Algen bekämpfen
Selbst in einem sauberen Glas mit Leitungswasser, das Sie offen am Fenster stehen lassen, werden sich nach einiger Zeit Algen bilden. Denn die Überdauerungsorgane der Algen sind beinahe allgegenwärtig und zugleich sehr widerstandsfähig. Sie können sogar Trockenperioden überstehen. Außerdem sind sie so leicht, dass sie selbst durch die Luft eingetragen werden können. Oft bringen aber auch Tiere und Wasservögel Algen mit in den Teich.
Warum kommt es plötzlich zu einer Algenblüte?
Zu einer Massenvermehrung bestimmter Algenarten kommt es, wenn das Gleichgewicht im Teich gestört ist und so die Konkurrenz unter den Algenarten fehlt. Sie halten sich quasi nicht mehr gegenseitig in Schach. Die wenigen, übrig gebliebenen Arten können dann die Nährstoffe im Wasser ganz ohne Konkurrenz nutzen und sich so übermäßig vermehren.
Gründe für das massenhafte Auftreten von Algen können sein:
- Zu hohes Nährstoffangebot (vorwiegend an Phosphat + Stickstoff)
- zu starke Besonnung des Teiches
- zu hohe Wassertemperaturen
- zu hoher pH-Wert
- zu geringe Wassertiefe
- mangelnde Pflanzenvielfalt
Wie kann einem Algenbewuchs vorgebeugt werden?
- Bei der Standortwahl des Teiches: Sonneneinstrahlung beachten (halbschattig)
- ausreichende Teichgröße (Wasserfläche nicht unter 4 x 6 m)
- ausreichende Wassertiefe (tiefe Stelle mit mind. 80- 100 cm)
- Wasserzulauf und -ablauf einbauen
- ausgewogenes Verhältnis der Wassertiefen beachten
- nährstoffarmes Substrat verwenden
Was tun beim Auftreten von Algen?
Algen können als grünliches Wasser, als pelzig-grüne Beläge auf Dekomaterialien im Teich oder auch als fadenförmige Gebilde auf der Teichoberfläche auftreten.
Hier einige Gegenmaßnahmen:
- teilweiser Wasseraustausch bei zu hohen Wassertemperaturen
- Zufuhr von gefiltertem Regenwasser
- keine Düngung im Teichumfeld
- Zufuhr organischer Stoffe unterbinden
- Fischbesatz und Fischfütterung verringern
- regelmäßige Wasseranalysen durchführen
- Einsatz von Wasseraufbereitungsmitteln und Algenmitteln
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