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„Naturnahe Gartengestaltung“ im Februar

Naturgemäße Gartenplanung gewinnen!

In diesem Monat verlosen wir eine individuelle Gartenplanung bei Euch zu Hause im Wert von 1.000 Euro.

Unser professioneller Gartenarchitekt kommt zu Euch nach Hause. In einem Gartenplanungs-Workshop erarbeitet Ihr zusammen mit dem Planer ein naturgemäßes Gestaltungskonzept, das aus Eurem grünen Reich eine Wohlfühl-Oase für Euch, nützliche Tiere und bunte Pflanzen macht.
Natürlich werden Eure Wünsche und Vorstellungen dabei berücksichtigt.

Auf dieser Seite findet Ihr viele Tipps und weitere Informationen, was sich hinter einer naturgemäßen Gartenplanung verbirgt.

Na, Lust auf eine bunte, farbenfrohe Vielfalt bekommen? Dann bewerbt Euch jetzt! Ladet dafür einfach ein oder mehrere „Beweis-Foto(s)“ hoch und schreibt uns eine kurze Begründung, weshalb gerade Euer Garten eine naturgemäße Gestaltung benötigt. Unsere Fachjury entscheidet, welcher Garten die Planung gewinnt. Der Gewinner wird Anfang März bekannt gegeben.
Hier geht’s zur Teilnahme.

Was heißt eigentlich naturnah?

Wildblumenwiese im Garten
Wildblumenwiese

Das Bild des Naturgartens gleicht einem natürlich gewachsenen Raum, der jedoch von Menschenhand geplant, angelegt und gepflegt wird.

Bei der naturnahen oder naturgemäßen Gartengestaltung geht es darum, einen Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen zu schaffen, in dem sich alle wohlfühlen. Wir gärtnern mit der Natur und nicht gegen sie.

Naturnahe Gartengestaltung bedeutet nicht, es einfach wachsen zu lassen, sondern eher sanft regulierend einzugreifen. Trotzdem wirkt der Garten „der Natur nachempfunden“. Wir schaffen im Garten z. B. eine Blumenwiese, die natürlicherweise an dieser Stelle nicht wachsen würde. Es entsteht aber der Eindruck einer natürlich gewachsenen Wiese.

Ein naturnaher Garten bietet Insekten, Vögeln, Igeln und anderen Kleintieren Schutz und Nahrung. Auf die Verwendung chemischer Pflanzenschutzmittel oder synthetischer Dünger verzichtet der Naturgärtner. Bei der Auswahl der Pflanzen kommen eher heimische anstatt exotischer Gewächse zum Einsatz. Ungefüllte anstatt gefüllter Blüten sorgen für ein reiches Nahrungsangebot für Wild- und Honigbienen sowie andere nützliche Insekten.

Wofür einen Gartenplan?

Gartenplan

Habt Ihr Euch über die Gestaltung Eures Hauses Gedanken gemacht? Habt Ihr Fachleute zu Rate gezogen oder Euch Musterhäuser angesehen? Macht es mit Eurem Garten genauso!

Wenn Ihr ein neuer Gartenbesitzer seid, habt Ihr vielleicht gar keine Vorstellung davon, wie Euer neues Grundstück aussehen soll. Ist Euer Garten in die Jahre gekommen, entspricht er vielleicht nicht mehr Euren Vorstellungen oder Notwendigkeiten. In jedem Fall ist es gut, für die Gestaltung einen Fachmann hinzuzuziehen. Er sieht Euren Garten mit anderen Augen, beurteilt Ressourcen und Möglichkeiten objektiver als Ihr und bringt Euch sicher auf viele neue Ideen und Sichtweisen.

Natürlich ist die Gestaltung eines Gartens auch mit Kosten verbunden. Und Geld ist besonders nach einem Hausbau eher knapp. Umso sinnvoller ist es, die Gestaltung der Außenanlagen mit Plan anzugehen. Ein Planungskonzept gibt über Jahre hinweg Orientierung, wenn Ihr nicht den gesamten Garten sofort fertigstellen möchtet.

Eure Wünsche an den Garten?

Sitzmöglichkeit im Garten
Kinderfreundlicher Garten

Bevor Ihr plant oder mit einem professionellen Planer sprecht, solltet Ihr Euch überlegen, was Ihr von Eurem Garten erwartet. Welche Zwecke soll er erfüllen? Welche Gestaltungselemente soll Euer grünes Reich auf jeden Fall haben?

Wenn Ihr überhaupt keine Ideen zur Gartengestaltung habt, holt Euch Anregungen in Zeitschriften, Büchern oder aus dem Internet. Nutzt „Offene Gartenpforten“ und sprecht mit erfahrenen Gartenbesitzern, die Euch Tipps geben können. Ganz pragmatische Überlegungen helfen, der Gestaltung näher zu kommen:

  • Braucht Ihr z. B. einen Wäschetrockenplatz oder wünscht Ihr Euch verschiedene Sitzmöglichkeiten?
  • Sollen Kinder oder Haustiere im Garten spielen?
  • Oder möchtet Ihr vorrangig einen Lebensraum für Nützlinge schaffen?
  • Braucht Ihr einen Sichtschutz vor neugierigen Blicken oder eine Hecke, die Windschutz bietet?
  • In welchem Teil des Grundstücks sind diese Gestaltungselemente am besten aufgehoben? Wenn Ihr den Garten überwiegend in den Abendstunden genießen möchtet, macht es Sinn, einen Sitzplatz auf der Westseite des Grundstücks anzulegen, damit Euch die Abendsonne noch wärmt. Ein Kräuterbeet ist in der Nähe der Küche am besten aufgehoben und der Sandkasten für kleine Kinder in unmittelbarer Terrassennähe.
  • Bestehen Auflagen zur Gestaltung seitens der Gemeinde für das Baugebiet?

So viele Wünsche und noch immer keinen konkreten Plan? Dann sprecht mit einem professionellen Planer. Für das erste Gespräch ist es ratsam, sich schon Gedanken gemacht zu haben. Die oben genannten Fragen helfen Euch sicherlich dabei. Sammelt für das Gespräch Bilder aus Zeitschriften, Büchern oder Ausdrucke, die Ihr dem Planer zeigen könnt. Er wird Eure Wünsche und Bedürfnisse dann besser verstehen. Bestenfalls entwickelt er zusammen mit Euch erste Skizzen und bezieht Euch in die Planung ein. Ein Fachmann kann auch schnell beurteilen, ob Eure Wünsche alle zu realisieren sind:

  • Ist die gewünschte Bepflanzung mit den vorhandenen Bodenverhältnissen vereinbar?
  • In wieweit müssen die Rechte der Nachbarn gewahrt bleiben?
  • Ist es möglich, nur heimische Gehölze zu verwenden oder werden die einfach zu groß für den Garten?

Besonderheiten bei der naturnahen Gartengestaltung

Staudenbeet
Steinweg
Nützlinge im Garten
Mischkultur

Die Vorgehensweise bei der Gartenplanung ist grundsätzlich gleich, egal ob Ihr Euch einen formalen, streng gegliederten Garten wünscht oder Euch für einen naturnahen Garten entscheidet.

Typische Gestaltungselemente, mit denen Ihr den naturnahen Effekt hinbekommt:

  • Beete und befestigte Flächen haben grundsätzlich organische Formen, d.h. runde, geschwungene Linien.
  • Pflastert Auffahrten oder Stellplätze für Autos mit Rasengittersteinen. Das ist ökologischer als eine durchgehende Pflasterung. Oder lasst nur die Fahrspuren pflastern. Prüft unbedingt vorher, welche Vorgaben die Gemeindeverwaltung macht.
  • Die Wege und Sitzplätze haben möglichst Beläge aus natürlichem Material wie Naturstein, Kies oder Holz. Reicht das Budget nicht für Naturstein, eignen sich auch Betonsteine in natürlichen Farben.
    Bedenkt bei der Materialauswahl auch die Umgebungsbedingungen: Natursteine und Holzbeläge werden in schattigen, feuchten Lagen schnell rutschig und bilden damit eine Rutschgefahr. Auch Kombinationen aus Beton- und Natursteinmaterial sind möglich.
  • Wählt für Zäune und Sichtschutzelemente heimische Hölzer wie Kastanie, Lärche oder Robinie. Diese Holzarten sind auf natürliche Weise langlebig und brauchen keinen Schutzanstrich.
  • Die Bepflanzung besteht, soweit möglich, aus heimischen oder eingebürgerten Gehölzen und Stauden. Von vielen Bäumen gibt es kleinere Züchtungen, die besser für kleine Grundstücke geeignet sind. Stauden werden in der Wildform eingesetzt. Möglich sind auch Zuchtformen mit einfachen Blüten und natürlicher Anmutung.
  • Auch die Verwendung von Gräsern in Kombination mit Stauden ergibt ein naturnahes Gartenbild. Im Naturgarten gibt es keine nackten Bodenflächen. Mit Bodendeckern wie z.B. Storchenschnabel lassen sich Flächen schnell und pflegeleicht begrünen.
  • Auf reine Rasenflächen wird weitgehend verzichtet. Alternativen sind artenreiche Wiesenflächen mit ein-, zwei- und mehrjährigen Pflanzenarten, die ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden. Diese Flächen bieten Nützlingen und Kleintieren Nahrung und Schutz. Die Nützlinge helfen bei der Beseitigung von Schädlingen.
  • Natürlich kann auch beides nebeneinander bestehen, wenn Eure Kinder Rasenflächen brauchen, um zu spielen. Schafft einfach Wiesenblumen-Inseln in der Rasenfläche.
  • Legt Gemüsebeete in Mischkultur an und bevorzugt dabei samenechte Sorten. Verzichtet auf „Hochleistungs-Gemüse“.

Vom Plan zur Umsetzung

Fingerprobe
Gründüngung
gesunder Boden
Fingerhut
Grüne Bepflanzung
gelbe Blüten
weiße Blüten
Wildblumenwiese
Wiesen und Hecken

Ist der Gartenplan fertig, geht es an die Umsetzung. Zuerst sollten die Stell- und Wegeflächen angelegt werden, damit Ihr das Auto parken und mit sauberen Schuhen das Haus betreten könnt. Später folgt dann alles andere. Dabei ist gute Vorbereitung alles!

Der Boden

Eine wesentliche Rolle bei der erfolgreichen Gartenanlage spielt der Boden Eures Gartengrundstücks. Denn manche Pflanzen wachsen einfach nicht auf bestimmten Böden. Beispielsweise braucht der Rhododendron einen humusreichen und eher sauren Boden. Bittet den Planer um eine Einschätzung, wenn Ihr selbst nicht sicher seid, ob der Boden lehmig, sandig, tonig oder humos ist. Eine grobe Einschätzung gibt die sogenannte Fingerprobe.

Prüft auch den pH-Wert der Erde, denn der ist entscheidend für die Pflanzenwahl.

Das natürliche Bodengefüge ist durch die Bodenarbeiten, die bei einem Hausbau entstehen, zerstört. Damit der Boden sich halbwegs regenerieren kann und das Bodenleben wieder in Schwung kommt, sät zunächst eine Gründüngung aus.

Die einjährigen Gründüngungspflanzen wurzeln tief und lockern dadurch den Boden auf. Sie sammeln Stickstoff und können nach dem Absterben in die Erde eingearbeitet werden. Dadurch erhöhen sie den Humusgehalt des Bodens und machen ihn fruchtbarer.

Die Gründüngung sorgt zudem dafür, dass der Boden bedeckt ist und nicht austrocknet. Eine Gründüngung kann durchaus attraktiv aussehen und ist auch eine gute Zwischenlösung, wenn Ihr nicht sofort mit den Pflanzarbeiten beginnen könnt.

Böden in älteren Gärten sind durch dauerhafte Bepflanzung vielleicht ausgelaugt und müde. Arbeitet in dem Fall vor der Neubepflanzung einen BodenAktivator oder Kompost ein. Prüft auch den pH-Wert. Er kann sich im Laufe der Jahre verändert haben.

Grundsätzlich gilt in Naturgärten: Versucht nicht, Böden komplett zu verändern. Sucht stattdessen Pflanzen aus, die mit den gegebenen Standortbedingungen zurechtkommen bzw. diese lieben. Nur dann wachsen sie entsprechend üppig und sind dauerhaft gesund.

Regelmäßige Kompostgaben sorgen für ein gesundes Bodenleben und Nährstoffe zum Wachsen. Selbst in Mini-Gärten ist Platz für einen Thermokomposter, der Küchen- und Gartenabfälle schnell in das wertvolle „Gärtner-Gold“ verwandelt.

Die Bepflanzung

Bevor Ihr anfangt zu pflanzen, lockert den Boden noch mal gründlich auf. Grabt schwere Ton- oder Lehmböden mit dem Spaten um, bei Sandboden reicht oft schon ein durchgrubbern aus. Sammelt Steine, Wurzeln und Bauschuttreste gewissenhaft aus.

Besonders wenn Ihr keine oder nur wenig Pflanzenkenntnisse habt, holt Euch die Fachkompetenz der Profis. Wenn Ihr nur kleine Flächen bepflanzen wollt, reicht vielleicht schon die Beratung in der Baumschule oder der Staudengärtnerei. Für ein Bepflanzungskonzept des ganzen Gartens braucht Ihr Hilfe von einem Gartenplaner.

Bereitet Euch gut auf das Gespräch vor.

  • Hat ein Familienmitglied eine Allergie gegen bestimmte Pflanzen?
  • Sollen giftige Pflanzen ausgeschlossen werden?
  • Nutzen Kinder und Haustiere den Garten?
  • Muss die Bepflanzung deshalb – zumindest in Teilbereichen – besonders robust sein?

Auch naturnahe Bepflanzungen können einem Farbkonzept folgen. Bevorzugt Ihr eine bestimmte Farbe oder mögt Ihr es lieber bunt? Farben beeinflussen die räumliche Wirkung. Blau am Ende des Gartens suggeriert Weite und Himmel und macht kleine Gärten optisch größer. Gelb und orange lassen Gärten in heiterer Stimmung erstrahlen. Rote Pflanzen wirken anregend und geheimnisvoll. Mit weißen Blüten lassen sich gut dunkle, schattige Garten-Ecken aufhellen.

Wenn Ihr als Farbkonzept nur eine Farbe bevorzugt, lässt sich Spannung auch durch Farbabstufungen und verschiedene Texturen erzeugen. Kombiniert schmale mit länglichen Blattstrukturen, raue und glatte Blattoberflächen, ein- und mehrfarbige Blüten oder Blätter miteinander.

Je kleiner der Garten, desto ruhiger sollte die Bepflanzung wirken. Schafft optische Schwerpunkte, indem Ihr in Gruppen pflanzt. Als Faustregel gilt: je niedriger die Wuchshöhe der Pflanzen, desto größer die Gruppenzahl.

Achtet bei der Auswahl der Pflanzen auf ungefüllte Blüten. Gefüllte Blüten haben nur wenige oder gar keine Staubgefäße und sind daher für Insekten bzw. Nützlinge relativ wertlos, denn sie bieten weder Pollen noch Nektar an. Ungefüllte Blüten wirken auch viel natürlicher. Wichtig ist, ganzjährig ein Nahrungsangebot für Nützlinge zu schaffen. Frühblüher wie Schneeglöckchen, Narzissen oder Krokusse bieten Bienen schon ab Februar/März ein Pollenangebot, Astern bis Oktober. Samenstände von Stauden nehmen im Winter gerne die Vögel an.

Sind im Naturgarten nur heimische Pflanzen erlaubt? Nein, die Verwendung ausschließlich heimischer Arten wird in Hausgärten ohnehin schwierig. Viele heimische Pflanzen haben ganz spezielle Standortansprüche oder brauchen bestimmte Pflanzengesellschaften, die wir Ihnen in Hausgärten nicht bieten können. Sogenannte eingebürgerte Pflanzenarten oder die zurzeit sehr modernen pflegeleichten Präriestauden wirken naturnah und werden von Nützlingen auch gut angenommen.

Heimische Sträucher oder Bäume werden für kleine Grundstücke unter Umständen zu groß. Eine Haselnuss oder ein Holunder erreichen schon eine Höhe und Breite von 3 - 4 m.

Auf Koniferen und exotische Gewächse solltet Ihr allerdings ganz verzichten. Sie bieten nur wenigen oder spezialisierten Tieren Nahrung und Schutz. Wiesenmischungen aus heimischen Wildblumen können günstiger Ersatz oder Ergänzung zu Staudenbeeten sein. Die ein-, zwei- und mehrjährigen Pflanzen bieten von Mai bis in den November hinein Nahrung für viele Insektenarten. Im Winter profitieren Vögel von den samentragenden Arten.

Freiwachsende Hecken aus heimischen Blütengehölzen sind sehr nützlich für viele Insekten- und Vogelarten, lassen sich aber auf kleinen Grundstücken schwer realisieren. Platzsparende Alternativen sind hier geschnittene Hecken aus Hain- oder Rotbuche. Auch Feldahorn, Weißdorn oder Liguster sind gut schnittverträglich und lassen sich so im Zaum halten. Sie dienen Vögeln als Nistmöglichkeit, beerentragende Arten wie Weißdorn liefern auch Nahrung.

Immer schön locker bleiben

Insektenhotel
rote Mauerbiene

Im Naturgarten darf es „unperfekt“ zugehen. Seid also großzügig - zu Euch und dem Garten. Eine ordnende Pflege brauchen die Pflanzen allerdings schon, wenn es keine unstrukturierte Wildnis werden soll.

Die Pflege

Im Naturgarten geht es nicht darum, die Natur zu beherrschen, sondern mit und in ihr zu leben. Schließlich sind wir Menschen Teil der Natur. Lasst zu, dass Ihr zusammenwachst – im wahrsten Sinne des Wortes.

Da, wo uns etwas stört, können wir eingreifen. Ob wir zulassen, dass Ameisen unsere Terrassenbeläge unterhöhlen oder Schnecken die jungen Aussaaten abfressen, ist eine Frage unserer Toleranz.

Wildblumen brauchen keinen Dünger. Sie bevorzugen überwiegend nährstoffarme Böden. Viele Stauden und Gehölze möchten eine regelmäßige Nährstoffzufuhr durch Kompost- oder organische Düngergaben. Um Pflanzenkrankheiten vorzubeugen, pflanzt sie immer standortgerecht: Beachtet die Ansprüche, die die Pflanzen an Licht, Boden und Wasserzufuhr stellen. Unterstützt die Pflanzen mit Stärkungsmitteln wie Brennnessel- oder Schachtelhalm-Jauchen. Wenn Ihr bei starkem Schädlingsbefall doch eingreifen müsst, um eine Pflanze zu retten, verwendet Pflanzenschutzmittel die Nützlinge schonen, biotechnische Fallen oder Fernhaltemittel. Und denkt dran: In der Natur regelt sich vieles von selbst. So gibt es in dem einen Jahr besonders viele Schnecken oder Läuse, im nächsten Jahr kann das schon wieder ganz anders aussehen. Mal gibt´s jede Menge Äpfel, in der nächsten Saison vielleicht viel weniger.

Manche Pflanzen, besonders Wildstauden, haben eine hohe Regenerationsfähigkeit. Das heißt sie samen sich gerne aus oder bilden Ausläufer, mit denen sie sich im Garten ausbreiten. Allerdings neigen sie dadurch auch dazu, weniger wuchsfreudige Pflanzen zu überwuchern. Wem Ihr hier den Vortritt lasst, entscheidet Ihr. Schwachwüchsige Pflanzen brauchen dann Eure Unterstützung, wenn sie dauerhaft im Garten bleiben sollen. Ansonsten: lasst es wachsen!

Damit Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen, Igel und Bienen sich in Eurem Garten wohlfühlen, brauchen sie neben einem Futterangebot auch geeignete Nist- und Überwinterungshilfen.

Lasst im Herbst Laubhaufen und Astmaterial im Garten liegen. Sie dienen den Nützlingen als Unterschlupf. Um Nützlinge zu beobachten, eigenen sich Insektenhotels oder spezielle Bienenhäuser.

Sollten Nützlinge eher ungewöhnliche Nistplätze gewählt haben, wie z. B. die Gartendekoration, lasst es zu und vertraut darauf, dass unsere Garten-Mitbewohner wissen, was sie tun!