Hunde- Erziehung
Zusammenleben mit Hund
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Hunde brauchen eine klare Hierarchie. Vor allem bei großen Hunden ist es unerlässlich, dass beiden völlig klar ist, wer der Rudelführer ist – es sollte nicht der Hund sein! Als Rudelmitglied testet Ihr Hund immer wieder einmal aus, ob die Grenzen noch gelten. Er erwartet dann, dass Sie ihm die Grenzen zeigen.
Tipps für die Erziehung
- Die optimale Zeit für Erziehung ist dann, wenn der Hund aktiv, aufmerksam und hungrig ist.
- Trainieren Sie zuerst in vertrauter Umgebung, damit Ihr Hund nicht abgelenkt wird.
- Am besten täglich trainieren, und jede Übung mehrfach wiederholen.
- Bei Erfolg ausgiebig loben.
- Bei Misserfolg nicht tadeln, sondern die Übung wiederholen.
- Bestrafen bringt bei Hunden meist keinen Erfolg. Besser ist es, den Hund abzulenken und erwünschte Verhaltensweisen durch ausgiebiges Loben zu fördern. Und vor allem konsequent zu sein, selbst bei Welpen.
- Junghunde, die in die Waden beißen, bekommen einen Kauknochen oder das Lieblingsspielzeug, bettelnde Hunde werden nur im eigenen Napf gefüttert. Wird der Hund beim Spielen zu wild oder beißt aus Versehen kräftiger zu, sollten Sie sofort mit dem Spielen aufhören.
- Bei Erfolg ausgiebig loben.
- Deutliches Fehlverhalten mit AUS oder PFUI kommentieren. Wenn dann noch der Hund eine Zeit unbeachtet bleibt, oder er mit BLEIB auf sein Lager geschickt wird, ist das deutliche Bestrafung. Oder „Schnauzengriff“: mit der Hand von oben über die Schnauze greifen. Damit zeigt ein überlegener Artgenossen seinen Status. Diesen Griff aber nur in seltenen Ausnahmefällen einsetzen.
- Wenn der Hund in Ihrer Abwesenheit etwas zerstört hat: nicht strafen, wenn Sie zurück kommen. Der Hund versteht nicht, was er falsch gemacht hat. Bestrafung muss immer direkt nach dem Fehlverhalten erfolgen.
- Geben Sie immer eindeutige Gesten und Hörzeichen.
- Befehle mit leiser Stimme erhöhen die Aufmerksamkeit des Tieres.
- Gehen Sie mit Ihrem Hund in eine gute Hundeschule. Das wird Ihnen beiden helfen, die Sprache des anderen zu verstehen!
- SEIEN SIE KONSEQUENT, DANN IST IHR HUND ES AUCH!
Häufige Fehler in der Erziehung
- Zu spät mit der Erziehung begonnen
- Zu viel Nachsicht geübt, vor allem bei jungen Hunden
- Zu hohe Ansprüche an den Hund, meist gekoppelt mit mangelnder Geduld
- Zu viele Lehrer: für die Erziehung sollte nur eine Person verantwortlich sein
- Zu wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung
- Bewegungs- und Beschäftigungsmangel
- Häufiges Alleinsein
- Unregelmäßiger Tagesablauf



