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Garten-Lexikon

Dünger

Herstellung und Handel von D. sind in Deutschland durch das Düngemittelgesetz geregelt. Nach dessen Definition sind D. Stoffe die dazu bestimmt sind, unmittelbar oder mittelbar Nutzpflanzen zugeführt zu werden, um ihr Wachstum zu fördern, ihren Ertrag zu erhöhen oder ihre Qualität zu verbessern.

Die Düngemittelverordnung legt u. a. bestimmte D.-Typen fest und regelt die genaue Bezeichnung, die →Nährstoffgehalte, die Art der Herstellung und äußere Merkmale.

Demnach werden mineralische, organisch-mineralische und organische D. unterschieden. In organischen Düngern stammen die Nährstoffe aus organischen, also pflanzlichen und/oder tierischen Rohmaterialien.

Damit die Pflanze organische Nährstoffe aufnehmen kann, müssen diese zuvor von den →Bodenorganismen umgewandelt werden. Dadurch entsteht natürlicherweise ein Langzeit-Effekt. Die spezielle Art der Verarbeitung der Neudorff-D. stellt sicher, dass zusätzlich auch schnell wirkende Bestandteile enthalten sind. Damit können den Pflanzen auch sofort wirksame Nährstoffe angeboten werden. Vorteilhaft für die Wirkung der organischen D. ist, dass sowohl Bodenorganismen als auch Pflanzen von den gleichen Umweltfaktoren, nämlich Feuchtigkeit und Temperatur, abhängig sind.

Dadurch ist das Angebot an Nährstoffen dann am höchsten, wenn auch die Nachfrage am größten ist. Die Nährstoffe werden bei sachgerechter Düngung erst dann freigesetzt, wenn sie von den Pflanzen benötigt werden, was Auswaschungsverluste vermindert. Organische D. enthalten eine Vielzahl von →Spurenelementen, Wuchsstoffen, Enzymen und Vitaminen.

Die Azet®-Dünger von Neudorff enthalten zusätzlich →Mykorrhiza-Pilze sowie bodenbelebende Mikroorganismen. Sie sorgen dafür, dass die Nährstoffe den Pflanzen schnell zur Verfügung stehen. Außerdem enthalten die Azet®-Dünger mindestens 65 % organische Substanz. Das verbessert die Bodenstruktur und kommt dadurch gleichfalls dem Pflanzenwachstum zugute.

Organisch-mineralische Dünger haben einen organischen Anteil. Sie wurden jedoch mit mineralischen oder synthetischen Zusätzen angereichert, um bestimmte Nährstoffgehalte zu erreichen. Mindestgehalte für die organischen Bestandteile sind für diesen Düngertyp nicht vorgeschrieben. Daher unterscheiden sich diese D. in ihrer Wirkung oft nur wenig von mineralischen D.

Mineralische Dünger bestehen aus anorganischen Ausgangsstoffen. Hauptsächlich handelt es sich um wasserlösliche Salze, die in z. T. energieaufwändigen Verfahren synthetisch hergestellt werden. Spurenelemente müssen in der Regel beigegeben werden.

Langzeiteffekte sind nur mit großem Aufwand in der Herstellung zu erreichen. Mineralische D. können zwar von den Pflanzen direkt aufgenommen werden, dies aber gewissermaßen an den Bodenorganismen vorbei. Das löst häufig eine augenfällige Sofortwirkung auf das Pflanzenwachstum aus.

Auf die Aktivität vieler Bodenorganismen hat ein ansteigender Salzgehalt im Boden jedoch eher eine hemmende Wirkung. Darüber hinaus wird bei der rein mineralischen Düngung die Humusbildung vernachlässigt. Der Boden verliert seine Krümelstruktur; es kommt leicht zu Krustenbildung.

 

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