Marienkäfer

Larve des Marienkäfers
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Der wohl bekannteste Vertreter aus der Familie der Marienkäfer ist der Siebenpunkt-Marienkäfer, dessen Punkte nicht sein Alter verraten, wie gemeinhin angenommen wird. Marienkäfer sind überaus nützliche Gartenbewohner, die unzählige Blattläuse vertilgen und damit als biologische Pflanzenschützer unterwegs sind.
Die erwachsenen Tiere überwintern am Boden, geschützt zwischen Laub, Moos und Gras. Häufig finden sich Kolonien aus mehreren Tieren zu diesem Zwecke zusammen. In Wohnräumen hingegen ist es für die Überwinterung meist zu warm, es fehlt Nahrung und die Luft ist zu trocken.
Ein Weibchen kann im Frühjahr nach der Paarung etwa 400 Eier an den Blattunterseiten von Pflanzen ablegen, die von Blattläusen befallen sind. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich von den Blattläusen; im Verlauf ihres Lebens kann eine Larve etwa 400 Läuse vertilgen. Nach mehreren Häutungen und einer Verpuppung schlüpft dann der erwachsene Käfer, und der Kreislauf beginnt von Neuem. Die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Käfer dauert ein bis zwei Monate. In einem Jahr können daher meist zwei Generationen auftreten. Die erwachsenen Tiere werden etwa ein Jahr alt.
In den stark aufgeräumten Gärten finden sich immer weniger Unterschlupf- und Überwinterungsmöglichkeiten für die Marienkäfer, dabei brauchen sie einfach nur eine Laub- oder Rindenmulchschicht am Boden, sonst erfrieren sie während der kalten Jahreszeit. In den trockenen Rindenstücken des Insektenhotels sind sie im Winter sehr gut aufgehoben. Hier finden sie Schutz vor Regen und Wind und sind auch vor Fressfeinden gut geschützt.


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