Florfliegen

Erwachsene Florfliege
1

Die Gemeine Florfliege Chrysoperla carnea, auch Goldauge genannt, ist ein häufiger und auffälliger Nützling in Mitteleuropa. Sie ernähren sich von Blattläusen, Thripsen, Woll- und Schmierläusen und anderen kleinen Insekten. Über Neudorffs Bestell-Set für Nützlinge gegen Schadinsekten ist dieser Nützling im Fachhandel erhältlich. So können die Florfliegen gezielt gegen Blattläuse und andere Pflanzenschädlinge eingesetzt werden.
Die erwachsenen Florfliegen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Diese großen grünlichen Insekten mit ihren feingliedrigen Flügeln kommen oft in Wohnräume geflogen, weil sie abends vom Licht angezogen werden. Sie ernähren sich vor allem von Pollen und Nektar, den sie an den Blüten im Freien finden. In geschlossenen Räumen finden die erwachsenen Tiere meist keine Nahrung, hier können nur die Larven überleben. Ein Weibchen legt 100 bis 900 Eier an etwa 10 mm langen Stielen ab. Aus diesen Eiern schlüpfen die Larven, auch „Blattlauslöwen“ genannt. Diese gefräßigen Nützlinge fressen 400 bis 600 dieser Pflanzenschädlinge. Dazu packen sie mit ihren langen Zangen die Beute und injizieren ein Verdauungssekret hinein. Das führt dazu, dass sich die Blattlaus innerhalb kurzer Zeit von innen auflöst. Nun kann die Florfliegen-Larve das flüssige Innere der Blattlaus aufsaugen. Eine Larve lebt etwa zwei bis drei Wochen. Es folgt ein Puppenstadium aus dem das erwachsene Tier schlüpft.
Die erwachsenen Florfliegen überwintern und suchen zu diesem Zwecke im Herbst Verstecke in Baumritzen, auf Dachstühlen und in Schuppen auf. Im Sommer benutzen sie die Verstecke tagsüber, weil sie vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind. In Neudorffs Insektenhotel finden sie sowohl zwischen der Rinde als auch in den Kiefernzapfen gute Bedingungen für die Überwinterung und als Tagesversteck.


Seite drucken