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Fledermäuse fördern

Hätten Sie´s gewusst? Fledermäuse sind sehr nützliche Tiere und viel besser als ihr Ruf. Ihre Lebensweise ist ungemein spannend. Leider finden sie in unserer Umwelt immer weniger Schlupfwinkel zum Schlafen, für ihre Kinderstube und für die Überwinterung. Mit dem Fledermausquartier von Neudorff können Sie einen Teil dazu beitragen, das zu ändern. Machen Sie mit!

(Un-)heimliche Besucher

(Un-)Heimliche Jäger der Nacht

Fledermaus bei Nacht

Haben Sie schon einmal den „Schichtwechsel“ beobachtet, der sich bei schönem Sommerwetter allabendlich abspielt? Sobald es dämmert, schlüpfen die Mauersegler (also die Vögel) nach einer letzten, als „Schreiparty“ veranstalteten Flugschau in ihre Nestspalten hinter Regenrinnen oder zwischen Ziegeln. Fast gleichzeitig macht sich ihre Ablösung auf die Jagd, nämlich Fledermäuse, deren schwarze Umrisse gegen den noch nicht ganz dunkel gewordenen Himmel besonders gut zu erkennen sind.

Diese Umrisse kennen wir gut: Sie sind das Markenzeichen der Comicfigur Batman. Der Held legte sich sein Kostüm als Kämpfer gegen das Böse zu, damit die Übeltäter dann noch mehr erschrecken und Angst vor ihm haben. Klar: Fledermäuse sind uns unheimlich. Und das schon ganz schön lange: Im Christentum brachte man die Tiere früher mit dem Teufel in Verbindung. Er wurde in der Kunst oft mit Fledermausflügeln dargestellt, während Engel Vogelflügel tragen. Außerdem hieß es, Hexen rieben sich mit Fledermausfett ein, damit sie auf ihren Besen davonfliegen können.
Derlei Aberglaube beruht sicherlich darauf, dass die heimlichen Flattertiere nur nachts unterwegs sind, obendrein noch lautlos (zumindest für unsere Ohren), und man lange nichts über ihre Verstecke und Lebensweisen wusste. Vampirgeschichten taten ihr Übriges, um den Grusel weiter zu schüren. All dieses Geheimnisvolle hat allerdings auch etwas Faszinierendes. Das Tolle an diesen Fledermaus-Geheimnissen ist, dass man sie verraten kann, die Tiere dadurch aber eher noch spannender werden. Kein Wunder: In manchen Dingen sind sie genau das Gegenteil von uns. Sie gehen ihren „Geschäften“ in der Nacht nach, sehen sozusagen mit den Ohren – und sie hängen sich zum Schlafen kopfüber auf. Anderes erscheint uns vertrauter, wie die liebevolle Aufzucht des Nachwuchses und die Bildung von Kolonien. Lernen Sie die Tiere näher kennen. Es lohnt sich!

Vampire oder was?

Zugegeben: Es gibt einige Fledermaus-Arten, die tatsächlich Blut saugen. Aber nur im tropischen Südamerika. Hierzulande leben ausnahmslos harmlose Insektenfresser, insgesamt rund 24 verschiedene Arten. Sie haben Flügel, sind jedoch keine Vögel. Ihr Körper ist von Fell bedeckt, doch Mäuse, wie der Name vermuten lässt, sind sie ebenfalls nicht. Fledermäuse säugen ihren Nachwuchs und zählen folglich zu den Säugetieren. Als einzige Vertreter dieser Gruppe können sie aktiv fliegen. Und wie gut! Das verdanken sie ihren besonderen Flügeln. Wo Wasservögel Schwimmhäute entwickelt haben, bildeten Fledermäuse eine Flughaut. Sie verbindet die stark verlängerten Finger mit Rumpf und Beinen. Nur der Daumen liegt als kleiner Haken frei, so dass die Tiere zusammen mit den Fußkrallen recht gut klettern können. Das müssen sie auch: Sie brauchen zum Schlafen ein Dach über den Füßen, und das lässt sich meist nicht einfach so locker anfliegen, z. B. wenn es in einer Spechthöhle liegt oder aus abstehender Baumrinde besteht.
Möchten Sie wissen, was an den Schlafplätzen vor sich geht und was die Tiere nachts so treiben? Klicken Sie sich auf den weiteren Seiten durch das Fledermausleben!

Aus dem Fledermaus-Leben

Flatterhaftes Fledermausleben

Fledermäuse in der Wochenstube

Fledermäuse ziehen im Lauf des Jahres mehrfach um, je nachdem, was sie gerade vorhaben: sich paaren, Nachwuchs aufziehen oder Winterschlaf halten. Dabei entwickeln die verschiedenen Arten jeweils so ihre Vorlieben, was sie wo tun möchten, wo und wie sie jagen. Folgen Sie ihnen hier durchs Fledermausjahr:
Im Frühling (etwa ab März/April) sind die Fledermäuse nach ihrer langen Fastenzeit über den Winter wieder in ihren Jagdgründen unterwegs. Sie müssen jetzt ordentlich fressen, vor allem die Weibchen. Schließlich wachsen in ihren Bäuchen jeweils ein oder zwei Junge heran.
Im Sommer(Juni) kommen die Jungen zur Welt. Während männliche Fledermäuse sich meist einzeln durchschlagen, bilden die Weibchen nun Wochenstuben-Kolonien. Während der Nacht kehren sie mehrfach dorthin zurück, um die Jungen zu füttern. Nicht mit Insekten, sondern mit Muttermilch – Fledermäuse sind ja Säugetiere! Sobald die Kleinen flügge sind, gehen sie selbst auf die Jagd.
Zum Herbst hin entdecken die Tiere den Reiz der Zweisamkeit: Die Paarungszeit steht an. Damit man unter sich sein kann, suchen die Männchen Paarungsquartiere und warten auf Damenbesuch. Dabei bleiben sie nicht ganz untätig: Durch Rufe machen sie auf sich aufmerksam.
Im Winter, etwa ab November, ziehen sich Fledermäuse in ihre Winterquartiere zurück. Sie verstehen es, ihren Stoffwechsel herunterzufahren und während des Winterschlafs von ihren angefressenen Fettreserven zu zehren. Dabei sollte man sie keinesfalls stören: Sie verlieren dann zu viel Energie und überleben lange Winter möglicherweise nicht.

Warum Nachtschwärmer?

Warum machen Fledermäuse eigentlich die Nacht zum Tage? Nun, sie ernähren sich von Insekten und anderen Gliedertieren. Damit stehen sie in Konkurrenz zu Vögeln. Und weichen dieser einfach aus, indem sie nachts jagen!

Für dieses Leben im Dunklen haben die Flattertiere sich bestens angepasst. Da ihnen ihre Augen dann wenig nützen, entwickelten sie im Lauf der Jahrmillionen ein anderes Ortungssystem. Dafür stoßen Fledermäuse Laute im Frequenzbereich zwischen 18 und 150 Kiloherz aus. Wir Menschen können nur Frequenzen zwischen 20 Herz und maximal 20 Kiloherz wahrnehmen, folglich erscheinen uns die Tiere lautlos – und ein bisschen unheimlich. Wie Fledermäuse in die Welt rufen, so schallt diese zurück. Wo immer die Laute auf einen Gegenstand oder ein Lebewesen treffen, werden sie reflektiert und erreichen als Echo die extra großen Fledermausohren. Je weiter etwas von einem Tier entfernt ist, desto länger braucht der Schall für den Hin- und Rückweg. Dadurch entsteht ein plastisches „Hörbild“ der Umgebung. Während wir zum Sehen nur die Augen zu öffnen brauchen, müssen Fledermäuse aktiv rufen. Das tun sie nicht durchgehend (sie müssen ja auch mal Luft holen), sondern in einem für jede Art typischen Tick-Tick-Tick- oder Plip-Plop-Rhythmus. Sie sehen also keinen „Film“ wie wir, sondern lauter aneinandergereihte Momentaufnahmen. Umso erstaunlicher, dass sie ihre Beute im Flug erwischen und Hindernissen rechtzeitig ausweichen können!

Geschickte Jäger

Teichfledermaus

So vielfältig wie die Lebensräume und Lebensweisen der Insekten, so vielfältig sind auch die Jagdstrategien der Fledermäuse. Meist greifen sie sich ihre Beute in der Luft. Mit dem Maul schnappen sie Falter & Co. allerdings nur selten.
Meist nutzen sie dafür eher ihre Flughaut als Kescher, wie z.B. die Art, die als „Hufeisennase“ bekannt ist. Die so geangelte Beute schleudern manche auf die Schwanzflughaut, die ihnen quasi als Teller dient. Andere fliegen damit ein Versteck an, um ihr Mahl gemütlich zu verspeisen.
Die Wasserfledermaus schöpft sich mit der Schwanzflughaut gerne Insekten von der Wasseroberfläche oder sogar ein Fischchen, das sich zu weit nach oben wagt. Langohren dagegen beherrschen den Rüttelflug. Er erlaubt es ihnen, in der Luft „stehen zu bleiben“ und ihre Nahrung von Blättern oder Mauern abzusammeln. Ähnlich halten es Wimper- und Fransenfledermäuse, die von Viehzüchtern durchaus gerne gesehen werden: Sie lesen nämlich die Fliegen auf, die sich an Stallwänden und -decken niedergelassen haben.
Das Große Mausohr hat es auf Laufkäfer abgesehen, die es vom Erdboden aufklaubt. Diese Art „findet“ ihre Beute, indem sie auf die Krabbelgeräusche lauscht und ihren Geruch wahrnimmt. Als Multitalent erweist sich die Breitflügelfledermaus: Sie erwischt die von ihr bevorzugten großen Käfer und Falter sowohl in der Luft und auch am Boden.
Fazit: Um sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen, haben sich die verschiedenen Fledermausarten die vorhandenen „Jagdgründe“ über und in den Baumkronen, über Gewässern sowie in Bodennähe untereinander aufgeteilt.

Die „Jagdgründe“

Wer Fledermäuse beobachten möchte, sollte wissen, in welchem Revier sie sich nachts auf Beutefang machen. Wo Insekten eine Chance zu ihrer Entwicklung haben, brauchen Sie danach nicht einmal lange zu suchen: Die meisten Fledermausarten ziehen zwar den Wald für ihre Nahrungssuche vor, viele jedoch jagen auch in Siedlungsgebieten oder sogar in der Stadt. Der Große Abendsegler beispielsweise zeigt sich schon in der Dämmerung. Er flattert über naturnahe Gärten und Wiesen, kreist um Baumkronen im Park und versucht sein Glück über Bächen und Seeufern. Dabei saust er geradeaus durch die Luft und legt rasante Haken und Sturzflüge ein, wenn er ein Insekt geortet hat.

Die Wasserfledermaus geht etwas systematischer vor. In kreisenden Bahnen zieht sie wieder und wieder bis zu einem halben Meter über ruhigen Tümpeln und Seen herum, schnappt sich Fliegen, Mücken und Schnaken aus der Luft oder angelt sie von der Wasseroberfläche weg. Diese Art lässt sich gut beobachten, wenn Sie eine rote Folie vor das Licht einer Taschenlampe befestigen: Daran stört sich die Wasserfledermaus weniger als vor hellem Schein, dem sie lieber ausweicht.

Zwergfledermäuse sind dagegen klein genug, um hurtig kreuz und quer und auf und ab durch Baumkronen und Gebüsch zu kurven. Außerdem haben sie spitzgekriegt, dass Straßenlaternen Insekten anziehen und umschwirren dieses „Fledertier-Schlaraffenland“ daher äußerst gerne.

Das Naturschlafzimmer

Fledermausgruppe

Wenn Fledermäuse müde sind, hängen sie sich für den Tag gemütlich auf. Von Frühjahr bis Herbst suchen sie sich dafür naturgemäß Höhlen bzw. Löcher, Spechthöhlen in Totholzstämmen, Ritzen und Spalten in der Baumrinde sowie in Felsen oder andere Schlupfwinkel in der Landschaft. Für den Winter benötigen die Tiere dagegen eine gleichmäßig kühle, dunkle, frost- und zugfreie Unterkunft mit hoher Luftfeuchtigkeit, wo sie möglichst nicht gestört werden. Ursprünglich zogen sie sich vorwiegend in Höhlen zurück.

Heimliche Untermieter

Lange Zeit wurden unsere Wälder vorwiegend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Totholz, und somit potenzielle Fledermausschlafplätze, gerieten zur Mangelware. Inzwischen denkt man um. Wundern Sie sich also nicht, wenn es im Gehölz etwas unaufgeräumt wirkt – es ist zum Besten der Artenvielfalt!

Zum Glück erwiesen sich die Fledermäuse als ziemlich flexibel. Keine Spechthöhle zu finden? Dann hängen sie eben in Nistkästen ab, schmuggeln sich in dunkle Dachböden, Kanäle und Kirchtürme ein, verschlafen den Tag hinter Klappfensterläden und Mauerverkleidungen oder unter (Autobahn-)Brücken, wo sie sich an Elektroleitungen, Dehnungsfugen, Fahrbahnplattenträgern und anderen Bauteilen festhalten. Naht die kalte Jahreszeit, machen sich die geschickten Flieger auf meist große Wanderungen in ihre angestammten Winterquartiere. Was inzwischen auch besagte Autobahnbrücken sein können. Mit Stollen, ausgedienten Bierkellern, Bunkern und Ähnlichem geben sie sich ebenfalls zufrieden. Dabei kehren Fledermäuse nicht nur in stets dieselben Orte zur Überwinterung zurück, sondern sogar jedes Tier möglichst an seinen alten Schlafplatz.

Das lieben für Fledermäuse

Das fledermausfreundliche Haus

Fledermausquartier

Es ist völlig klar, dass alte Gebäude nicht immer erhalten bleiben können. Auch was die Isolierung von Häusern betrifft, ob neu oder betagt, sollte man keine Kompromisse machen. Das schließt Unterschlupfmöglichkeiten für Fledermäuse allerdings nicht aus. Sie müssen lediglich eingeplant und eingebaut bzw. angebracht werden – so wie spezielle Dachziegel, die Fledermäusen Unterkunft bieten, oder Neudorffs Fledermausquartier. Baulicherseits gibt es viele weitere Möglichkeiten. Zur Unterstützung der Fledermaus-Gastlichkeit setzt sich unter anderem der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ein. Neben Batnight- Exkursionen zur Beobachtung von Fledermäusen in der Natur bieten einige der Landesverbände Ausbildungen zum Fledermausbotschafter an. Und es gibt die Aktion „Fledermausfreundliches Haus“. Dabei ruft die Organisation Hausbesitzer dazu auf, den Nachtjägern Schlupfwinkel unter ihrem Dach anzubieten und unterstützt mit Informationen bei deren Einrichtung. Wer mitmacht, kann mit der Plakette „Fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet werden. Näheres finden Sie hier.

Decken Sie den Gartentisch!

Samenmischung für Fledermäuse
WildgärtnerFreude Nachtschwärmer Treff

Ihr Garten ist ein wichtiger Baustein für den Schutz und die Förderung von Fledermäusen. Wenn Sie Fledermausquartiere anbringen, haben Sie bereits einen großen Schritt getan und für die nötige Unterkunft gesorgt. Jetzt brauchen die Tiere noch ausreichend zu Futtern. Wenn Sie ihnen den Gartentisch decken möchten, müssen Sie um die Ecke denken: Die fliegenden Jäger sind auf Insekten aus, und zwar nachts. Da sind beispielsweise Nachtfalter unterwegs. Folglich locken Sie Fledermäuse zu sich, wenn Sie die Falter anlocken. Die ködern Sie mit nektarreichen Duftpflanzen. Gut geeignet hierfür ist die WildgärtnerFreude Samen-Mischung „Nachtschwärmertreff“. Diese Mischung macht Ihnen jahrelang Freude – und den Fledermäusen auch! Manche dieser Gewächse wirken tagsüber eher bescheiden und entwickeln ihr Parfüm erst nach Sonnenuntergang:

  • Abendduft-Leimkraut (Silene italica),
  • Levkoje (Matthiola incana),
  • Nachtviole (Hesperis matronalis),
  • Nachtkerze (Oenothera odorata, Oenothera biennis),
  • Sternbalsam (Zaluzianskya capensis).

Neben eher naturnahen Blühern vermögen aber auch einige Gartenschätze die Nachtfalter zu verführen:

  • Königslilie (Lilium regale),
  • Apfelrose (Rosa rugosa),
  • Phlox (Phlox-paniculata-Hybriden),
  • Sommerflieder (Buddleja davidii).

Mit diesen Nektartankstellen brauchen Sie nicht Ihren gesamten Garten auszustatten. Es reicht völlig aus, wenn Sie ein Fledermausbeet anlegen oder die Falterpflanzen zwischen Ihre Sommerblumen und Stauden einstreuen. Am besten setzen Sie die Falterpflanzen in die Nähe Ihres Sitzplatzes: Dann können Sie den Duft mit genießen, und wo Nachtschmetterlinge gehäuft unterwegs sind, lassen die Fledertiere nicht lang auf sich warten. Wo möglich, wählen Sie weiß blühende Pflanzen: Sie leuchten auch nach Sonnenuntergang und sehen vor allem im Mondlicht wunderschön aus.

Zimmer frei

Fledermausquartier

Unsere Fledermäuse sind keine „Häuslebauer“. Sie müssen mit den Unterkünften vorlieb nehmen, die sie finden. Und die werden durch Abriss alter Gebäude, durch Sanierungs- und Isolierungsmaßnahmen immer weniger. Hier können Sie helfen: Werden Sie Fledermaus-Vermieter!
Zwar haben etwa ein Dutzend heimischer Fledermaus-Arten durchaus auch Vogelnistkästen als Paarungs- und Wochenstube für sich entdeckt. Noch besser aber sind speziell nach den Bedürfnissen der Fledertiere entwickelte Kästen. Dann müssen sie sich nicht mit ihren gefiederten Mitbewerbern um den Platz streiten. Das Fledermausquartier von Neudorff ist ideal auf spaltenbewohnende Arten abgestimmt.

  • Es besteht aus dem umweltfreundlichen Naturmaterial Holz.
  • Anstelle eines Einflugslochs weist das Quartier am unteren Ende einen Einflugspalt auf. Er ist breit genug für Fledermäuse, aber zu schmal für Vögel.
  • Rillen in der Rückwand bieten den anfliegenden Tieren ausreichend Halt für die Landung und zum Hineinklettern.
  • Neudorffs Fledermausquartier ist ganz bewusst nicht zu öffnen. Damit niemand in Versuchung kommt, die empfindlichen Tiere zu stören. Und um die Gefahr von Zugluft möglichst gering zu halten.
  • Fledermäuse haben gerne Bauch- und Rückenkontakt zu ihrem Versteck. Neudorffs Fledermausquartier wird dieser Vorliebe durch eine schräge Vorderwand gerecht. So können die unterschiedlich großen Arten an die Stelle rücken, die ihnen „passt“.
  • Die dichte Bauweise sorgt für zugluftfreies „Wohlfühlklima“ im Kasten.
  • Das abgeschrägte, mit wetterfestem Material verkleidete Dach lässt Niederschläge abfließen.
  • Das Neudorff Fledermausquartier ist „wartungsfrei“: Kot fällt einfach aus dem Bodenspalt heraus.
  • Und: Neudorffs Fledermausquartier wird von den Mitarbeitern der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland GmbH gebaut. Ein Teil des Verkaufserlöses fließt in diese Einrichtung, die Menschen mit körperlichem und / oder geistigem Handicap hilft, sich beruflich zu qualifizieren und sich in einen ganz normalen Arbeitsalltag einzugliedern.

Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) empfiehlt das Fledermausquartier von Neudorff.

Tipps zum Aufhängen

Aufbau Fledermausquartier

Fledermäuse stellen ein paar Ansprüche an den Ort, an dem sie wohnen. Die sind aber leicht zu erfüllen! So hängen Sie Neudorffs Fledermausquartier richtig auf:

  • Sie können den Kasten an einem Baumstamm anbringen, wenn er dort gut und wackelfrei anliegt. Sehr gut geeignet ist er für Gebäudewände. Am besten oben und unten mit den vorgesehenen Löchern befestigen, damit er im Sturm nicht wackelt.
  • Fledermäuse mögen es warm, aber nicht wie in der Sauna. Hängen Sie den Kasten daher so auf, dass er nicht stundenlang der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist. Sonst zieht niemand ein! Eine beschattete (!) Ausrichtung nach Süden ist ideal.
  • Möchten Sie gleich mehrere Kästen aufhängen – was den koloniebildenden Tieren entgegenkommt – bringen Sie diese in verschiedenen Himmelsrichtungen an. Dann können die Fledermäuse bei Bedarf das kühlere bzw. wärmere Quartier nutzen
  • Die Nachtjäger stehen nicht auf Erdgeschoss-Schlafzimmer. Befestigen Sie das Nachtquartier also in vier bis fünf Meter Höhe.
  • Halten Sie zudem die Einflugschneise frei: Es dürfen keine Äste oder Ähnliches vor dem Kasten im Weg hängen.
  • Geduld haben! Es kann dauern, bis Fledermäuse Ihr Angebot entdecken. Haben sie sich einmal eingenistet, bleiben sie Ihnen jedoch in der Regel treu.

Unser Tipp:
Um das Fledermausquartier längerfristig vor Feuchtigkeit oder Witterungseinflüsse zu schützen, können Sie es vor dem Aufhängen mit Leinöl oder natürlichem Holzschutzmittel streichen.

FAQ

Sind Fledermäuse gefährlich?

Kein Bisschen! Sie sind weder aggressiv, noch wollen Sie uns an den Kragen. Sollte sich einmal ein Tier in Ihre Wohnung verfliegen, lassen Sie es einfach in Ruhe. Es finden den Weg durch offene Fenster ganz von selbst wieder hinaus – selbst wenn es einen Tag bei Ihnen „abhängt“! Sollten Sie schon einmal von der Fledermaus-Tollwut gehört haben: Es gibt sie. Allerdings ist sie recht selten. Demnach empfiehlt sich eine Impfung nur für Fledermausforscher und Fledermausschützer, die ständig engen Kontakt mit Fledermäusen haben. Als Fledermausquartieranbieter brauchen sich darum nicht zu sorgen. Obwohl eine Übertragung sehr unwahrscheinlich ist, empfiehlt das Robert- Koch-Institut, die Tiere nicht mit bloßen Händen anzufassen (was sowieso nur offizielle Fledermausspezialisten tun sollten!), bei Kontakt die Hände sofort gründlich zu reinigen, einen Arzt aufzusuchen und das Tier zum Veterinäruntersuchungsamt zu bringen. Sollte es tatsächlich infiziert sein, hilft eine nachträgliche Impfung zuverlässig.

Machen Fledermäuse Dreck?

Genauso wie wir. Allerdings sind ihre Kotkrümel leicht aufzufegen und sogar interessant. Erstens können Sie daran erkennen, dass Sie Untermieter haben und sogar welche Art sich bei Ihnen angesiedelt hat. Zweitens eignen sie sich prima als natürlicher Dünger! Für einen Blumentopf mischen Sie – je nach Größe – drei, vier Esslöffel unter das Pflanzsubstrat. Im Garten „verfüttern“ Sie die Krümel an besonders hungrige Gemüse wie Zucchini, Kohl oder Tomaten, indem Sie sie um die Gewächse oberflächlich in den Boden einarbeiten. Oder sie geben die Fledermaus-Hinterlassenschaften einfach auf den Kompost!

Darf man Fledermäuse in ihren Quartieren besuchen oder anschauen?

Leider sind die Tiere sehr anfällig gegen Störungen, ganz besonders im Winter. Wenn sie dann aufwachen, verbrauchen sie viel Energie – manchmal zu viel, so das ihr Überleben gefährdet ist. Haben Sie also Verständnis für das Ruhebedürfnis der flotten Flieger!
Es gibt aber auch Ausnahmen. Fledermaus-Spezialisten bieten immer mal wieder Führungen an. Sie wissen, was man den Tieren zumuten kann. Sicher gibt es auch in Ihrer Nähe entsprechende Angebote, die Sie bedenkenlos wahrnehmen können. Außerdem ist es Ihren Untermietern zuzumuten, dass Sie mit der Taschenlampe tagsüber einmal kurz von unten in den Schlitz von Neudorffs Fledermausquartier hineinzuleuchten – nur, um zu erfahren, ob jemand eingezogen ist. Ist dies der Fall, lassen Sie die Lampe von da an besser aus dem Spiel und beobachten die Nachtjäger lieber beim Ausfliegen in der Dämmerung.

Sprechen Fledermäuse alle die gleiche „Sprache“?

Nein! Jede Art ruft auf ihre eigene Weise. Hätten wir Fledermausohren, hörte sich Abendseglerisch an wie „plip-plop“, Zwergfledermäusisch wie „pipi pupupipipupupupu“, Mausohrisch wie „tek-tek-tek“ und Wasserfledermäusisch wie „tiketetikete. Für ungeübte Fledermausfans ist es jedoch schwierig, die „Sprachen“ auseinanderzuhalten. Am besten schließen Sie sich einmal einer Batnight-Aktion an!

Kann man Fledermäuse hören?

Man kann – allerdings brauchen Sie dafür ein „Hörgerät“. Die Ortungsrufe haben Ultraschallfrequenzen, die unsere Ohren nicht wahrnehmen können: Wir hören in Bereichen von 20 Herz bis maximal 20 Kiloherz. Fledermausrufe liegen aber zwischen 18 und 150 Kiloherz. Es gibt jedoch Fledermausdetektoren, welche die Lautäußerungen für uns „übersetzen“. Dabei wird der Ultraschall von Mikrofonen aufgenommen und auf Lautsprecher übertragen.

Was tun, wenn ich eine Fledermaus finde?

Laut Gesetz ist es verboten, Fledermäuse zu fangen oder gar zu halten. Finden Sie allerdings ein verletztes oder sichtlich geschwächtes Tier, darf es von Spezialisten gepflegt werden. Fällt Ihnen ein solches Exemplar auf, melden Sie sich gleich bei einer Fachfrau oder einem Fachmann in Ihrer Nähe. Entweder bei einem Tierarzt, oder bei einem Naturschutzverband wie dem NABU (Naturschutzbund Deutschland). Außerdem fühlt er sich sicherer, wenn Sie ihn in eine feste, mit Luftschlitzen versehene Schachtel mit Küchenkrepp oder einem gefalteten Frotteehandtuch setzen. Dann ist es für die Fledermaus schön dunkel und sie kann sich in den Tüchern verstecken.

Muss man Neudorffs Fledermausquartier reinigen?

Das brauchen Sie nicht zu tun: Das Quartier ist sozusagen „wartungsfrei“.

Porträts Fledermäuse

Abendsegler

Abendsegler

So stellt man sich die Fledermäuse vor: Der Abendsegler ist mit seiner Flügelspannweite bis 40 Zentimeter mit die größte der einheimischen Arten. Mit seiner typischen Silhouette mit langen, schmalen Flügeln und den Batman-Ohren hebt er sich in der Dämmerung gut gegen den Himmel ab und kann daher super beobachtet werden. Der flotte Flieger jagt gern in Parks und Gärten mit Baumbestand, in Laub- und Mischwäldern sowie über Gewässern. Abendsegler sind sehr wanderfreudig und legen große Strecken auf dem Weg zu ihrem Überwinterungsplatz zurück. Dort finden sie sich teils zu mehreren hundert Tieren ein, die sich eng aneinander schmiegen, um sich gegenseitig zu wärmen. Neudorffs Fledermausquartier nutzen sie gerne als Sommerunterschlupf.

Breitflügelfledermaus

Breitflügelfledermaus

Breitflügelfledermäuse sind wahrhafte „Haustiere“: Sie bevorzugen sommers wie winters Dachböden oder Gebäudespalten, im Winter gelegentlich auch Keller. Die Flügel mit einer Spannweite bis 38 Zentimeter sind, wie ihr Name bestätigt, breiter als die des Abendseglers. Außerdem ist sie eher gemächlich unterwegs. Ihre Jagdgebiete sind strukturierte Landschaften, Wald und Waldränder, Gärten, Ortschaften, der Lichtschein von Straßenlaternen, Äcker und Grünland. Da Breitflügelfledermäuse eine Vorliebe für große Insekten haben, suchen sie gerne Viehweiden auf – der Mistkäfer wegen.

Zwergfledermaus

Zwergfledermaus

Kleine Kerlchen von um die 5 Gramm Gewicht und 20 Zentimeter Flügelspannweite sind die perfekten Untermieter für Neudorffs Fledermausquartier. Noch dazu leben und jagen sie in unserer Nähe, nämlich in grünen Hinterhofgärten, im Licht der Straßenlaternen, in Dörfern und Städten, aber auch über Gewässern und am Waldrand. Entsprechend ihrer Größe suchen sie sich im Sommer für Wochenstuben, Paarungsräume und Zwischenunterkünfte allerhand Spalten hinter Fensterläden, Dachpappe, Verkleidungen, Abdeckungen und ähnlichem. Den Winter verschlafen sie ebenfalls in Spalten an Gebäuden oder in großen Gruppen in Höhlen. Halten Sie schon vor Sonnenuntergang die Augen offen: Die wendigen Winzlinge stehen „früh“ auf und jagen flink um Bäume und Gebüsche herum. Vor allem im Lampenlicht können Sie sie gut beobachten.