert und zuviel Nitrit / Nitrat wird das Wasser glasklar und die Wasserpflanzen-Blätter unter Wasser verfärben sich rot. Fische zeigen eine hohe Nitritbelastung durch Atemnot und apathisches Verhalten an.
Als Sofortmaßnahme ist ein teilweiser Wasseraustausch ratsam. Der pH-Wert sollte abgesenkt werden, da Ammoniak vermehrt bei höheren pH-Werten entsteht (pH über 8,3).

Das kann man gegen zu hohe Stickstoffgehalte im Teich tun:

  • Teich mit Sauerstoff anreichern (z. B. mit SauerstoffAktivator)
  • den Eintrag organischer Substanz verringern (Füttern der Fische einstellen)
  • Einsatz von WasserAktivator, um das Gleichgewicht im Teich zu stabilisieren
  • WasserKlar reduziert (zusätzlich) die Schadstoffe durch Mikroorganismen

Phosphat

Phosphat ist ein Pflanzennährstoff, der in fast allen unseren Böden vorkommt. Pflanzen brauchen Phosphate zum Energietransport in den Zellen und zum Aufbau der DNA. Phosphat gelangt durch Fischfutter, Fischkot, mineralische Gartendünger oder Leitungswasser-Zugaben in den Gartenteich. Der Phosphatgehalt ist im Frühjahr höher als im Sommer.

Phosphat

  • liegt im Teich-Sediment als unlösliche, für die Pflanze nicht verfügbare Form vor: Eisen-3-Phosphat
  • bei Sauerstoffmangel erfolgt eine Umwandlung der unlöslichen Form in eine pflanzenverfügbare Verbindung, das Eisen-2-Phosphat
  • lösliches Phosphat ist ein Hauptnährstoff für Wasserpflanzen (ab 0,035 mg/l wachsen Algen)

Der Phosphat-Gehalt im Wasser lässt sich durch verschiedene Maßnahmen reduzieren:


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