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Fruchtbarer Boden – so klappt´s

Lockerer, krümeliger Gartenboden, in dem die Pflanzen willig ihre Wurzeln ausbreiten und dadurch richtig schön wachsen, blühen und fruchten, ist wirklich die Basis des Gärtnerns. Was hilft die schönste Rose, wenn der Boden nichts taugt und sie vor sich hin kümmert? Der Boden braucht nur ein wenig mehr Beachtung als bisher – und schon habt auch Ihr einen wunderbaren Garten voller Leben.
Ihr findet hier jede Menge Infos und Tipps zum Boden und wie Ihr vorgeht, um Euren Gartenboden zu verbessern.

mehr Gefühl für den Boden
Fingerprobe

Mehr Gefühl für den Boden!

Mit dem Boden ist es fast wie mit dem Aussehen – man ist nie zufrieden! In manchen Regionen ist der Boden so „schwer“, also tonig, dass er bei Trockenheit buckelhart wird, in anderen Regionen so „leicht“, also sandig, dass Wasser einfach hindurch rauscht und die Pflanzen schnell vertrocknen. Die gute Nachricht: in jedem Fall lässt sich etwas verbessern.

Wie ist denn „guter Boden“ überhaupt?

Richtig gut ist es, wenn Euer Boden

  • locker und krümelig ist,
  • lecker nach Waldboden duftet,
  • möglichst dunkel ist als Zeichen für viel Humus,
  • viele Regenwürmer enthält, denn die verbessern den Boden kostenlos,
  • Wasser und Nährstoffe gut hält, aber auch gut wieder abgibt,

Wie ist der Boden bei Euch?

Keine Ahnung? Dann geben wir Euch hier gern Tipps, wie Ihr das ganz leicht in Erfahrung bringt.

1. Die Methode für alle, die es ganz genau wissen möchten: Ihr zieht eine Bodenprobe und schickt sie an eine Landwirtschaftliche Untersuchungsanstalt (Adressen unter www.vdlufa.de). Dort wird sie, gegen eine Gebühr, genau untersucht.

2. Die Methode für alle anderen: Ihr zieht eine Bodenprobe und macht die Fingerprobe. Dazu nehmt Ihr etwa eine halbe Hand voll angefeuchtete Gartenerde in die Hand, rollt zunächst eine etwa walnussgroße Kugel, und formt sie danach zwischen den Handflächen zu einer etwa bleistiftdicken „Wurst“. Je nach Verhalten der Erde kann man unterscheiden:

  • Sandig: Lässt sich nicht zu einer „Wurst“ rollen, sondern zerbröselt wegen der körnigen Struktur und rieselt zwischen den Fingern hindurch. Es gibt keine Klumpenbildung. Manchmal sieht man die Sandkörner glitzern, und es knirscht beim Reiben zwischen den Fingern.
  • Lehmig: Lässt sich zu einer bröckeligen „Wurst“ von etwa halber Fingerdicke ausrollen. Grobere Bestandteile sind fühlbar. Bei sandigem Lehm hört man es beim Rollen knirschen! Die Oberfläche ist eher matt.
  • Tonig: Lässt sich leicht zu einer kompakten, halbfingerdicken „Wurst“ ausrollen. Tonteilchen bleiben wie ein Film auf der Hand kleben, im feuchten Zustand schmierig, die Reibeflächen sind glänzend.

Sauer oder nicht?

pH-Bodentest

Boden kann sauer sein. Das mögen allerdings nur wenige Pflanzen, beispielsweise Rhododendren, oder auch Heidelbeeren. Die meisten Pflanzen wachsen am besten, wenn der pH-Wert (also der Säuregrad) des Bodens um 6 bis 7 liegt. Unter 5.5 sterben viele Bodenorganismen ab, und die Pflanzen wachsen deutlich schlechter, können sogar eingehen.

Den pH-Wert könnt Ihr ganz leicht mit dem pH-Bodentest überprüfen. Dafür einfach an ein paar Stellen etwas Boden entnehmen, nach Anleitung den Test durchführen – und innerhalb von 5 Minuten wisst Ihr Bescheid.
Mehr zum pH-Wert findet Ihr hier.

Boden verbessern: So geht’s ganz einfach

Boden verbessern
Sansbodenverbesserer
Urgesteinsmehl

Kalken – hilft manchmal

Früher hat jeder Gärtner jedes Jahr seinen Garten gekalkt. Da hatten wir aber auch noch den Sauren Regen! Der ist Dank der Filteranlagen in den Industrien deutlich zurückgegangen. Daher ist der Kalkbedarf nicht mehr so hoch. Trotzdem wäscht der Regen noch immer Kalk aus dem Boden und sorgt damit für eine leichte Versauerung des Bodens. Es macht daher Sinn, im zeitigen Frühjahr zu testen, ob der Boden bei Euch sauer ist. Das geht sehr leicht mit dem pH-Bodentest. Einfach an ein paar Stellen im Garten etwas Boden aus den obersten 25 cm entnehmen, mischen, und dann den Test durchführen. Dann wisst Ihr, ob Ihr kalken müsst, beispielsweise mit Azet VitalKalk+ mit bodenbelebenden Mikroorganismen – oder eben nicht.

Sandiger Boden – kann sich bessern!

Schön, dass man Unkraut aus sandigem Boden so leicht rausziehen kann, sogar mit Wurzel! Aber im Sommer ist Sandboden kein Spaß, das Wasser ist schneller verschwunden, als man nachgießen kann.

Hier hilft auf jeden Fall, jährlich etwa 3 Liter Kompost pro Quadratmeter Gartenboden auszubringen. Am besten schon früh im Jahr. Kompost verbessert die Bodenstruktur deutlich und hilft, Wasser und Nährstoffe besser im Boden zu halten.

Zusätzlich hilft einmal jährlich eine Gabe Bentonit SandbodenVerbesserer. Er enthält die Tonminerale, die in sandigem Boden fehlen. Zwischen den mikroskopisch dünnen Schichten der Tonminerale hält sich Wasser gut und wäscht nicht gleich aus.

Außerdem verbessert der Neudorff Terra Preta BodenAktivator den sandigen Boden. Er liefert gleichfalls organische Substanz für den Boden. Das ist ganz besonders auf Rasenflächen hilfreich, wo ja Kompost eher ungeeignet ist. Zusätzlich enthält dieser Bodenaktivator noch hochwertige Pflanzenkohle, die für dauerhaft gute Struktur sorgt, und jede Menge Mikroorganismen, die den Boden beleben.

Da aus dem Sandboden die Nährstoffe schnell verschwinden, ist die Versorgung des Bodens mit Neudorffs UrgesteinsMehl ratsam. Es reichert den Boden an mit Mineralsubstanzen, die ihm Ernten und Auswaschung laufend entziehen. Besonders gut ist es für Moorbeetpflanzen und Immergrüne geeignet, weil es einen hohen Eisen- und Magnesiumanteil hat. Damit sorgt es für kräftig grüne Blätter.

Schwerer Tonboden – lässt sich erleichtern

Bedenaktivator

Das Gute ist: in tonigem Boden hält sich das Wasser lange, er trocknet nicht so schnell aus. Aber ist er einmal trocken geworden, braucht man zum Bearbeiten fast eine Spitzhacke! In festem Tonboden gibt es oft zu wenig Sauerstoff für die Wurzeln, und die zarten Feinwurzeln haben Mühe, den Boden zu durchwurzeln. Schnell bildet sich hier Staunässe, das heißt Wasser zieht schlecht ab. Auf Rasenflächen kann das Mooswachstum fördern.

Kompost hilft, den schweren Boden zu lockern. Einmal jährlich 3 Liter pro Quadratmeter, am besten im Frühjahr, helfen schon weiter. Kompost lockert den Boden und fördert Regenwürmer, die durch ihr Wühlen den Boden zusätzlich bearbeiten.

Zusätzlich hilft eine jährliche Gabe des Neudorff Terra Preta BodenAktivators. Er besteht aus organischem Material, Pflanzenkohle und Mikroorganismen und lockert damit den Boden. Gerade auf Rasenflächen verbessert das deutlich die Bodenstruktur.

Gründüngung – Zaubermittel für faule Gärtner

Gründüngung
Boden vorbereiten

Die Natur weiß am besten, wie es geht! Ihr habt einen Neubaugarten, oder eine Fläche im Garten wo nichts richtig wachsen will? Lasst Pflanzen für Euch arbeiten! Macht aus jedem Boden eine fruchtbare Oase!

Was ist das eigentlich?

Ganz einfach gesagt: Ihr sät Pflanzen mit bestimmten Eigenschaften aus, wartet ab bis sie wachsen, grünen und blühen, und lasst sie am besten an Ort und Stelle zu Humus werden. Danach habt Ihr einen wunderbar lockeren, humusreichen Boden, in dem sich Eure Pflanzen so richtig wohlfühlen. Gründüngung ist eine wahre Verjüngungskur für Euren Boden. Die Vorteile:

  • Einfache Methoden, den Boden zu verbessern
  • Preiswert
  • Kann den Boden tiefgründig lockern. Das ist gerade nach Baumaßnahmen sinnvoll, wenn die Baufahrzeuge tiefe Verdichtungen hinterlassen haben.
  • Bringt Humus in den Boden, lockert ihn dadurch auf
  • Liefert jede Menge Futter für die Bodenorganismen und belebt dadurch den Boden
  • Verdrängt Unkräuter, die sich nicht so ausbreiten können
  • Bestimmte Pflanzenarten (Leguminosen) können Stickstoff aus der Luft „auffangen“ und einlagern – ein kostenloser Dünger

Wo und wann kann ich das machen?

Es geht überall, selbst im Gemüsegarten, wo vielleicht ein Beet abgeerntet ist und Ihr Platz habt. Je nach Pflanzenart könnt Ihr von März bis Oktober aussäen. Super ist es, das im Herbst zu machen, damit der Boden über den Winter schön abgedeckt ist. Das liefert besten, krümeligen Boden im nächsten Frühling.

Wie mache ich das?

1. Vorhandene größere Unkräuter entfernen
2. Boden mit einem Kultivator durcharbeiten. Die – etwas schlechtere – Alternative ist, die Bodenoberfläche nur oberflächlich mit einer Harke zu lockern.
3. Saatgut per Hand oder Streuwagen ausbringen.
4. Samen einharken. Anwalzen wäre super, ist aber nicht zwingend notwendig. Walzen kann man in Fachmärkten ausleihen.
5. Bewässern, damit es rasch keimt.
6. Abwarten und zugucken beim Wachsen!

Gründüngung absensen

Und so geht es weiter:

  • Nach der Blüte, bevor die Pflanzen Samen bilden, alles mit einer Sense oder Sichel abmähen, und auf der Fläche liegen lassen.
  • Super ist es, wenn Ihr alles über den Winter liegen lassen könnt. Die Regenwürmer geraten außer Rand und Band bei so viel Futter. Und das Meiste verrottet bis zum Frühjahr zu Humus.
  • Nach dem Winter die letzten Pflanzenreste abharken und kompostieren, danach den Boden für die Kulturpflanzen vorbereiten.
  • Wer es nicht über den Winter liegen lassen kann oder will, lässt das Mähgut trotzdem erstmal gut antrocknen. Wenn möglich, könnt Ihr es danach in den Boden einarbeiten. Wenn es dafür zu viel Pflanzenmasse ist, könnt Ihr sie auch kompostieren.

Welche Pflanzen nehme ich für die Gründüngung?

Gründüngung Garten

Es gibt im Fachhandel bereits fertige Mischungen, die Ihr gut verwenden könnt. Sehr gut ist es immer, wenn ein Tiefwurzler dabei ist, der bis in zwei Meter Tiefe den Boden lockert. Hier ein paar gut geeignete Pflanzen:

  • Phacelia, der Bienenfreund, unterdrückt gut das Unkraut, liefert Bienen gute Nahrung
  • Gelbe Lupine, Tiefwurzler, reichert den Boden mit Stickstoff an, gut gegen Verdichtungen
  • Rotklee, gut bei Verdichtungen, reichert Boden mit Stickstoff an, gute Bienenweide
  • Inkarnatklee, wurzelt bis 1,2 m tief, bildet Stickstoff, verdrängt Unkraut, gute Bienenweide
  • Winterraps, Tiefwurzler, gut bei Verdichtungen, liefert viel Humus
  • Winterroggen, kann noch im Oktober ausgesät werden, wurzelt bis 1,2 m tief, unterdrückt Unkräuter

Extras rund um den Boden

Regenwurm
Regenwurm

Ein Hoch auf den Regenwurm!

Regenwürmer sind Gärtners Freunde. Man kann gar nicht genug von ihnen haben. Sie sind kostenlose, genügsame und sehr effektive Bodenverbesserer.

Ein paar Infos zum Wurm aller Würmer:

  • In Deutschland gibt es etwa 40 Regenwurm-Arten
  • Regenwürmer können drei bis acht (!) Jahre alt werden
  • Sie verlassen bei starken Regenfällen ihre Wohnhöhlen, wahrscheinlich um nicht zu ertrinken – es wird vermutet, dass der Name „Regenwurm“ daher stammt.
  • Sie sind Zwitter, haben also beide Geschlechtsorgane.
  • Sie haben ein hochentwickeltes Nervensystem, jedoch keine Augen. Aber besonders am Vorder- und Hinterende sind sie lichtempfindlich.
  • Wird ihr Hinterende abgetrennt, können sie es wieder ausbilden. Das ist schlau, wenn sie z.B. von einem Fressfeind gepackt werden. Wird ein Wurm jedoch in der Mitte geteilt, sterben beide Enden ab.
  • Sie leben in Wohnröhren, die bis 2 m in die Tiefe führen können. Hier hinein wachsen auch gern Pflanzenwurzeln und gelangen so tiefer in den Boden hinein.
  • Sie fressen vor allem vermoderndes Pflanzenmaterial zusammen mit Ton- und Sandpartikeln.
  • Durch Sandkörner, die der Wurm mit der Nahrung aufnimmt, zerreibt er diese gleichmäßig.
  • Im Tagesverlauf kann ein Regenwurm 1/3 seines Körpergewichts an Erde fressen – das macht im Jahr mehrere Tonnen Erde, die er auf diese Weise verbessert!
  • Regenwürmer können säurehaltige Bodeninhaltsstoffe neutralisieren.
  • Für den schnellen Abzug großer Regenmassen sind Regenwurmgänge unverzichtbar.
  • Sie sorgen in großem Umfang für lockeren, fruchtbaren und krümeligen Boden.
  • Regenwurmkot ist unglaublich nährstoffreich, vor allem Kalium, Phosphor, aber auch Stickstoff und Magnesium findet sich darin
Kompost-Beschleuniger

Boden im Winter

Tut Eurem Boden etwas Gutes und lasst ihn nie nackt und bloß daliegen. Das findet sich in der Natur auch nie, und das mit gutem Grund. Denn bei nackten Boden kann der Regen die feine Krümelstruktur zerschlagen, die Mikroorganismen sind dem Klima schutzlos ausgeliefert, und er trocknet sehr schnell aus.

Gut ist eine leichte Mulchschicht aus organischem Material. Das gilt vor allem für den Winter, beispielsweise im Gemüsegarten. Dort ist im Herbst fast alles abgeerntet. Dann könnt Ihr dort das Laub aus dem Garten aufschichten. Einfach auf dem Boden ausbreiten, in windigen Lagen etwas Erde draufstreuen damit es nicht wegfliegt – fertig. Damit sich das Laub zum Frühjahr zu Humus zersetzt, könnt Ihr noch etwas Radivit Kompost-Beschleuniger aufstreuen.

Mulchen mit Laub

Beete abdecken – mit Rindenmulch?

Viele Hobbygärtner decken den nackten Boden im Beet zwischen Stauden mit Rindenmulch ab. Das soll das Unkrautwachstum unterdrücken.

Gut daran ist, den Boden zu bedecken. Denn nackten Boden solltet Ihr im Garten immer vermeiden. Er trocknet aus, Unkraut kann sich leicht ansiedeln, und die Mikroorganismen leiden. Aber ausgerechnet Rindenmulch hat leider auch Nachteile:

  • Unkraut unterdrückt Rindenmulch nur dann, wenn er ca. 10 cm hoch liegt. Da er sich laufend zersetzt, müsst Ihr jährlich auffüllen.
  • Bei seiner Zersetzung braucht der Rindenmulch große Mengen an Stickstoff, einem wichtigen Pflanzennährstoff. Diesen Stickstoff zieht er sich aus dem Boden, so dass für die Pflanzen weniger zur Verfügung steht.
  • Rindenmulch enthält Gerbstoffe, die das Wachstum mancher Pflanzen hemmen können.

Andere Materialien aus dem Garten sind da deutlich besser geeignet. Beispielsweise Rasenschnitt in dünner Schicht, Laub, oder grober Mulchkompost, der noch nicht völlig zersetzt sein sollte. Es ist auch gut möglich, frische Pflanzenreste an Ort und Stelle zu zerkleinern und liegen zu lassen. Sie zersetzen sich sehr schnell, und die Regenwürmer freuen sich.

Die allerbeste Möglichkeit aber, Boden abzudecken – sind Pflanzen! Da, wo zwischen den Stauden noch Lücken sind, könnt Ihr gut Sommerblumen einsetzen. Oder kleine Stauden setzen. Das macht die Pflege eines Staudenbeetes so viel einfacher, weil sich viel weniger Unkraut ansiedeln kann.

torffreie Erde

Die richtige Erde für Balkonkästen

Welche Erde auswählen für den Balkon, bei den vielen Möglichkeiten in den Fachgeschäften! Das ist wirklich auf den ersten Blick schwierig. Auf den zweiten Blick wird es aber einfacher. Darauf könnt Ihr achten:

  • Ist die Erde torffrei? Achtung, Bio-Erden sind nicht automatisch torffrei, sie brauchen nur torfreduziert zu sein.
  • Enthält die Erde schnell nachwachsende Rohstoffe, wie Grünschnittkompost, Rindenhumus und Holzfaser?
  • Nehmt keine Pflanzerde – die ist in der Regel für die Pflanzung von Stauden und Gehölzen. Gut geeignet ist z.B. die NeudoHum Balkon- und GeranienErde für Blumen, bzw. die NeudoHum Tomaten- und GemüseErde für Obst und Gemüse in Kästen und Töpfen.
  • Ist die Erde organisch aufgedüngt?
Umgraben

Umgraben – oder nicht?

Beim Umgraben sticht man mit dem Spaten eine Erdscholle ab und dreht sie um, so dass das, was zuvor oben war, nach unten gelangt. Gartenbesitzer mit schweren Tonböden haben früher immer im Herbst den Boden umgegraben. Durch den Frost dehnt sich im Winter das Wasser in den Poren aus und sprengt die dicken Erdklumpen regelrecht. Im Frühjahr war der Boden dann leichter zu bearbeiten.

Das ist jedoch bei guter Bodenpflege nicht notwendig. Denn das Umgraben hat einen riesigen Nachteil: es stört die empfindlichen Mikroorganismen im Boden. Die sauerstoffbedürftigen Arten gelangen nach unten, von wo aus sie sich mühsam wieder nach oben bewegen müssen. Wenn sie es denn überhaupt schaffen.

Wer seinem Boden immer gut Humus zuführt, oder den Bodenverbesserer, kann auf das Umgraben verzichten und stattdessen Regenwürmer und Co. für sich arbeiten lassen. Zum Bodenlockern eignet sich gut ein „Sauzahn“, mit dem die Bodenschichtung erhalten bleibt. Das ist ein halbkreisförmig gebogener Metallzinken an einem langen Holzstiel. Damit lässt sich der Boden lockern, ohne ihn umzuwenden wie beim Graben.

Alternativ dazu könnt Ihr auch eine Grabegabel verwenden: Einfach damit in den Boden stechen, den Boden etwas anheben, aber nicht umwenden.